Gatschken, (Alt-Gatschken)

 
Dorf mit 59 Häuser und 350 Einwohner, zur Kath. Gemeinde Groß-Kaudern gehörig. Eisenbahnstation, Post, Pfarre und Schule Aussig, liegt auf der südlichen Höhe des Ziegenberges, der auch großer Brand (422 m) genannt wird. Dieser ist der westliche Ausläufer des Winterleiterrückens (450m), während der kleine Brand (400 m) sein nach Südosten gerichteter Sporn ist, auf dem die "Alexander-Erben-Warte" errichtet ist. Gatschken ist kein altes Bauerndorf.
Der Name des Ortes dürfte von einer Koseform des Namens Katharina abzuleiten sein. Urkundlich wird es 1528 zum ersten Male genannt.
Im 16. Jahrhundert galt es  als ein Zugehör zu Doppitz. Um das Jahr 1568 dürfte es an Leopold Klöppel von Geysing gekommen sein, der 1584 "auf Gratschen" saß, und war später als ein Zugehör zum Gütel Groß-Kaudern ein Bestandteil der Herrschaft Schöbritz.
1787 hatte es nur 17 Nummern, 1887 43 Häuser mit 206 Einwohner. Eines der ältesten Häuser des Ortes dürfte Nr. 5 sein, das die Jahreszahl 1789 trägt.
Im Jahre 1928 wurde der sogenannte "Haftsteinhübel" (unterhalb des Gasthauses "Zur Wilhelmsruhe", das nach Ziebernik gehört!) abgegraben und dadurch die Steigung der Straße vermindert. Hier sind seit 1924 zu beiden Seiten der Straße Villen entstanden. Die Flur unterhalb der Zieberniker Straße heißt "Im Weingarten".
Nahe dem Dorfe Ziebernik, aber noch auf Gatschkener Grund, wurden zwei große Eisenbahnhäuser errichtet.

Dr. Franz Josef Umlauft, Studienrat; Aussig

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