Suchei,

mit 26 Häuser, 110 Einwohner, liegt an der Straße von Stöben nach Groß-Tschochau nächste Eisenbahnstation und Post Groß-Tschochau, Pfarre und Schule Stöben, Seehöhe 338 m. Suchei ist seiner Anlage nach ein deutsches Waldhufendorf, das ganz regelmäßig angelegt worden ist. Die Flurkarte zeigt auf der einen Seite 5, auf der anderen 7 kurze Hufen. nach Heinrich Lipsers Grundbuchforschungen hatte Suchei vor dem Dreißigjährigen Kriege 3 ganze Bauerngüter, 8 halbe Güter und ein Viertelhufe. Den Namen hat das Dorf von der Flur ,,Auf der Suchei" zwischen Habrowan und Suchei, eine Benennung, die sich wohl aus der Bodenbeschaffenheit ergab. (Tschechisch, suchy = trocken).

Ansichtskarte von Suchei, Bez. Aussig an der Elbe

Dies war wohl auch die Ursache, daß man diesen Ort als das ,,dürre" Suchei von dem Teplitzer Suchei unterschied. Die Anlage ist in die zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts zu verlegen.
Urkundlich wird Suchei 1397 genannt, als ein Petermann Petzka sein Gut zu Suchei an Buschek von Sulewitz verkaufte. Seit 1584 ist Suchei bei der Herrschaft Hlinai. Nach der Steuerrolle 1654 gab es im Dorfe 4 Bauern, 7 Kleinbauern und ein Häusler.
1787 hatte es 19 Nummern. Die Bewohner sind in der Hauptsache Landwirte. Die Ortskapelle wurde 1872 erbaut, weil das Dorf im Zeitraume von 40 Jahren viel durch Feuer zu leiden hatte.

Dr. Franz Josef Umlauft, Studienrat, Aussig

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