Bohna,

mit 16 Häuser und 77 Einwohnern, Eisenbahnstation Tellnitz, Post Aussig-Pockau, Pfarre Gartitz, Schule Johnsdorf, liegt am Straßenzug Johnsdorf - Bohna im kesselartigen Geländeverbruch hier zusammenlaufender Quellrinnen, die ihr Wasser aus dem Druckgebiet unterhalb des Beerhübels (391 m) erhalten und sich zum Bohnaer Bächlein vereinen.
Ursprünglich slawischer Rundling, mutmaßlich aus dem letzten Drittel des 12. Jahrhunderts, der - weil andere slawische Flurnamen fehlen - sehr bald von Deutschen übernommen worden sein muß.
Flurbezeichnung: Berberich (1569), Hopfenberg und Hopfengarten, Überschar, Vogelherd, Weingarten u. a.
In frühester Zeit zum Johannitergute Prödlitz gehörig, kam der Ort im Jahre 1547 an die Kölbel von Geising, nach deren Güterenteignung um 1623 an den kursächsischen Hofmeister Christoph von Kürbitz und nach dessen Abwanderung (1627) an den kaiserlichen Oberst, Alexander von Bleileben, der ihn mit seinem Gute Schöbritz vereinigte.
Im 30-jährigen Kriege wurde das Dörfchen arg mitgenommen. 1654 hatte es 10 Häuser ( 6 Bauern, 3 Kleinbauern, 1 Häusler). In den Kriegen der Mariatheresianschen Zeit war es 1745 Lagerort österreichischer 1756 solcher preußischer Truppen.
Vom Fahrwege nördlich des Ortes genießt man einen lieblichen Ausblick auf die Kuppen und Höhenzüge des Mittelgebirges. Die Dorfkapelle wurde 1907 erbaut.

Emil Richter, Oberlehrer i. R., Aussig-Schreckenstein

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