Wittine,

mit 19 Häusern, 95 Einwohnern, Eisenbahnstation Klein-Priesen der NWB. und der Lokalbahn Groß-Priesen - Auscha, am straßenartigen Fahrwege Wittine Großzinken, Post Groß-Priesen, Pfarre Tischlowitz, Schule im Ort. Das Dorf liegt im Ostabfall des Lerchenberges an der Randfläche des vom "Küppel" (504 m) abfallenden Kammes der ,,Vierzehn Berge".
"Das ringsum befindliche Gelände stellt ein geologisch wertvolles Gebiet dar, weil die den tephritischen Schmelzflüssen (Esseriten) des Tertiärs entströmenden Gase die umliegenden Kreidemerkel in verschiedenartige Ganggesteine umgeändert haben, unter welchen sich besonders Hornblende bemerkbar macht.
Landwirtschaft mit einigen Obstbau, Fabrikarbeiter. Im 9. oder 10. Jahrhundert entstandenes Runddorf eines Veit. Ausgangs des 14. Jahrhunderts zur Burg Warta gehörig, kam es nach Teilung des Elbbesitzes der Salhausen (1568) an das neugeschaffene Gut Taschow und bei dessen Übergang an Rastislav von Kinsky auf Teplitz an das Gut Sahorschan, bei welchem es bis 1848 verblieb.
Vom Dorfe selbst genießt man einen wunder vollen Ausblick auf das Elbetal von Aussig bis Tetschen, ebenso von der Höhe des "Küppels" und Lerchenberges. Eine weit umfassendere Aussicht bietet sich vom nahen Zinkenstein aus bis zum Riesengebirge, bis Prag und im Westen über das Duppauer Gebirge hin bis zu den Ausläufern des Böhmerwaldes.
schon Alexander von Humboldt rühmte den Ausblick als einen der schönsten des Erdballes.

Schrifttum: Verstreute Notizen AHK. I - 97, II - 161, III - 107. Emil Richter, Oberlehrer i. R., Aussig-Schreckenstein

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