Arbesau

 
mit 143 Häuser und 1043 Einwohnern liegt an der Straßenbahn Aussig - Tellnitz, die hier zwei Haltestellen hat, Ortsplatz und Denkmäler. Eisenbahnstation Tellnitz, Post, Pfarre und Schule Kulm. Der ältere Teil des Ortes, Niederarbesau, ist ein slawischer Rundling; Oberarbesau, das am Arbesauer Teiche liegt, ist ein einseitiges Reihendorf mit Hufen. Der stattliche Teich empfängt sein Wasser aus dem Tellnitzbach (Grundbach). Der Ort wird erst spät urkundlich erwähnt (1521, Nerbezawe) und gehörte bis 1580 zur Herrschaft Graupen, von 1580 zu Kulm. Im Jahre 1654 hatte Niederarbesau 11 Bauern, 3 Kleinbauern und 2 Häusler; Oberarbesau 5 Bauern, 8 Kleinbauern und 1 Häusler. Um 1740 wurden bei Arbesau die ersten Kohlenfunde gemacht. 1787 hatten beide Orte 47, 1833  50 und 1921 126 Häuser, Arbesau gewann seit Erbauung der Reichsstraße Teplitz - Peterswald und ihrer Verbindungsstraße mit Aussig in den Jahren von 1803 bis 1817 an Bedeutung, da an der Kreuzungsstelle der beiden Straßen der Aussiger Postmeister Michael Ulbrecht ein Posthaus (Gasthaus mit Stallungen) erbaute, das noch heute den Namen "Zur Post" führt. Die Reichsstraße nach Königswald - Bodenbach wurde 1832 - 1835 gebaut. An der jetzigen Straßenkreuzung fanden im Jahre 1813 sowohl in den Tagen vom 29. und 30. August, als auch am 17. September heftige Kämpfe statt. Zeuge ist das an der Straßenkreuzung stehende Steinkreuz aus dem Jahre 1808. Das Dorf Arbesau brannte bei den Kämpfen größtenteils nieder. Damals hatte es auch noch einen herrschaftlichen Meierhof und zwei Mahlmühlen gegeben. Denkmäler:
1. Das Colloredo-Mannsfeld-Denkmal gegenüber der Post (1825 errichtet),
2. das preußische Denkmal, errichtet 1817, erhöht 1857.  
3. Das Rödergrab in südlicher Richtung vom Colloredo-Denkmal. Östlich von Arbesau liegt der bewaldete Tannichberg. Von der Straßenkreuzung bei der Post hat man eine gute Rundsicht.
Dr. Johann Wende, Direktor i. R., Aussig

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