Habrowan,

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Ansichtskarte von Habrowan, Bez. Aussig an der Elbe
mit 49 Häuser, 248 Einwohner liegt an der Straße Groß-Tschochau - Radzein - Dubitz am Radzeiner Bach (Potokbach), nächste Eisenbahnstation Schima, Radzein, Groß-Tschochau, Post Groß-Tschochau, Pfarre Schima, Schule im Orte. Höhenlage 240 m. Aus der Bezeichnung des Baches "Potokbach" (potok heißt Bach) schließt man, daß das Dorf an der deutsch-tschechischen Sprachgrenze lag. In alter Zeit war es ein Teildorf, das zum größten Teile zum Teplitzer Nonnenkloster und bloß mit einem Bauernhofe zur Feste Stolitschka bei Malhostitz gehörte. Der seit 1804 aufgeteilte Meierhof , auf dessen Grunde 13 neue Anwesen entstanden, hieß "Die Burg". 1512 gehörte Habrowan zur Herrschaft Teplitz und hatte 1561 außer dem Meierhofe 7 Anwesen. 1592 wurde Habrowan an Friedrich von Bila aufGroß-Tschochau verpfändet und 1602 an Nikolaus Hochhauser auf Hlinai verkauft. Im Jahre 1654 gab es Im Orte 4 Bauern, 13 Kleinbauern und 2 Gärtner; 3 Häuser waren unbewohnt. Die Schule wurde 1875 erbaut. Die bis 1904 zu Habrowan gezählte Peliken-Mühle, die an der Kreuzung der alten Landstraße Hlinai - Schima mit der Tschochauer - Habrowaner Straße versteckt im Tale des Protok liegt,  gehört jetzt zu Staditz. Sie wurde auch Tschotschkenmühle genannt. Die drei dabei gelegenen Häusel bekamen nach einem Russen, der sich nach der Schlacht bei Kulm ansiedelte, den Namen Russendörfel. Außer dieser Mühle gipt es auch noch eine in Habrowan (Manschura-Mühle). Südlich von Habrowan erhebt sich der bewaldete Ratschenberg (322 m) eine vorgeschichtliche Burgstätte, und östlich die Hora (498 m)
 

Dr. Franz Josef Umlauft, Studienrat, Aussig.

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