Die „Tyssaer Wände" - ein Felsenlabryrinth

Felsenstadt auf einstigem Meeresgrund.

 

 

Die Sandstein-Felsenstadt „Tyssaer Wände" - 613 m ü. d. M. - ist der westlichste Ausläufer der Elbsandsteinfelsen und zugleich mit dem Tafelberg „Tetschner Schneeberg", auch „Hoher Schneeberg" genannt, die touristische Dominante am linken Elbufer - etwa 12 km von der Stadt Tetschen entfernt. Das Gebirge bildete sich am Ende der Kreidezeit vor etwa 100 Millionen Jahren, als das heutige Gebiet Norddeutschlands von Meeresfluten überschwemmt war und dessen Anschwemmungen sich als Sandstein absetzten. Einst eine mit Wald bewachsene Hochfläche wurde durch Erosion, durch Wind, Wetter und vor allem Wasser in den letzten zehn Millionen Jahren weitgehend geformt. Das Gebirge wurde in romantische Schluchten, Täler, Felswände und Türme zerrissen. Dabei lösten sich tausendfältige bizarre Felsgebilde gegenseitig ab. Es entstand ein wahres Paradies für begeisterte Wanderer und Kletterer. Durch die Felsenstadt der Tyssaer Wände führt ein Lehrpfad durch die „Großen und Kleinen Wände". Auf diesem Pfad sind auch jene Felsengebilde bezeichnet, die im Laufe der Zeit treffende Namen nach ihrem Aussehen erhielten: z. B. Elefant, steinerner Pilz, Stiefel Napoleons, Bürgermeister, eingeklemmter Schneider u. a. Ein „rot" markierter Wanderweg führt auf den „Tetschner Schneeberg" - 726 m ü. d. M. Das ist der höchste Gipfel der Elbsandsteinfelsen.

Walter Otto (Aus„ Unser Niederland")

 

 
     

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