Ein Besuch in meiner Heimatstadt Aussig a. E. -Ústí n. L. am 4.10.2010
Ein Bericht von K.H. Kralowetz (geboren 1930 in Aussig)
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           Nach einem Jahr wieder in Aussig, musste ich feststellen, dass der Aufschwung unserer Heimatstadt weiter anhält.
Jedoch gibt es noch vieles zu tun und auch zu bemängeln. Beim Fahren mit dem Auto muss man noch immer sehr auf die Schlaglöcher achten.
In wenigen Gaststätten gibt es eine deutsche Speisekarte, obwohl Deutschland nur 20 km entfernt liegt. Gegenüber allen Urlaubsorten
gibt es in hier keine deutsche Zeitungen.
Wenn ein Einheimischer das deutsche Fernsehprogramm haben möchte, muss er nach Sachsen fahren.
In Kleische "Am Hofefeld "- "Na Popluži" waren die Grünanlagen in einem erbärmlichen Zustand.
An den Häusern ist bis auf die Dächer (wurden einmal durch Hagel zerstört) und den Klingelanlagen seit 1933 nichts erneuert worden.
 
Es gibt nun ein Informationszentrum am Marktplatz, das Sie beraten wird. Auch das Trinkwasser ist nun genießbar.
Die Parkmöglichkeiten in der Innenstadt haben sich sehr verbessert.

Die Einkaufszentren sind nun schon auf westlichen Niveau. Die Preise vieler Artikel jedoch auch.
Besonders sind hier das Forum, Kaufland und der Großmarkt Globus und einige andere zu nennen.
Die Übernachtungsmöglichkeiten sind erweitert worden. Es gibt genügend Hotels- und Pensionen.
 
Etwas sehr positives ist, dass Senioren ab dem 70. Lebensjahr Freifahrt auf allen städtischen Verkehrsmittel haben.
Da könnten sich die Stadtwerke von München ein Beispiel nehmen. Auch das Lösen eines Fahrscheines ist bei weiten nicht so
kompliziert wie z.B. in München.
 
Auch die Jugend ist dort noch etwas besser erzogen worden; in den Verkehrsmitteln ist uns mehrmals von Jugendlichen oder jüngeren
Erwachsenen ein Sitzplatz angeboten worden. Das ist in München fast nicht zu erwarten.
Trotz allem, eine Reise nach Aussig lohnt sich, allein schon der herrlichen Umgebung wegen. Hier empfehle ich, den Besuch
der Ferdinandshöhe -Větruše (bald auch mit der Seilbahn erreichbar), die Burg Schreckenstein-Hrad Střekov, das in Zukunft neu errichtete
Stadtmuseum neben dem Stadttheater
und nicht zu vergessen die Tissaer Wände-Tiské stěny.
In unseren Internetseiten "www.heimatfreunde-aussig.de" kann sich jeder ein Bild über die Stadt machen.