Klein-Priesen

mit 109 Häusern, 781 Einwohner, liegt am rechten Elbufer nur wenig oberhalb der Mündung des Kreuzbaches in den Strom, Eisenbahnstation der Nord-West-Bahn und der Lokalbahn Groß-Priesen - Auscha, Dampfschiffstation Pömmerle, Schnittpunkt des Straßenzuges Groß-Priesen - Tetschen und Klein-Priesen - Saubernitz, Post Groß-Priesen, Schule im Orte, Pfarre Waltirsche. Das Dorf breitet sich am Fuße des dunkelwaldigen Lerchenberges, eines Essexitstockes von 456 m Höhe aus, der die westliche Abfallkuppe des Hohen Zinken (684 m) darstellt. Ansichtskarte von Klein-Priesen, Bez. Aussig an der Elbe

Eine steile Furche zwischen den "Vierzehn Bergen" und dem Sporn des Tscherlaken ermöglicht den Aufstieg zu der beckenförmigen Hochfläche vor dem Zinken.

Landwirtschaft mit ansehnlichen Obstbau, Gewerbe, Schiffbau.
Slawischer Rundling (16 Bauern, 9 Kleinbauern) aus dem 9. bis 10. Jahrhundert, mit geringem Häuselzuwachs seit Ausgang des 17. Jahrhunderts. 1654  24 Häuser; 1787  38 Nummern. Vorwiegend slawische Flurnamen; der Ortsname abgeleitet aus tschechisch breza = Birke. Kleine Ortskapelle aus dem Jahre 1704. Das Dorf kam vor 1178 durch Schenkung des Edelmannes Hrosnata Kraushaar an den Johanniterorden, wurde noch vor Ablauf des 12. Jahrhundert Kronbesitz, geriet nachher zum Burgbesitze Warta (seit 1548 vereint mit dem Gute Schwaden) und wurde bei Teilung des letzteren Gutes (1568) Bestandteil des neugeschaffenen Gutes Tatschow, das nach 1603 an Rastuslaw Kinsky auf Teplitz kam. Es verblieb bei der Herrschaft Teplitz bis zum Jahre 1843 und gelangte dann durch Ankauf an die Herrschaft Groß-Priesen - Sahorschan

Im Dreißigjährigen Kriege wurde das Dorf arg verwüstet.

Emil Richter, Oberlehrer i. R., Aussig-Schreckenstein

Dieses Bild wurde uns von Nadine Specht zugesandt

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