Die Geiersburg,

liegt oberhalb des Dorfes Hohenstein an der scharfen Kehre der alten Geiersbergstraße. Sie war bis zum Jahr 1900 ein Trümmerhaufen, überwuchert von Gestrüpp und Brombeerranken. Den rührigen Zweigvereine Mariaschein des Teplitzer Gebirgsvereines ist es zu danken, daß die verfallene Burg wieder zugänglich und dem Wanderverkehre erschlossen wurde. Sie ist zu Anfang des 14. Jahrhunderts erbaut worden.
Otto von Bergau erhielt sie um das Jahr 1315 vom König Johann als Lehen. Von 1330 bis 1421 gehörte sie zum Bistum Prag. In den folgenden Jahren bis 1430 war sie in den Händen des hussitischen Parteigängers Rüdiger von Polenzk, dann des hussitischen Bandenführers Jakoubek von Wrschesowitz, in dessen Familie sie bis 1520 verblieb, in welchen Jahre Bernhard Glatz von Althof die Herrschaft Geiersburg kaufte.
Dessen jüngster Sohn, namens Siegmund, soll im Jahre 1526 die Burg durch einen
unvorsichtigen Büchsenschuß in Brand gesteckt haben. Seitdem liegt sie in Trümmern. Die Herrschaft verlegte dann ihren Sitz nach Sobochleben.
Im Kriegsjahre 1813 fanden bei der Geiersburg am 10. September heftige Kämpfe statt, wobei die Ruine bald den Franzosen, bald den Verbündeten als Stützburg diente.
Von der Burg aus eröffnet sich dem Besucher ein herrlicher Ausblick auf die Talebene zwischen   dem Erz- und Mittelgebirge.

Schrifttum: G. Simon, B., 1921, S. 157 ff.   ----- Dr. Franz Josef Umlauft, Studienrat, Aussig

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