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Österreichischer Bundespräsident Van der Bellen zu Besuch in Tschechien erwartet

Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen wird am Montag zu Besuch in Tschechien erwartet. Er wird mit dem Zug aus Wien nach Prag kommen. Am Hauptbahnhof wird Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) das österreichische Staatsoberhaupt begrüßen. Thema der Gespräche sind die Verkehrsinfrastruktur und die wirtschaftliche Zusammenarbeit. Mit seinem tschechischen Amtskollegen Miloš Zeman trifft Van der Bellen am Dienstag zusammen. Zeman hatte bei der österreichischen Präsidentenwahl noch Van der Bellens Gegner, Norbert Höfer, offen unterstützt. Die beiden Staatsoberhäupter nehmen am Dienstagnachmittag am tschechisch-österreichischen Wirtschaftsforum teil.
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Jeder Abgeordnete und Stadtrat sollte einmal eine Woche nur auf den Rollstuhl angewiesen sein.
Dann wäre es für die Behinderten sicher bald besser.

Mittwoch, 28. Juni 2017

19.00 Uhr

Vladimír Holan – Poesie und Musik

Věra Koubová und Urs Heftrich lesen Texte aus vier Schaffensphasen Holans, begleitet von dem Pianisten Gilead Mishory mit Werken von Holans Lieblingskomponisten Mozart und Janáček.

München, Kulturforum/Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8

Der Abend ist dem Andenken des tschechischen Dichters Vladimír Holan (1905–1980) gewidmet, der seinen dichterischen Weg im Zeichen des Poetismus begann.
 Nicht zuletzt unter dem Einfluss der Dichtungen Rilkes, die er ins Tschechische übersetzte, entwickelte sich zum prononciertesten Vertreter einer tschechischen poésie pure.
 Aufgrund der Okkupation seiner Heimat wurde Holan zum leidenschaftlichen Ankläger dieser nationalen Tragödie und unter deren Eindruck später zum begeisterten Sänger der Roten Armee,
die die Befreiung brachte. Seine Enttäuschung über die Entwicklung nach der Machtergreifung der Kommunisten 1948 kommt in seinem Poem Nacht mit Hamlet zum Ausdruck, dem Werk,
das ihn im Zuge des Prager Frühlings auch außerhalb der Tschechoslowakei als Schöpfer großer, dissonant-mehrstimmiger Kompositionen in tragischer Tonart bekannt machte.
Von Reiner Kunze wurde es 1969 kongenial ins Deutsche übertragen.

Für Václav Havel war er „ein großer poetischer Zauberer“, für Hans Magnus Enzensberger, der ihn noch persönlich kennenlernte, ein „urromantischer Dichtertyp“.
 Noch heute findet man Holans Gedichte als Graffiti auf den Mauern von Prag. Er ließ sich auch gern durch Musik inspirieren, seine Lieblingskomponisten waren Mozart und Janáček.

Sein Gesamtwerk erscheint nun in einer auf 14 Bände angelegten kommentierten Ausgabe in deutscher und tschechischer Sprache von Professor Urs Heftrich und Dr. Michael Špirit.

Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins in Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum München.

Urs Heftrich,

geb. 1961 in Freiburg, lehrt seit 2001 Slawische Literaturwissenschaft an der Universität Heidelberg. Er ist Übersetzer russischer und tschechischer Lyrik ins
 Deutsche. 2012 erschienen in seiner Übersetzung erstmals vollständig Holans Mozartiana. Für die Übertragung von Josef Čapeks Gedichten
aus dem KZ erhielt er 2016 die Karel Čapek Medaille.

Věra Koubová,

geb. 1953 in Klobouky bei Brünn, lebt als Übersetzerin, Rundfunkautorin und Kunstfotografin (Sterbliche – Unsterbliche, 2001) in Prag.
Für ihre Übersetzungen (Peter Handke, Franz Kafka, Friedrich Nietzsche, Franz Wurm, u.a.) erhielt sie 2013 den Preis Magnesia litera. 2015 übertrug sie
Vladimír Holans späte Sammlung Dem Asklepios einen Hahn ins Deutsche.

Gilead Mishory,

geb. 1960 in Jerusalem, lebt seit 1984 in Deutschland und ist seit 2000 Professor für Klavier an der Musikhochschule Freiburg.
Er nahm als erster das gesamte Klavierwerk von Leoš Janáček auf und vertonte u.a. Texte von Celan, Chagall, Gogol, Lasker-Schüler und König David. 2012 erschien bei Neos die CD Psalm –
 Fugitive Pieces – Psalm
mit eigenen Kompositionen, 2014 seine Einspielung von Debussys Préludes.

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Das ist auch München
Um 20.00 Uhr eine Parkgebühr für 24 Stunden in eine MVV Parkgarage bezahlt,
zwei Fahrscheine gelöst, nach 14 Stunden bei Abholung eine Androhung von 30 Euro bei Wiederholung an der Windschutzscheibe.
Das nennt man Kundendienst!!!!


"Sudetoněmečtí sociální demokraté
Die sudetendeutschen Sozialdemokraten“

 „Sudetoněmečtí sociální demokraté – Die sudetendeutschen Sozialdemokraten“ heißt eine Ausstellung, die ab Freitag, 30. Juni, um 10 Uhr im Foyer des Landratsamts Groß-Gerau (Hessen) zu sehen sein wird. Dabei kooperiert die Kreisverwaltung mit dem Kreisverband Groß-Gerau des Bundes der Vertriebenen (BdV). Die Wanderausstellung lässt auf 39 Tafeln die Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokraten Revue passieren. 

