Wir stehen im Jahr 2007.

Es war an der Zeit, in eine bessere Zukunft zu blicken.

Ich bin Jahrgang 1930, in Aussig-Prödlitz  geboren. In Aussig-Kleische aufgewachsen. Ich habe das Kriegsende 1945 bis 1946 in Aussig an der Elbe im Alter von  15 - 16 Jahren erlebt und durchlitten.
Uns wurde alles geraubt, was wir besaßen. Ich wurde
am 31. Juli 1945  in der Schule an der Schwenkestraße, geschlagen und getreten, nur weil ich eine weiße Armbinde trug, grundlos ausgepeitscht,
nach Raudnitz zur Zwangsarbeit verpflichtet, musste wie ein Hund, die Abfälle die mir von den Tschechen zugeworfen wurden, vom Fußboden fressen.

Aber ich wusste nicht, wofür ich dies Alles erleiden musste.

 

Genauso wie es mir nicht gefiel, für Verbrechen zu büßen, die ich nicht begangen hatte, möchte ich es auch den jungen Tschechen nicht zumuten, für etwas zu büßen, wofür sie gar keine Schuld haben.

Was wäre wohl gewesen, wenn wir nicht vertrieben worden wären?

Der Eintritt in das Jahr 2006 sollte der Beginn zur Versöhnung sein! Aber wie weit sind wir gekommen?

 

Die Jahrgänge meines Alters müssen den ersten Schritt tun. Noch ist es möglich. Geht auf die Nachkriegsgeneration zu und gebt Ihnen die Hand. Es gibt viele, leider nicht Alle, die darauf warten.

 

Hass und Gegenhass führt nie zum Frieden.

Karl Heinz Kralowetz

Zuschriften bitte, an: Heimatfreunde-Aussig <<(hier nur antippen)

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