Gedenkfeier zum 31. Juli 1945
auf der Brücke in Aussig a. E. - Ústí n. L., im Jahr 2010
NA PAMĚT OBĚŤÍ NÁSILÍ 31. ČERVENCE 1945
Ein Bildbericht von unserem Heimatfreund Ústí n. L. Peter Vorliček und Veronika Kindlová aus Tisá - Tissa, Okres Ústí n. L.
Für das Internet zusammengestellt von K.H. Kralowetz, München
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Gedenkstunde auf der Elbebrücke in Aussig, Foto 31. Juli 2010 Gedenkstunde auf der Brücke, Peter Vorliček und Veronika Kindlová aus Tisá 
Die etwas desolate 5-jährige Gedenktafel auf der Elbebrücke in Ústí n. L. - Aussig a. E.
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Auch diesmal kamen überraschend viele Besucher zum Gedenken, leider aber kein Mitglied des Magistrates von Ústí n. L.!
 

Gedenkstunde auf der Elbebrücke in Aussig, Foto 31. Juli 2010 Gedenkstunde auf der Brücke, Peter Vorliček und Veronika Kindlová aus Tisá

  Gedenkstunde auf der Elbebrücke in Aussig, Foto 31. Juli 2010 Gedenkstunde auf der Brücke, Peter Vorliček und Veronika Kindlová aus Tisá
Die Vorsitzende des Kulturvereins in Aussig Frau Gretel Bauer mit Sohn, auch zu erkennen Herr Herbert König, Heimatfreund Hannes Stolle , Ruth Janu, geb. Pilz.
 
Gedenkstunde auf der Elbebrücke in Aussig, Foto 31. Juli 2010 Gedenkstunde auf der Brücke, Peter Vorliček und Veronika Kindlová aus Tisá
Brigitta Gottmann bei der Ansprache im Anschluss an dem Besuch der Brücke mit Veronika Kindlova vom Aussiger Rundfunk, sowie Frau Gertrud Vančura, rechts unbekannt 
Gedenkstunde auf der Elbebrücke in Aussig, Foto 31. Juli 2010 Gedenkstunde auf der Brücke, Peter Vorliček und Veronika Kindlová aus Tisá   Gedenkstunde auf der Elbebrücke in Aussig, Foto 31. Juli 2010 Gedenkstunde auf der Brücke, Peter Vorliček und Veronika Kindlová aus Tisá
Auch unserer Heimatfreund Hans Adamec aus Aussig leistete seinen Beitrag. Heimatfreund Erich Lederer, Mitglied des Vorstandes im Kulturverband, Herbert König, Johannes Busch, Dr. Zoubeck, Pater Benno und die Frauen Ruth Janu,  Gertrud Vančura, Jutta Löbel und Herr Kurt Löbel sind mit in der Runde.
Wer kann weitere Besucher erkennen und uns die Namen nennen?
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Ein weiterer Bildbericht von unserem Heimatfreund Erich Lederer
(Vorstandsmitglied beim Kulturverband Ústí n. L.)
 

Aussiger Elbebrücke, Foto Erich Lederer, Mitglied das Vorstandes in Kulturverband

 
   
   
31. Juli 2010 Gedenkstunde auf der Brücke, Foto: Erich Lederer, Mitglied das Vorstandes im Kulturverband Ústí n. L.   31. Juli 2010 Gedenkstunde auf der Brücke, Foto: Erich Lederer, Mitglied das Vorstandes im Kulturverband Ústí n. L.

Gretl Bauer, Gertrud Vančura, Bruno Polak, Marie Gregor, Marie Bubenik Bruno Polak, Marie Gregor, Marie Bubenik, Hans Adamec 

31. Juli 2010 Gedenkstunde auf der Brücke, Foto: Erich Lederer, Mitglied das Vorstandes im Kulturverband Ústí n. L.

Dame aus Dresden, Herr Hans Schwarz, Brigitta. Gottmann, Fritz Schwarz aus Königswinter, Herbert König aus Vechta
                               

31. Juli 2010 Gedenkstunde auf der Brücke, Foto: Erich Lederer, Mitglied das Vorstandes im Kulturverband Ústí n. L.

Ein Blumengruß an die Opfer

31. Juli 2010 Gedenkstunde auf der Brücke, Foto: Erich Lederer, Mitglied das Vorstandes im Kulturverband Ústí n. L.  31. Juli 2010 Gedenkstunde auf der Brücke, Foto: Erich Lederer, Mitglied das Vorstandes im Kulturverband Ústí n. L.

       Hans Schwarz, Marie Bubenik, Kurt Löbel, Jutta Löbel, Dr. Zoubek 

  Dr. Zoubek, J. Martincova, Theodora Jakesch, Ingrid Schuster 
 

 

31. Juli 2010 Gedenkstunde auf der Brücke, Foto: Erich Lederer, Mitglied das Vorstandes im Kulturverband Ústí n. L.   31. Juli 2010 Gedenkstunde auf der Brücke, Foto: Erich Lederer, Mitglied das Vorstandes im Kulturverband Ústí n. L.