Der Weg führt von den Anfängen der Arbeiterbewegung in Böhmen, Mähren und Schlesien Mitte des 19. Jahrhunderts über die Bedeutung der 1919 gegründeten Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik (DSAP) bis hin zur Treuegemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten im Exil während der NS-Diktatur. Sozialdemokraten waren dem Terror des NS-Regimes ausgeliefert, viele wurden für ihre politische Überzeugung verfolgt, verhaftet, ermordet. 

Im Jahr 1951 trat die Seliger-Gemeinde als „Gesinnungsgemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten“ die Nachfolge der DSAP in Deutschland an. Namensgeber war der erste Vorsitzende der DSAP, Josef Seliger. Zur Ausstellung gehört ein zweisprachiger Katalog. Er zeigt den Erfahrungsschatz der sudetendeutschen Arbeiterbewegung auf. Dabei hebt er insbesondere vier Personen hervor: Josef Seliger, Ludwig Czech, Wenzel Jaksch und Volkmar Gabert. Lesen Sie hier mehr.

Geschichtswettbewerb: Landessieger in letzter Minute 

Fuldabrück/Edermünde (Hesen): Das war knapp! Drei Minuten vor Abgabefrist war der letzte Punkt gesetzt – Raphael Weiß aus Fuldabrück (17) und Jonas Vaupel (18) aus Edermünde schickten ihre Ausarbeitung an den Ausrichter, die Körber-Stiftung in Hamburg. 

Die Stiftung hatte im September 2016 zum Thema „Gott und die Welt“ einen bundesweiten Schülerwettbewerb ausgeschrieben. Über 5000 Schüler nahmen bundesweit daran teil. Aus Hessen wurden 83 Beiträge eingereicht darunter auch der von Raphael und Jonas, Schüler am Friedrichsgymnasium in Kassel. Ihre Ausarbeitung mit dem Titel: „Vertriebene und Katholische Kirche in Kassel. Eine Brücke zwischen alter und neuer Heimat in der Nachkriegszeit“ wurde nun von der Jury als beste Arbeit zum Landesieger Hessen gekürt. Lesen Sie hier mehr

Sudetendeutscher Pressedienst (SdP)   

Redaktion, Herausgeber, Medieninhaber:  
                                             

Sudetendeutsche Landsmannschaft in Österreich (SLÖ)   

Bundespressereferat: A-1030 Wien, Steingasse 25  

Telefon: 01/7185919

Fax: 01/7185923

E-Mail: pressedienst@sudeten.at
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Ausstellungseröffnung „Bedeutende Tschechen
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Dienstag, 20. Juni 2017


19.00 Uhr

Zwischen Sprache, Nation und Staat 1800–1945

München, Tschechisches Zentrum München, Prinzregentenstraße 7

Jaroslav Hašeks literarische Figur des „ braven Soldaten Schwejk“ hat weltweit Kultstatus und wird bis heute mit dem tschechischen Nationalcharakter in Verbindung gebracht.
Die Melodie von Smetanas „Die Moldau“ taucht unwillkürlich im Kopf auf, denkt man an Prag. Die Schriftstellerin Božena Němcová, der Komponist Antonín Dvořák,
der Jugendstil-Maler Alfons Mucha oder der erfolgreiche Schuhfabrikant Tomáš Baťa – zwischen 1800 und 1945 hat das tschechische Volk eine ganze Reihe von Persönlichkeiten hervorgebracht,
 deren Bedeutung weit über die Grenzen der böhmischen Länder hinausreicht.
 Fünfzehn von ihnen stellt die neue Ausstellung des Kulturreferenten für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein vor, die im Tschechischen Zentrum München erstmals gezeigt wird.

Die durchgehend zweisprachige, deutsch-tschechische Ausstellung umfasst folgende Persönlichkeiten:

Tomáš Baťa, Karel Čapek, Ema Destinová – Emmy Destinn, Antonín Dvořák, Jaroslav Hašek, Leoš Janáček, Josef Jungmann, František Křižík, Josef Lada, Karel Hynek Mácha, Tomáš Garrigue Masaryk, Alfons Mucha, Božena Němcová, František Palacký, Bedřich Smetana.

Eintritt frei

Ein Schwerpunkt der Ausstellung ist die Beziehung der Persönlichkeiten zur deutschen Sprache und Kultur sowie zur Habsburgermonarchie.
Leidvolle Erfahrungen finden dabei ebenso Berücksichtigung wie Inspirationen und Dimensionen des kulturellen Austausches.
 Auch der Frage, welche Spuren die porträtierten Personen hinterlassen haben und welche Bedeutung sie für das tschechische nationale Selbstverständnis haben, wird nachgegangen.
Bei der Vernissage wird der Generalkonsul der Tschechischen Republik in München, Dr. Milan Čoupek, ein Grußwort sprechen.
Anschließend führt der Kulturreferent für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein und Autor der Ausstellung, Dr. Wolfgang Schwarz in die Thematik ein.

Die Regisseurin Dagmar Knöpfel stellt einen Ausschnitt aus ihrem Film Durch diese Nacht sehe ich keinen einzigen Stern (2005) über die tschechische Schriftstellerin Božena Němcová vor –
 eine der zwei in der Ausstellung porträtierten Frauen. Für die musikalische Umrahmung ist das Schülerquartett um Christof Berghoff, Janka Henningsen,
 Hannah Bauer und Jakob Noll verantwortlich, die beim diesjährigen Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ einen 1. Preis gewonnen haben.

 

VERANSTALTER UND FÖRDERER:

Eine Ausstellung des Kulturreferenten für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein in Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum München,
 finanziell gefördert von der Bayerischen Staatskanzlei, dem Deutsch-tschechischen Zukunftsfonds,
 der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der privaten Sponsorin Prof. Dr. Dadja Altenburg-Kohl.

