Heimatfreunde Aussig

PM. Karl Heinz Kralowetz

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 Das Collegium Bohemicum Aussig - Ústí nad Labem

unter der Leitung von Herrn Dr. Wolfgang Schwarz

 im Rahmen einer Veranstaltungsreihe "gemeinsames Kulturerbe bewahren", in München, im Sudetendeutsches Haus

von Frau Ph.Dr. Kristana Kaiserová und Frau  Dr. Jennifer Schevardo  vorgestellt.

Link zu Collegiun Bohemicum

 
 

Dr. Kristina Kaiserová, Dr. Jennifer Schevardo, Foto K.H. Kralowetz Dez. 2006

 

Die fruehere Richard-Wagner-Schule, heute das Aussiger Museum. Foto K.H. Kralowetz

 

Vorsitzender des Verwaltungsrates des neu gegründeten Collegiums ist der Primator der Stadt Ústí n. L. (Aussig a. E.) Jan Kubata. Unterstützt wird es auch von dem ehemaligen Primator und heutigen Minister Petr Gandalovic.

Wo das Museum nun tatsächlich eingerichtet wird, steht zur Zeit jedoch noch nicht fest, aber es sollte das im Bild dargestellte Gebäude sein.

Pressemitteilung von Herrn Václav Houfek

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Was ist das Collegium Bohemicum?

Die grundlegende Idee des Collegium Bohemicum ist es, die Geschichte des Zusammenlebens von Deutschen und Tschechen in den boehmischen Ländern eingehend zu erforschen und einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. In Zukunft wird das Collegium Bohemicum fuer den genannten Themenkomplex Museum, Archiv, Bibliothek, eine wissenschaftliche Arbeitsstelle sowie ein Ort für kulturelle Veranstaltungen und Begegnung sein. Voraussichtlich Mitte 2008 wird es seinen vollständigen Betrieb aufnehmen.

Das Collegium Bohemicum geht auf die Initiative einiger wissenschaftlicher Einrichtungen der Stadt Aussig (Ústí nad Labem) zurueck. Jahrhunderte lang haben Tschechen und Deutsche in verschiedenen Regionen Boehmens und Mährens zusammengelebt. Die Konflikte, die es zwischen ihnen gab und die teilweise bis in die Gegenwart nachwirken, sind meist gut bekannt. Weitaus weniger wird jedoch darüber gesprochen, dass es in der Vergangenheit auch viel Gemeinsames, Verbindendes und Alltägliches gab. Das Collegium Bohemicum hat es sich zur Aufgabe gemacht, dies ausführlich zu untersuchen und die Ergebnisse auf verschiedenen Wegen der Öffentlichkeit zu vermitteln: mit Ausstellungen, Publikationen, Konferenzen, Vorlesungen und pädagogischen Programmen. In enger Zusammenarbeit mit Partnern in der Stadt organisiert es verschiedene kulturelle Veranstaltungen, die der deutsch­tschechischen Begegnung dienen und ein ausgewogenes Bild vom zeitgenössischen Deutschland vermitteln sollen.

Das Collegium Bohemicum war auch Mitveranstalter einer kürzlich in Aussig abgehaltenen Konferenz mit dem Titel „Auch sie waren dagegen" (1 oni byli proti),

die sich dem Schicksal der sudetendeutschen Antifaschisten nach 1945 widmete.

 

Dr. Kristina Kaiserová

geboren 1957 in Warnsdorf (Varnsdorf), Studium an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität in Prag, Fachrichtung Geschichte - Tschechische Sprache. 1980 Promotion, anschließend bis 1987 Facharchivarin im Bezirksarchiv Tetschen (Dečin). Seit 1990 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Geschichte an der Philosophischen Fakultät der Jan-Evangelista-Purkyně-Universität in Aussig (Ústí nad Labem) und Wissenschaftssekretärin am dortigen Institut für slawisch-germanische Studien. Seit 2006 Leiterin des Instituts. Mitglied der deutsch-tschechischen Historikerkommission und Vorsitzende der Gesellschaft für Geschichte der Deutschen in Böhmen.

 

Dr. Jennifer Schevardo

geboren 1973 in Düren, im Jahr 2000 Abschluss des Studiums der Neueren Geschichte / Wirtscharts- und Sozialgeschichte, Romanische Philologie mit
Schwerpunkt Französisch und Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum; von 2001-2004 Promotion an der Philosophischen Fakultät der Universität
Potsdam, Dissertation über das Thema Vom Wert des Notwendigen: Preispolitik und Lebensstandard in der DDR der 1950er Jahre (Steiner, Stuttgart 2006)
Seit 2005 Robert-Bosch-Kulturmanagerin am Collegium Bohemicum in Aussig (Ústí nad Labem).
 

 Ein Bericht von Karl Heinz Kralowetz, Text entnommen aus der Einladungsbroschüre.

 

Die Initiative nun endlich nach ca. 60 Jahren ein solches Projekt zu starten, wird sicher von vielen Aussigern und Deutschböhmen begrüßt.

 Wäre es aber hier nicht besser gewesen, an Stelle von Frau Dr. Schevardo ein Nachkommen einer Aussiger oder zu mindest einer

 deutschböhmischen Familie für dieses Projekt anzustellen? Nichts gegen die Frau Dr. Schevardo, aber hier fehlt einfach die Beziehung zu Böhmen.

Allein schon störte uns als Aussiger, dass nachdem man sie darauf hingewiesen hatte, in deutsch doch von "Aussig" zu sprechen,

dann aber weiterhin von "Ústí" sprach. War das notwendig? Frau Dr. Kristina Kaiserová hatte immer eine richtige Formulierung gewählt.

Wir begrüßen, dass Frau Dr. Kaiserova hier ihr Wissen mit einbringt und wünschen, dass dieses Projekt gut gelingen möge.

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Wie wir erfahren haben, ist nun an Stelle von Dr. Jennifer Schervardo,  Mgr. Blanka Mouralova gekommen.

Ihr Vortrag bei der Facharbeitstagung der Arge für kulturelle Heimatsammlungen war: 

"Das Museum der Deutschen in Aussig, als Aufnahmeort für sudetendeutsche Heimatstuben ?"

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