Klein-Tschochau,

mit 20 Häuser, 78 Einwohner, liegt an der Straße, die von Topkowitz über Prosseln, Klein-Tschochau nach Böhmisch-Pockau führt. Eisenbahnstation und Post Toppkowitz, Pfarre und Schule Böhmisch-Pockau.
Das Dörfchen liegt am Kohlengrundbach, einem der Querbäche, die den Finzebach bilden, der bei Topkowitz in die Elbe mündet. Die Grundstücke des Dorfes grenzen östlich und nordöstlich an den Tetschner Kreis.
Die Bevölkerung ernährt sich von Landwirtschaft, Viehzucht und Obstbau. Besonders der Futterbau wird hier sehr gepflegt. Die Bauern haben daher eine hohe Milchleistung zu verzeichnen.
Der Mittelpunkt des alten Runddorfes war dort, wo heute das Dorfglöcklein hängt (bezw. hing).
1561 gab es in Klein-Tschochau nur 6 Bauern, 1654  13 Haäuser (5 Bauern, 1 Kleinbauer, 1 Gärtner, 6 Häusler).
1713 zählte das Dörfchen 13, 1787  17 und 1887  19 Häuser. In Klein-Tschochau liegt auch die ehemals zu Böhmisch-Pockau gehörige Herrenmühle. Der Name deutet darauf hin, daß es ehemals eine herrschaftliche Mühle war. Die Gründung des Ortes ist spätestens in das 12. Jahrhundert zu verlegen. Jedenfalls gehörte es schon um 1164 zu dem Benektinerinnenkloster in Teplitz, ging nach 1434 an die Teplitzer Herrschaft über, bei der es bis 1848 verblieb.
Schrifttum: B. V, 117; AJ. II, 74; IV, 50

Dr. Franz Josef Umlauft, Studienrat; Aussig

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