Begleitpublikation (kann auch bei am Eröffnungsabend sowie unter sekretariat@stifterverein.de erworben werden):
 Bedeutende Tschechen. Zwischen Sprache, Nation und Staat 1800–1945. Hg. von Wolfgang Schwarz. München: ASV 2015. 194 Seiten. ISBN: 978-3-940098-13-9. 8,00 €

Öffnungszeiten:

Tschechisches Zentrum München, Prinzregentenstraße 7

Mo–Mi, Fr: 10–17 Uhr

Do: 10–19 Uhr

Ausstellungszeitraum: 21.06.30.07.2017

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Ja, wer war das früher einmal, wer erkennt sich wieder?

Radio Prag
Premier Sobotka: Schlüsselentscheidungen in EU weiter von allen Staaten

Tschechien wünscht sich, dass auch in einem Europa unterschiedlicher Geschwindigkeiten die Schlüsselentscheidungen von allen Mitgliedstaaten getroffen werden.
Dies sagte Premier Bohuslav Sobotka am Sonntag bei einer internationalen Sicherheitskonferenz in Bratislava.
Zwischen der Eurozone und den restlichen EU-Staaten dürften keine Hürden aufgebaut werden,
die ein Hinüberwechseln „in eine andere Geschwindigkeit“ erschwerten, so der Sozialdemokrat.
Sobotak war in Bratislava bei einer Podiumsdiskussion zusammen mit seinem slowakischen Amtskollegen Robert Fico und EU-Ratspräsident Donald Tusk.

Radio Prag
Eine Ausstellung über deutsche Architektur in den böhmischen Ländern
 von 1848 bis 1891 ist seit Donnerstag
im Stadtmuseum von Ústí nad Labem / Aussig an der Elbe zu sehen. Das größte Exponat ist das Museumsgebäude selbst.
 Es wurde vom Wiener Architekten Augustin Krumholz entworfen und war ursprünglich eine Schule mit einem prunkvollen Saal für die Sitzungen des Stadtrates.
Die Ausstellung mit dem Titel „Ein fremdes Haus?“ läuft bis 16. April.

Radio Prag meldete
Rettungsdienste aus Tschechien und Bayern können grenzüberschreitend agieren
Die Rettungsdienste aus den Kreisen Karlsbad, Pilsen und Südböhmen werden zukünftig auch zu Einsätzen
nach Bayern fahren dürfen und umgekehrt. Ein entsprechendes Abkommen haben am Montag Vertreter der betreffenden Kreise und Bayerns
in Karlovy Vary / Karlsbad unterschrieben.
Der Vertrag umfasst einen Streifen von fünf Kilometern beidseitig der Grenze.
Ähnliche Abkommen existieren bereits mit Sachsen oder österreichischen Bundesländern.

Bisher existierte eine Zusammenarbeit in der Grenzregion vor allem in Katastrophenfällen, blieb jedoch die Ausnahme.
Ein noch zu lösendes Problem stellt jedoch die Abdeckung der Einsätze durch die Versicherungen dar.

Zuno Bank beendet Tätigkeit in Tschechien

Zuno Bank beendet ihre Tätigkeit in Tschechien und in der Slowakei.
Die Online-Bank Zuno ist eine Tochterfirma der Raiffeisen Bank International Group (RBI).
Ihre Aktivitäten werden spätestens bis Mitte 2017 von der Raiffeisenbank in Tschechien übernommen.
Darüber berichtet die Presseagentur ČTK am Dienstag. Die Bank war seit 2011 in Tschechien tätig.
 Sie verfügt in Tschechien und in der Slowakei über einen Kundenstamm von 266.000 Personen.
 Seit ihrer Gründung vor knapp fünf Jahren konnte sich die Internetbank nicht aus der Verlustzone befreien.
Der Ende 2015 angekündigte Verkauf von Zuno an die Alfa Banking Group ist gescheitert.

Radio Prag 6.6.2016
Extremsportler Kujan startet Wohltätigkeitslauf über höchste tschechische Berge

Der Extremsportler René Kujan ist zu einem Lauf über die sieben höchsten Berge Tschechiens gestartet.
Auf der dreiwöchigen Strecke will Kujan Geld für querschnittsgelähmte Menschen sammeln. Die Strecke misst insgesamt über 1000 Kilometer.
Das bedeute täglich mindestens einen Marathonlauf, teilte der 41-jährige Sportler mit.
Erster Berg war am Sonntag der 1378 Meter hohe Plechý / Plöckenstein im Böhmerwald.
Folgen sollen Klínovec / Keilberg, Sněžka / Schneekoppe, Králický Sněžník / Glatzer Schneeberg, Smrk und Praděd / Altvater.
Am 26. Juni will René Kujan mit dem Lysá Hora / Kahlberg die Endstation in den Beskiden erreichen.
Motivation für den Lauf sei die eigene Lebenserfahrung, sagte René Kujan. Nach einem Autounfall habe ihm der Rollstuhl gedroht.
 Im Jahr 2012 hatte Kujan als erster Mensch der Welt Island umlaufen.

Ein Wanderbericht von Dipl.Ing. Vadimír Horák
Mai 2016
In den letzen Wochen hatten wir ein neues Objekt des Interesses:
den Raum zwischen Kojeditz, Budowe, Warta und Waldschnitz, besonders aber das verschwundene Dörflein Tschernischken.
Von Neudörfel bis Großpriesen führte "Carolus Weg".
Nur weiß hier niemand, nach welchem Karl er benannt wurde.
Sehr wenig habe ich über Tschernischken gefunden. Das Dörflein gehörte zu Presei.
Lebt noch jemand von Presei, der etwas darüber wissen könnte?
Trotzdem haben wir heute die Reste der Tschernischen Mühle gefunden, auch den Mühlgraben.
Ganz unten stand das Forsthaus, wo angeblich noch im 1952 jemand lebte.
 Nach den Trümmern habe ich die wahrscheinliche Lage der Mühle, des Mühlgrabens und des Forsthauses gezeichnet.




