Böhmisch-Neudörfel,

mit 50 Häuser, 268 Einwohner, Eisenbahnstation, Post und Schule in Karbitz, Pfarrei Kulm (Laurenzikirche), liegt am Raudnei- oder Rotbach am Westabhang des Strisowitzer Berges an der Straße Kulm - Herbitz. Der Ort hieß ursprünglich Ujezd und wird erstmals 1186 erwähnt. Um 1570 wird der allzu häufige slawische Name in Böhmisch-Neudörfel geändert. Im 16. Jahrhundert wohnte hier eine Familie "von Duppau". Der Karbitzer Chronist Barthel Habel berichtet, dass Otto Kölbl von Geysing auf Kulm deren Besitz erwarb, mehrere Bauerngüter dazu kaufte und den Meierhof gründete. (1562).

Ansichtskarte von Böhmisch Neudörfel, Bez. Aussig an der Elbe

Das schmale Gemeindegebiet weist in allgemeinen große Meierhofsfelder, aber wenig Bauernland auf. Der Ort ist ein Rundling und hatte 1654 10 Kleinbauern und einen Feldgärtner.
Von der Schlacht bei Kulm war der Ort nur wenig betroffen. Von Böhmisch-Neudörfel her unternahm Colloredo-Mannsfeld am 30. August 1813 seinen Vorstoß gegen die Franzosen. Am Nordrand von Böhmisch-Neudörfel fuhr die Brigadebatterie der österreichischen Brigade Kolb auf und beschoß die Artillerie der französischen Division Dumonceau.
Zu Böhmisch-Neudörfel gehört der Ortsteil Bärenhecke, Laurenzikirche und Petrischacht. Die Einwohner sind Bauern und Arbeiter.                                                                                                                                            Dr. Franz Josef Umlauft, Studienrat, Aussig

Laurentius-Kirche in Böhmisch Neudörfel eingeschickt von Gertrud und Eduard Brosche

Laurentius-Kirche

 

 
 

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