  Herbert König, Johannes Busch, Marie Hossinger, unbekannt, Gertrud Vančura 

  Veronika Kindlova (Aussiger Rundfunk), Pater Benno 

31. Juli 2010 Gedenkstunde auf der Brücke, Foto: Erich Lederer, Mitglied das Vorstandes im Kulturverband Ústí n. L.

 Petr Vorlíček und Hanuš Adamec

31. Juli 2010 Gedenkstunde auf der Brücke, Foto: Erich Lederer, Mitglied das Vorstandes im Kulturverband Ústí n. L.

Veronika Kindlova und Petr Vorlíček als Berichterstatter

Unser Heimatfreund Hans Adamec, aus Aussig a. E. - Ústí n. L. schrieb uns folgenden Brief.
Es ist aus Platzgründen nur ein Ausschnitt von 3 DIN A4-Seiten.
 Für das Internet aufbereitet von K.H. Kralowetz, München
Liebe Heimatfreunde fern der Heimat,
unsere Gedanken gingen zu Euch auch an diesem 65. Jahrestag des Massakers auf der Elbbrücke und in unserer Stadt.
Wieder trafen wir uns auf der Brücke um den Toten zu gedenken, welche auf so eine grausame Weise ihr Leben lassen mussten.
Wir waren ungefähr 30 Anwesende, die meisten schon mit Stöcken, einer oder zwei Krücken. Ja, wir werden eben auch mit unseren gesundheitlichen
Umständen und Beschwerden älter und unbeweglicher.
Unsere liebe Margarete Bauer, die Vorsitzende des Aussiger Kulturverbandes fand entsprechende Worte und Gedanken,
auch schon an eine. Zeit von Gestern, die wir alle nicht vergessen haben. Frau Brigitte Gottmann, in Schwaden geboren und jetzt in Lüdenscheid wohnhaft, fand ebenfalls
die richtigen Worte. Danach hatte Dr. Zoubek das Wort. Jedes Jahr ist er dabei und auch da wurden Erinnerungen wach bei der Beschreibung der politischen
und gesellschaftlichen Umstände vor der Wende, wo man die Blumen nicht von der Brücke mit dem Elbwasser berieseln konnte.
Wir beteten das Vaterunser in den zwei damaligen Landessprachen zur Zeit der Österreich-ungarischen Monarchie
im ehemaligen Kronland Böhmen.

Danach befestigten wir einen Blumenstrauß an die Gedenktafel auf der Brücke. Die, von den "Mädels" mitgebrachten Blumen aus ihren
Schrebergärten wurden dann den Wellen unserer Elbe übergeben, wissen wir doch auch alle: Alle Wasser Böhmens fließen nach Deutschland.
Nachher humpelten wir zur Pfarrei der katholischen Kirche am Kirchplatz und saßen hier bei
Kaffee und  Kuchen wie es eben so üblich ist und immer war, beisammen.

Viel wurde diskutiert und über weitere Visionen gesprochen, der Pater und Salesianerpiester Benno Benes aus Teplitz sprach menschliche
 Gedanken über das Zueinander gehen von Menschen auf den Brücken des Lebens.

Die Verköstigung spendierte die Pfarrei.
*

Anfang des Massakers von Aussig an der Elbe - Ústí n. L.
Übersetzung von Dipl. Ing V. Horák Ústí n. L.
Bearbeitet fürs Internet K.H. Kralowetz, München
Ein tschechischer Augenzeugenbericht aus dem Ústecký deník - Aussiger Tagblatt vom 8. August 2010
http://ustecky.denik.cz/zpravy_region/20100802_ro_zanikle_vybuch_municni_krasne_brezno.html
 
Zwischen 15.30 und 15.40 Uhr Sommerzeit kam es kurz nacheinander zu zwei Explosionen
Die Einwohner
  in der Stadt haben die Explosionen gehört und eine Rauchwolke hinter Marienfelsen gesehen.
Sie sind deshalb auf die Eduard-Beneš-Brücke gelaufen um mehr zu sehen.

Die Tschechen waren überzeugt, dass die Explosion ein Tat der Deutschen war.

Der
  fatale Zünder des damaligen Pogroms  war wahrscheinlich das wiederholte Geschrei des
Reichsdeutschen
  Georg Schörghuber, auf der zu Schönpriesen zugewandten Brückenseite.

  Er brachte Hochrufe auf Deutschland aus, spuckte auf tschechische Zivilisten und freute sich über die Explosionen.
Er wurde über das Geländer hinuntergeworfen, fiel in die Elbe und als er zum Ufer schwamm, erschossen ihm die Soldaten.
In der aufgeregter Atmosphäre hat gerade das einen Zünder ausgelöst.

Weitere Zeugenaussagen aus dieser Zeitung folgen demnächst!