 
Newsletter des Adalbert Stifter Vereins
Nr. XI/2016 Die Botschaft Karls IV.

 

 

 

Musikalische Lesung mit Daniel Dobiáš, Susanne Schroeder, Jessica Boone und dem Kinderchor Carmen

 

Donnerstag, 2. Juni 2016, 19 Uhr

 

Kulturforum im Sudetendeutschen Haus

Hochstr. 8, München

Eintritt frei, Spenden erbeten

 

Initiates file downloadHier geht's zur Einladung>>

 

 

Die Veranstaltung Die Botschaft Karls IV. wurde von dem tschechischen Musiker und Komponisten Daniel Dobiáš entworfen. Außer ihm treten die Schauspielerin Susanne Schroeder (Lesung), die Sängerin Jessica Boone und der tschechische Kinderchor Carmen aus Louny (Laun) auf. Im Mittelpunkt stehen Leben und Wirken Karls IV. sowie seine Autobiografie. Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Bayerisch-Tschechischen Landesausstellung über Karl IV. in Prag (15. 5. – 25. 9. 2016) und Nürnberg (20. 10. 2016 – 5. 3. 2017).

 

Daniel Dobiáš (Prag) hat mit tschechischen Musikgrößen wie zum Beispiel Hana Hegerová, Waldemar Matuška oder Helena Vondráčková gearbeitet und komponierte Film- und Theatermusik. Im letzten Jahr präsentierte er im Sudetendeutschen Haus in München gemeinsam mit Susanne Schroeder die musikalische Lesung Jan Hus und Martin Luther. Für den Abend zu Karl IV. vertonte er erneut Gedichte aus dem Mittelalter und der Renaissance, unter anderem von William Shakespeare, dessen Tod sich 2016 zum 400. Mal jährt.

 

Susanne Schroeder (München), Schauspielerin, ist sowohl aus dem Theater (Münchner Kammerspiele, freie Münchner Szene) als auch aus TV-Produktionen wie Tatort, Der Alte oder Die Rosenheim-Cops bekannt. Ihre Stimme lieh sie vielen Features und Reportagen etwa für den WDR oder den BR, gestaltete aber auch Hörbücher für den bekannten Hörverlag mit. 

 

Jessica Boone, Sängerin und Schauspielerin, stammt aus Houston/Texas. Sie ist Mitglied der englischsprachigen Prager Bühne Prague Shakespeare Company, wo sie unter anderem die Lady Macbeth und die Ophelia (Hamlet) spielte. Die Shakespeare-Inszenierungen finden auf der Bühne des Prager Divadlo Kolowrat statt. In den USA ist sie vor allem als Synchronsprecherin in zahlreichen Zeichentrick-Serien wie zum Beispiel Hello Kitty bekannt.

 

Der Kinderchor Carmen unter der Leitung von Kateřina Štolová und Renata Friedlová an der Grundschule für Kunst in Louny (Laun) existiert seit 2014. Die Schüler im Alter von 8 bis 15 Jahren absolvierten Konzertauftritte mit Stücken aus tschechischen Opern und traten unter anderem auf dem Adventskonzert 2015 in Augustusburg auf. Beim 9. Jahrgang des tschechienweiten Festivals Hrajeme s Orffem (Wir spielen mit Orff) gewannen sie den 1. Preis. Carmen kooperiert bei der Produktion einer CD zu Karl IV. mit Daniel Dobiáš.

 

 

Veranstaltungspartner des Abends sind das Tschechische Zentrum München, das Generalkonsulat der Tschechischen Republik in München sowie das Deutsche Kulturforum östliches Europa in Potsdam.

 

Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und von der Bayerischen Staatskanzlei

 

 

 

 

 

Radio Prag 17.5.2016
Kulturministerium bewilligt Fördergelder für Ausstellung „Unsere Deutschen“

Das tschechische Kulturministerium hat Fördergelder in Höhe von 50,5 Millionen Kronen (1,9 Millionen Euro) für die Erweiterung der
Ausstellung „Unsere Deutschen“ in Ústí nad Labem / Aussig
bewilligt. Die Ausstellung des Collegium Bohemicum besteht bisher nur in Form eines 3D-Modells.
Thematisiert wird die Geschichte der deutschen Minderheit auf dem Gebiet Tschechiens abseits der bestehenden Kontroversen und als integraler Bestandteil der tschechischen Kulturlandschaft.

Die nun bewilligten Fördergelder sollen für den Ausbau der Ausstellungsräume und eine Erweiterung der Schau aufgewendet werden. Die Ausstellung soll 2018, zum 100. Jubiläum der Gründung der Tschechoslowakei, eröffnet werden.

Radio Prag  30.4.2016
Tschechien und Sachsen planen Hochgeschwindigkeitstrasse

Tschechien und Sachsen haben sich über den Bau einer Hochgeschwindigkeitstrasse verständigt.
Die Züge sollen zwischen Dresden und Prag über Ústí nad Labem / Aussig an der Elbe verkehren. Das Projekt stellten
der tschechische Verkehrsminister Dan Ťok und der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig in Ústí nad Labem vor.

Die Verbindung soll einen Anschluss Tschechiens an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz bedeuten.
Die Strecke zwischen Prag und Dresden ist die am meisten ausgelastete Verbindung zwischen Tschechien und Deutschland.

