Leserbriefe und Berichte

   
 

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  Eine Übersetzung aus der Aussiger Zeitung    
  http://zpravy.idnes.cz/nasel-se-mrazak-v-nemz-za-valky-zemreli-reznici-frc-/domaci.asp?c=A070518_090232_domaci_cen
  von Jiři Vorlíček.    
 

 

Die Aussiger Archäologen stießen bei den Ausgrabungen auf die Überreste eines Kühlraumes, in welchem 1945 siebzehn Fleischer um das Leben kamen. Die gefundenen weißen Kacheln sind Reste der früheren Großfleischerei Houdek.
In Aussig wird jetzt erwogen, ob diese Tragödie nicht ein Denkmal mahnen würde.

Dieser Kühlraum diente zeitweise auch als Deckung vor den Fliegerangriffen. Als am 19. April 1945 die Sirenen ertönten, liefen Houdek’s Arbeiter eben hierher. Der Kühlraum, welcher in Beton eingegossen war, wirkte verlässlich und blieb auch unbeschädigt, obgleich die Fleischerei einen Volltreffer von einer Splitterbombe bekam. Die Leute in dem Kühlraum kamen um das Leben durch Erstickung von dem Ausbruch des Ammoniak’s  aus der zerstörten Kühlanlage. Von den siebzehn Menschenopfern waren acht Tschechen und den Rest ergänzten Belgier und Franzosen. Es waren junge Männer, welche im Rahmen des Totaleinsatzes nach Aussig verschleppt waren. Die Toten wurden nach dem Fliegerangriff aus den Trümmern geborgen.  

   

       
       
  Hauptversammlung des Hilfsverein Aussig e. V. München.    
     

  Am Samstag den 23. September 2006, nach halbjähriger Verspätung, fand nun die  Hauptversammlung  des Vereins statt.
  Der Vorsitzende Günter Gierschik verlas den Jahresbericht des Jahres 2005. Eine Entlastung des jetzigen Vorstandes erfolgte ohne Einspruch der anwesenden Mitglieder.
  In einer Gedenkminute gab Herr Günter Gierschik die Namen der Verstorbenen des Jahres 2005-2006 bekannt. Herr Josef Wallner berichtete über die Kassenprüfung. Es ergab keine Beanstandung.
  Die Neuwahl des neuen Vorstandes erfolgte nach Akklamation.
  Folgende Mitglieder wurden in den Vorstand wiedergewählt:
  Herr Franz Aubrecht, Herr Josef Dietze, Herr Günter Gierschik, Herr Heinz Gierschik, Frau Maria Hacker, Herr Karl Heinz Kralowetz,
  Frau Maria Kudernatsch, Herr Franz Matzke, Herr Adolf Wilhelm Perner, Frau Lore Schretzenmair, Herr Horst Prowinsky,
  Herr Heinrich Wende, Herr Walter Zechel.
  Da nun die Erlebnisgeneration der Vertreibung immer mehr schrumpft, keine jüngeren Mitglieder nachkommen, steht nun den neu gewählten Vorstand vermutlich die Liquidation des Vereins  im Jahr 2007 - 2008 bevor. Fast sechzig Jahre hat der Verein seine Landsleute aus dem Bezirk Aussig an der Elbe betreut, in seiner Heimatzeitschrift dem "Aussiger Boten" aus der Heimat berichtet, Brauchtum gepflegt, die Verstorbenen geehrt, Geburtstage veröffentlicht. Nach der Liquidation des Vereins muss leider auch der "Aussiger Bote" seine Arbeit einstellen.  

  Die von dem Verein gesammelten Bücher, Urkunden, Land- und Ansichtskarten sowie Erlebnisberichte der Vertreibung wurden bereits dem Sudetendeutschen Archiv in München, Hochstraße übergeben. Hier können diese Sachen weiterhin angesehen werden.  
  Die von mir in mehrjähriger Arbeit erstellten Internetseiten vom Hilfsverein Aussig werden später in meiner eigenen Homepage www.heimatfreunde-aussig.de weiter bestehen. Hier können Sie uns weiterhin Berichte und Fotos zusenden.  
  Wir hoffen weiterhin auf die Mitarbeit von Herrn Petr Vorlíček aus dem heutigen Ústí nad Labem - Aussig an der Elbe der uns bisher die schönsten Bilder aus der Heimat geschickt hat.  
 

Karl Heinz Kralowetz

 
 

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Sehr geehrte Damen und Herren des Vereins,

ich trete auf diesem Wege mit einer Bitte an Sie heran und hoffe, dass diese erfüllt werden kann.

Meine Familie väterlicherseits und somit meine Großmutter Martha Weigel geb. Franz am 28.11.1919 stammen aus Biela, bzw. Tetschen Bodenbach. Nach der Vertreibung kam sie nach Magdeburg- Ottersleben. In Magdeburg hat sie auch bis zu Ihrem Tode gelebt. Da sie sehr an der Heimat hing hat sie uns oft ihre Erinnerungen an die schöne Zeit dort erzählt und miterleben lassen. Leider auch die furchtbare Zeit der Vertreibung. Kein Mensch kann sich wirklich vorstellen, wie grausam diese Zeit für die Vertriebenen war.  Diese Dinge wollte oder konnte mir meine Oma nicht erzählen, da dies wohl sehr traumatisch war. Erst durch eigene Nachforschungen bin ich auf  die erschütternden Erlebnissberichte im www gestoßen.

