Neuhof,

             
mit 32 Häuser, 138 Einwohner, katholische Gemeinde Peterswald, Eisenbahnstation Thyssa - Königswald, Post, Pfarre Peterswald, Schule Raiza am Fahrwege Peterswald - Neuhof - Raiza, liegt nahe der sächsischen Grenze in einer rings vom Wald bestandenen Talweitung des vom Oberwalder Höhenrande herabspringenden Loschebaches, der hier die Grenze zwischen den Glimmerschiefern des Erzgebirges und den Kreidesanden des Elbesandsteingebirges bildet. (Fundorte fossiler Miesmuscheln,)
Landwirtschaft nur Nebenbetrieb der als Fabrik- oder Waldarbeiter und Ziegeldecker beschäftigte Bewohner.
Das Dorf wurde erst im Jahre 1822 von der Grundherrschaft Schönwald durch Zuweisung von Baustellen an Untertanen auf der bis dahin ertragslosen, mit Heidekraut bestandenen Flur "Bienhof" gegründet, die zum obrigkeitlichen Meierhof Hungertuch gehörte.
Diese Flur hat ihren Namen von einem zu Peterswald gehörigen bäuerlichen Zeidelgütchen erhalten, dessen bienenwirtschaftlicher Betrieb noch 1607 und 1611 beurkundet wird.
Für die Sage, daß der Ort im Jahre 1818 von Zigeunern besiedelt worden sei, ist kein Anhalt vorhanden.
Naher Aussichtspunkt der Tetschner Schneeberg (701 m) mit wundervoller Aussicht weit nach Sachsen und Böhmen hinein.
Schrifttum: B. X, 108,; XIII, 124 ff.

Ortsverzeichnis

Emil Richter, Oberlehrer i.R., Aussig - Schreckenstein