Radio Prag 15.04.2016
Christliche Iraker stellen erneut Asylanträge in Tschechien

Die Gruppe von 16 christlichen Irakern, die die tschechische Polizei am Donnerstag in Ústí nad Labem / Aussig an ihrer Weiterreise nach Deutschland hinderte, hat erneut Asylanträge in Tschechien gestellt. Die Gruppe war am Donnerstag aus Brünn in Richtung Deutschland aufgebrochen. Die Iraker verbrachten die Nacht in Ústí nad Labem und werden in die Einrichtung für Flüchtlinge in Zastávka bei Brno gebracht. Nach zwei Wochen in Deutschland kehrt auch eine Gruppe von 20 christlichen Irakern nach Tschechien zurück, wo sie erneut Asyl beantragen können.

Die Iraker übersiedelten nach Tschechien im Rahmen eines Projektes der Stiftung „Generace 21“. Sie hatte mit dem Programm ein Beispiel für gelungene Integration setzen wollen. Bislang hatte sie 89 Christen aus dem Irak nach Tschechien gebracht. 25 von ihnen reisten jedoch Anfang April nach Deutschland. Ursprünglich sollten 153 christliche Iraker im Rahmen des Projektes nach Tschechien übersiedeln. Das tschechische Regierungskabinett hatte das Projekt inzwischen jedoch gestoppt.

Radio Prag 23.3.15:
Sieben Jahre Haftstrafe für Ex-Direktor von EU-Operationsprogramm

Der ehemalige Direktor des Regionalen Operationsprogramms Severozápad (Nordwest), Petr Kušnierz, wurde zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt. Über die Strafe wegen der Beeinflussung der aus EU-Geldern subventionierten Projekte hat am Mittwoch das
Kreisgericht in Ústi nad Labem / Aussig
entschieden.
Gegen weitere drei Personen wurden Bewährungsstrafen verhängt.

Radio Prag 4.3.16:
Österreichs Bundespräsident Fischer besucht im April Tschechien

Der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer kommt im April zum Staatsbesuch nach Tschechien. Dies teilte die Kanzlei von Staatspräsident Miloš Zeman am Freitag mit. Laut dem diplomatischen Chef der Präsidialkanzlei, Hynek Kmoníček, soll der Besuch am 11. April erfolgen. Im Mittelpunkt der Gespräche zwischen Zeman und Fischer werde die Flüchtlingskrise stehen, ergänzte Kmoníček. Der diplomatische Chef verwies zudem darauf, dass sich die Position der österreichischen Regierung in der Flüchtlingsfrage der tschechischen annähere. Von daher erwarte er eine „interessante und umfangreiche“ Diskussion, so Kmoníček.

Premier Sobotka reist am 10. März zu zweitägigem Besuch nach Bayern

Der tschechische Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) wird am kommenden Donnerstag
zu einem zweitägigen Besuch Bayerns in München erwartet.
Die von der tschechischen Seite bereits angekündigte Auslandsreise des Premiers ist am Donnerstag
vom bayrischen Regierungsamt bestätigt worden. Es wurde jedoch auch erwähnt,
dass das genaue Programm von Sobotkas Aufenthalt
in München derzeit noch abgestimmt werde.

Nach Informationen der bayerischen Landesregierung werde die Verbesserung der Eisenbahnverbindungen
zwischen Prag und München sowie Prag und Nürnberg ein Schwerpunktthema der Gespräche
zwischen Sobotka und dem bayerischen Regierungschef Horst Seehofer sein.
 Sehr wahrscheinlich aber werden beide Politiker auch über die gegenwärtige europäische Flüchtlingskrise reden.
Erst Mitte Januar hatte Sobotka dazu erklärt, dass die Haltung Bayerns zur Einwanderung der
Tschechischen Republik näher sei als die Standpunkte vieler westeuropäischer Länder.

 

Radio Prag:
Fünf Tschechen sterben bei Lawinenabgang in Tirol

Fünf Tschechen sind am Samstag bei einem schweren Lawinenunglück in Wattenberg in Tirol gestorben.
Insgesamt wurden zu Mittag 17 tschechische Wintersportler in zwei Gruppen in der Wattener Lizum beim Aufstieg auf die
 Lizumer Hütte von einer großen Lawine mitgerissen und verschüttet. Wie viele der Skitourengeher bereits geborgen wurden, ist noch unklar.
 Wie die Polizei berichtet, hätten mindestens fünf von ihnen das Unglück nicht überlebt.

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wir bitten um Ihre Aufmerksamkeit für:

 

Die heutige Pressemeldung:

SL sieht sich durch Gerichtsurteil

zur Satzungsänderung politisch und rechtlich bestätigt

Bitte lesen Sie hier: http://www.sudeten.de/sudpresse/up/Stand_Satzungsaenderung.pdf

 

Unsere Einladung:

Samstag, 30. Jänner, 16.00 Uhr in München

Gedenkgottesdienst und Empfang im Sudetendeutschen Haus

Zur Erinnerung an unseren am 2. Dezember 2015 verstorbenen Altsprecher, Ehrenvorsitzenden und Karlspreisträger der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Staatsminister a.D. Franz Neubauer, lädt Volksgruppensprecher Bernd Posselt zum Gedenkgottesdienst in die Heilig-Geist-Kirche ein.

Im Anschluss an den Gottesdienst bittet er Sie zum Gespräch und Austausch ins Sudetendeutsche Haus.
Christian Thanhäuser wird darüber hinaus unsere Gäste durch seine im Haus stattfindende Ausstellung "Auf verwachsenem Pfad" Holzschnitte und Federzeichnungen vom Böhmerwald führen.
Wir freuen uns auf Sie und danken Ihnen schon im Voraus für Ihre Teilnahme am Gedenkgottesdienst und anschließendem Empfang im Sudetendeutschen Haus.