Die Generationen, welche dies noch miterlebten sterben nun so langsam aus.

Meine liebe Omi hat am 09.07.2006 für immer Ruhe gefunden. Dies ist eigentlich auch schon meine Bitte. Vielleicht können Sie Ihren Namen und Daten in der Gedenkstätte einfügen. Es wäre mir ein Bedürfnis, da ich weiß, dass ihr Herz immer an der Heimat hing.

 
Vielen Dank
Mit freundlichen Grüßen aus Magdeburg
Kerstin Weigel
   
 

Berichte im Aussiger Boten.

   
  Mit Entsetzen muss man immer wieder feststellen, wie viele negative Artikel in dem Boten erscheinen. Man sollte doch nun endlich mal die Realität betrachten und nicht immer von den schlechten Seiten in Aussig berichten.    
  Es gibt so viel Neues und Erfreuliches. Leider gibt es in diesem Verein keinen jungen Geist.    
  Im Boten vom Juli wird unter "Aussig 2006" von Steinpyramiden  und den scheußlichen Glaskästen berichtet. Von den modernisierten Theater, das unmöglich ist.    
  Hat der Verfasser dieses Artikels nicht selbst mit dem Bau zu tun gehabt, um zu wissen, wo gehobelt wird, fallen Späne. Vielleicht schaut er  mal in seiner jetzigen Wohnort München nach, was in den letzten Jahren an Glaspalästen und anderen Scheußlichkeiten entstanden sind..    
  Ein Architekt hat mir einmal erklärt, dass es in der Architektur immer Epochen geben muss, die sich von den vorherigen unterscheiden. So nun auch in Aussig. Wären wir noch dort, wäre es nicht anders.    
  Dass der Verfasser den Weg oder die Straße zur Ferdinandshöhe nur schwer gefunden hat, zeigt, dass er seine Heimatstadt schon nicht mehr richtig kennt. Auch, dass das Elbetal nur im Mai schön ist, stimmt nicht. Der Herbst mit seinen farbigen Blätter gibt dem Elbetal einen besonderen Reiz.    
  Der Satz "es könnte gestohlen werden. Armes Aussig" zeigt, dass er die Verbrechens-Statistik von München nicht kennt. Hier könnte man auch sagen, armes München.    
  Dieser Artikel im Boten ist zynisch und überflüssig gewesen.  G.K.M.    
       
 

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Sehr geehrter Herr Kralowetz,
 

 
 

heute habe ich die HP der Heimatfreunde-Aussig besucht.
Dabei stieß ich auch auf die Seiten von Josef Skrabek.

 
 

Ich will Herrn Skrabek in keiner Weise absprechen, daß es ihm ehrlich um
eine Annäherung von Tschechen und Deutschen geht. Er schreibt eben das, was
er weiß, und verschweigt das, was er nicht weiß oder verschweigen will.

 
 

Ich war ziemlich schockiert, in Ihrer HP Seiten zu finden, auf denen der
Autor dem deutschen Leser die tschechische Sicht der Geschichte vor Augen
führt und vor allem unsere Vertreibung mit dem illegalen Grenzübertritt von
Tschechen während des Kommunismus in einem Atemzug nennt.

 
  Skrabek  tut ja so, als müssten wir uns bei den Tschechen noch bedanken, dass
wir in Viehwaggons über die Grenze transportiert wurden und nicht unter
Lebensgefahr hinüber schleichen mussten.
 
  Daß Sie in Ihrer HP eine solche Meinung veröffentlichen, empört mich.  
  Ganz klar möchte ich Sie daran erinnern: Vertreibungen, von wem auch immer
durchgeführt, sind völkerrechtswidrig sowie ein Verbrechen gegen die
Menschlichkeit und können durch kein vorangegangenes Verbrechen
gerechtfertigt werden.
 
  Wenn Sie schon Tschechen das Wort in Ihrer HP erteilen, dann sollten Sie
sich Persönlichkeiten aussuchen, die sich in unserer gemeinsamen Geschichte
wirklich auskennen und nicht nur so daher schreiben wie Skrabek.
Veröffentlichen Sie doch Texte von Emanuel Mandler, Jan Mlynarik, Tomas
Stanek oder Dolesal.
 
  Skrabek beschäftigt sich auch mit den sudetendeutschen Sozialdemokraten.
Leider ist in seinen Seiten aber nicht zu lesen, wie sich die
tschechoslowakische Regierung nach Kriegsende ihnen gegenüber verhalten hat.
Der große Sozialdemokrat Alois Ullmann, der aus Aussig
stammte, würde sich im Grab umdrehen, wenn er lesen müsste, das in der HP
seiner Heimatstadt ein Tscheche die Leiden der Sozialdemokraten, die diese
in der Tschechoslowakei nach Kriegsende erdulden mußten, einfach
verschweigen kann.
 
  Kann es sein, daß Sie selbst darüber wenig oder gar nichts wissen?  
  Ich lade Sie ein, unsere HP zu besuchen, um Ihre Wissenslücken zu schließen.  
  www.egerer-landtag.de  
  Hier können Sie unter dem Punkt Geschichte die Datei Vertreibung anklicken.
Unter 4. finden Sie Einschlägiges über die Behandlung und die Vertreibung der Sozialdemokraten.
 
  Mit freundlichen Grüßen
Edith Bergler