 

Ausstellungseröffnung „Borderline-Syndrom“

Donnerstag, 4. Feber, 18.00 Uhr, Sudetendeutsches Haus, München

Zur Ausstellung: Hraniční syndrom / Borderline-Syndrom ist ein Ausstellungsprojekt der führenden tschechischen und deutschen Künstler zum Thema der sogenannten Abschiebung und des tschechisch-deutschen Zusammenlebens im Grenzgebiet des Sudetenlandes. Der gewählte Name, der eine klinische Diagnose einer Funktionslosigkeit und Unvollständigkeit des menschlichen Geistes evoziert, deutet an, dass die Frage der Annexion und Zwangsaussiedelung des Sudetenlandes in der Nachkriegszeit eine wunde Stelle der gemeinsamen tschechisch-deutschen Geschichte geblieben ist.

Veranstalter: Dr. Zuzana Finger, Heimatpflegerin der Sudetendeutschen

 

Noch wenige Plätze frei für…

Ein sudetendeutsches Wochenende (5. bis 7. Feber) für alle, die sich mit ihrer Identität auseinandersetzen.

„Kennenlernen für Sudetendeutsche“ ist ein Begegnungswochenende für Landsleute aller Altersgruppen, um sich über sudetendeutsche Identitäten, Geschichte und Brauchtum, Familienforschung, das Verhältnis von Deutschen und Tschechen sowie die Zukunft der Volksgruppe auszutauschen.

Steffen Hörtler, Leiter der Bildungsstätte Heiligenhof in Bad Kissingen hat für Faschingssamstag den sudetendeutschen Musikkabarettisten André Hartmann dazu eingeladen. Der Gewinner des unterfränkischen Kabarettpreises 2014 ist vor allem als Stimmen-Imitator, Wortakrobat und Tasten-Genie, aber auch als Nockerberg-Darsteller von Gerhard Schröder, bekannt.

Und am Sonntag, 7. Feber, spricht Volksgruppensprecher und SL-Bundesvorsitzender Bernd Posselt über sudetendeutsche Identitäten

Die sudetendeutsche Bildungs- und Begegnungsstätte Der Heiligenhof in Bad Kissingen lädt Sie in Zusammenarbeit mit der Sudetendeutschen Landsmannschaft dazu ein. Ihr Kostenbeitrag einschließlich Verpflegung 48,50 Euro im Doppelzimmer.
Unser
Programm– Highlights, die Sie nicht verpassen sollten!

Bitte melden Sie sich an: info@heiligenhof.de

 

Wir freuen uns über Ihr Interesse und danken Ihnen schon im Voraus für Ihr Kommen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hildegard Schuster

Sudetendeutsche Landsmannschaft Bundesverband e.V.

Presse / Öffentlichkeitsarbeit / Heimatpolitik

Tel.: 089 / 48 00 03 54

Mobil: 0171 / 20 49 747

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Radio Prag meldete:
17-01-2016 11:41 | Till Janzer

Nach Razzien am Freitag in der Firma Spolchemie in Ústí nad Labem / Aussig und im Kreisgericht in České Budějovice / Budweis
ermittelt die tschechische Polizei gegen insgesamt 14 Menschen. Es gehe um die Manipulation eines Insolvenz-Verfahrens,
 teilte der zuständige Staatsanwalt am Sonntag mit. Vier der 14 Beschuldigten sollen in Untersuchungshaft genommen werden.
Wie tschechische Medien berichteten, dürften die Ermittlungen den Fall der Firma Via Chem Group betreffen.
Das Unternehmen von Petr Sisák hatte rund ein Drittel der Aktienanteile an Spolchemie besessen.
 Mittlerweile befindet sich die Via Chem Group in Insolvenz.

Umfrage:
 Tschechen sehen Deutschland immer kritischer

14-01-2016 11:39 | Annette Kraus

Die tschechische Bevölkerung sieht Deutschland wesentlich kritischer als vor zwei Jahren.
Wie aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts STEM hervorgeht,
stehen 49 Prozent der Tschechen dem Nachbarland positiv gegenüber.
 2013 wurde noch ein Wert von 62 Prozent erzielt.
Nach Vermutung der Meinungsforscher liegt die Ursache in der deutschen Flüchtlingspolitik.
Vor allem in höher gebildeten Schichten hat sich das Bild von Deutschland in den vergangenen Jahren verschlechtert.
 Wesentlich kritischer als 2013 sehen die Tschechen auch viele weitere Länder wie Schweden (70 Prozent / minus 11),
Frankreich (70 / - 7), die Niederlande (71 / - 8) und Großbritannien (70 / - 5).
Die USA kommen auf eine Zustimmung von 43 Prozent und verloren damit 11 Punkte im Vergleich zu 2013.
 Auf Platz eins der Beliebtheitsskala steht weiterhin das Nachbarland Slowakei,
dem 86 Prozent der Tschechen positiv gegenüber stehen.
In der Untersuchung wurde nur eine Auswahl von Ländern abgefragt.
 Sie wurde vom 3. bis zum 11. Dezember 2015 unter 1014 Menschen durchgeführt. 

Arbeitslosigkeit in Tschechien steigt leicht an
11-01-2016 16:59 | Martina Schneibergová

Die Zahl freier Arbeitsplätze sank im Dezember im Vergleich mit dem Vormonat um 2504 auf 102.545.
Wenn Firmen die Zahl ihrer Mitarbeiter aufstocken wollen, warten sie in der Regel auf Jahresbeginn.
Darum sei das Angebot freier Arbeitsstellen leicht zurückgegangen, sagte Sadílková.
Im Vergleich mit dem Vorjahr stieg die Zahl freier Stellen im Dezember 2015 jedoch um 43.800.

Gefragt waren im Dezember vor allem Monteure, Schmiede, Werkzeugschlosser,
 LKW-, Bus- und Straßenbahnfahrer, Gießer und Schweißer.
Zudem suchten die Arbeitgeber Verkäuferinnen und Verkäufer, Köche, Kellnerinnen und Kellner sowie Empfangschefs.

Den Kreisen nach lag im Dezember die Arbeitslosenrate in Prag am niedrigsten, sie betrug 4,2 Prozent.
Die höchste Rate wurde erneut im Kreis Ústí nad Labem / Aussig verzeichnet, sie lag bei 8,9 Prozent.

Ackermann-Gemeinde feiert 70. Gründungstag

Vor genau 70 Jahren, am 13. Januar 1946 wurde in München die deutsche Ackermann-Gemeinde gegründet.
Dabei schlossen sich deutschböhmische Katholiken zusammen, die zuvor ihre Heimat in der Tschechoslowakei verlassen mussten.
Aus Anlass des 70-jährigen Gründungsjubiläums der deutschen Ackermann-Gemeinde wurde an diesem Mittwoch
früh ein deutsch-tschechischer Gottesdienst in der Marienbasilika in Filipov / Philippsdorf in Nordböhmen gefeiert.
 Im Anschluss daran kamen die Mitglieder der Ackermann-Gemeinde und ihrer
tschechischen Schwesterorganisation Sdružení Ackermann-Gemeinde sowie Freunde der Gemeinschaft
aus beiden Ländern in Rumburk / Rumburg zu einem Frühstück und zu einer Feierstunde zusammen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

zur Erinnerung an unseren am 2. Dezember 2015 verstorbenen Altsprecher, Ehrenvorsitzenden und Karlspreisträger der Sudetendeutschen Landsmannschaft,
 Staatsminister a.D. Franz Neubauer, lädt Volksgruppensprecher Bernd Posselt zum Gedenkgottesdienst ein.

Im Anschluss an den Gottesdienst bittet er Sie zum Gespräch und Austausch ins Sudetendeutsche Haus.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Einladung als Anhang.

Bitte teilen Sie uns Ihr Kommen bis 25. Jänner mit: schuster@sudeten.de

Wir freuen uns auf Sie und danken Ihnen schon im Voraus für Ihre Teilnahme am Gedenkgottesdienst
und anschließendem Empfang im Sudetendeutschen Haus.

Mit freundlichen Grüßen

Hildegard Schuster

Sudetendeutsche Landsmannschaft Bundesverband e.V.

Presse / Öffentlichkeitsarbeit / Heimatpolitik

Tel.: 089 / 48 00 03 54

Mobil: 0171 / 20 49 747

schuster@sudeten.de
www.sudeten.de

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Radio Prag 1.1.2016
Neuerungen 2016: Rentenanstieg, höherer Mindestlohn, Steuererleichterungen für Familien

Zum Jahreswechsel treten in Tschechien mehrere Gesetzesänderungen in Kraft.
Dabei fällt der Anstieg der Altersrente um 40 Kronen (1,50 Euro) kaum ins Gewicht.
 Um die Inflation auszugleichen, hat die Regierung eine einmalige Sonderzahlung von 1200 Kronen (44 Euro) für Februar vorgesehen.
Um 700 Kronen angehoben wurde der gesetzliche Mindestlohn.
 Er liegt ab 2016 bei 9900 Kronen(ca. 966 Euro). Steuererleichterungen für Familien könnten ab März in Kraft treten.
Gemäß einer Novelle, die derzeit im Abgeordnetenhaus verhandelt wird,
sollen die monatlichen Freibeträge für das zweite Kind um 100 Kronen, für das dritte Kind um 300 Kronen angehoben werden.

Radio Prag 28.12.2015
Welle und Schlepper befreien Elbe-Frachter in Dresden

Mit einer Welle aus Ustí nad Labem / Aussig konnte am Montagnachmittag ein tschechisches Frachtschiff auf der Elbe in Dresden wieder flottgemacht werden.
Zusätzlich halfen ein Schubschiff und ein Schlepper aus Tschechien bei der Befreiung. Der 90 Meter lange Frachter war am Sonntagnachmittag an der Marienbrücke in Dresden auf Grund gelaufen. Versuche, das Schiff wieder frei zuschleppen, scheiterten zunächst.
Deshalb wurde in der Nacht zum Montag aus der Elbe-Staustufe im tschechischen Ústí Wasser abgelassen.
Mit dem vorübergehenden Anstieg des Wasserstands um zehn Zentimeter konnte das Schiff am Montagnachmittag vom Grund gelöst werden.
Der Frachtkahn hat eine Ladung von 1100 Soja-Schrot an Bord und setzt nun seinen Weg in die Heimat fort.
Der Wasserstand sei mit 1,42 Meter zum Zeitpunkt des Unfalls nicht zu niedrig gewesen, hieß es.

Ga

Radio Prag 12.12.15
Klaus Brähmig (Foto: Martina Schneibergová)
Klaus Brähming
Foto:
Martina Schneibergová

Herr Brähmig, Sie sind innerhalb Ihrer Fraktion Berichterstatter für die Tschechische Republik.
 Was gab es in der letzten Zeit über Tschechien zu berichten?

„Die Abgeordneten der Unionsfraktion sowie der Oppositionsfraktionen haben sogenannte ‚Länderspiegel‘,
damit nicht jeder Abgeordnete alles machen muss. Meine Aufgaben sind Österreich und die Tschechische Republik.
Wir tauschen uns aus über die Frage, wie in der Tschechischen Republik mit Flüchtlingen umgegangen wird,
außerdem über Wirtschafts- und Energiefragen.“

In Tschechien waren Sie vor kurzem zu Besuch. Die Visite hatte einen besonderen Anlass…

„Ich bin sehr häufig im Jahr hier im geliebten Nachbarland – in der Tschechischen Republik.
Ich bin ja ehrenamtlicher Vorsitzender des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz,
und wir haben ein Pendant auf der tschechischen Seite, den Tourismusverband Böhmische Schweiz.
Wir haben das zehnjährige Jubiläum in der deutschen Botschaft gefeiert und waren auch im Senat zu Besuch.
Dort haben wir die sogenannte ‚sächsisch-tschechische Erklärung‘ über die weitere Zusammenarbeit abgegeben.“

Thomas-Mann-Gymnasium (Foto: Google Street View)

Thomas-Mann-Gymnasium (Foto: Google Street View)

Sie sind auch Mitglied des Verwaltungsrates des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds. Sie haben erwähnt,
dass Sie sich für das Prager Thomas-Mann-Gymnasium interessieren. Wie wollen Sie sich für die Schule einsetzen?

„Was das Thomas-Mann-Gymnasium betrifft, da bin ich vom Management des Vereins vor zwei Jahren
beim Festakt der deutschen Wiedervereinigung angesprochen worden. Ich habe mir die Schule letztes Jahr angeschaut
und habe dann eine Reihe von Initiativen gestartet. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir solche Einrichtungen
 wie das Thomas-Mann-Gymnasium unterstützen sollten – finanziell sowie mit Lehrern und Lehrmitteln.“

Projekt des Museums der deutschsprachigen in Bevölkerung (Foto: Archiv Collegium Bohemicum)

Projekt des Museums der deutschsprachigen in Bevölkerung (Foto: Archiv Collegium Bohemicum)

Ein großes Projekt, das bislang noch nicht in die Tat umgesetzt wurde,
 ist das Museum der deutschsprachigen Bevölkerung in Ústí nad Labem / Aussig.

„Da bin ich sehr traurig. Ich glaube, man hat dort den ersten Schritt sehr erfolgreich hinbekommen:
Das Gebäude wurde sehr schön hergerichtet. In der k. u. k. Monarchie war dort eine Schule, es ist hervorragend restauriert worden.
 Man hat auch ein Inhalts- und Raumkonzept entworfen: es soll nach Sektoren gestaltet werden –
wie Bildung, Wissenschaft, Kultur, Tourismus. Das finde ich vom Konzept her wunderbar.
Das Konzept ist gut, es ist ein gutes Versöhnungsprojekt.
Man kann es nicht abstreiten: In dieser wie auch in anderen tschechischen Regionen haben seit Jahrhunderten
Millionen Deutsche gelebt, gearbeitet und die Kultur und die Geschichte geprägt.
Dass man ihnen nun einen Gedenkstein in Form eines Museums zur Verfügung stellt,
ist, denke ich, etwas, was man letztendlich in dem
guten Verhältnis zwischen der Tschechischen Republik und Deutschland umsetzen sollte.“

Ústí nad Labem (Foto: Romanzazvorka, CC BY-SA 3.0)

Ústí nad Labem (Foto: Romanzazvorka, CC BY-SA 3.0)

Sie haben vor, nächstes Jahr mit einer Gruppe von Bundestagsabgeordneten Ihrer Fraktion eine einwöchige
Studienreise durch Tschechien zu unternehmen. Was wird auf dem Programm stehen?

„Wir wollen natürlich mit interessanten Menschen in der Tschechischen Republik sprechen, darunter mit Vertretern der
deutschen Minderheit.
 Auf dem Programm steht natürlich Prag. Wir möchten mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Kultur reden.
Ich bin zudem stellvertretender Vorsitzender des Tourismus-Ausschusses. Zwischen Deutschland und der
Tschechischen Republik gibt es eine ganze Reihe von Anknüpfungspunkten, wo wir viel enger zusammenarbeiten können.
 Es wird auch Besuche in Brünn und in Karlsbad geben. Über Aussig (Ústí nad Labem) und Děčín werden wir zurückreisen.
Krumau und Reichenberg (Liberec) werden wir wahrscheinlich nicht hinbekommen, obwohl ich die zwei Städte sehr gerne habe.
Wir kommen dann übernächstes Jahr nochmals – das ist kein Problem.“

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Sehr geehrte Damen und Herren,

leider muss ich Ihnen die traurige Nachricht übermitteln, dass unser
Altsprecher und Ehrenvorsitzender der Sudetendeutschen Landsmannschaft,
Staatsminister a. D. Franz Neubauer,
gestern verstorben ist.
Sprecher Bernd Posselt würdigte Franz Neubauer in seiner Pressemitteilung:
www.sudeten.de

Eine ausführliche Würdigung lesen Sie kommende Woche in der Sudetendeutschen Zeitung.

Franz Neubauer hat zahlreiche Auszeichnungen für seine herausragenden Verdienste erhalten:
https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Neubauer_(CSU)

Trauergottesdienst

Am Freitag, 11. Dezember, 11.00 Uhr,

Stadtpfarrkirche St. Nikolaus in 83022 Rosenheim, Ludwigsplatz 1

Anschließend Beerdigung am Friedhof 83071 Stephanskirchen, Schömeringer Straße / Friedhofstraße

Kondolenzadresse

Erika Neubauer, Winkelwiesweg 22, 83131 Nußdorf

 

Ich danke Ihnen für Ihr Interesse.

Mit freundlichen Grüßen
Sudetendeutsche Landsmannschaft
Bundesverband e.V.
Hildegard Schuster
Presse/Öffentlichkeitsarbeit/Heimatpolitik
schuster@sudeten.de

 

 
Newsletter des Adalbert Stifter Vereins
Nr. LII/2015 – Der Schneesturm. Ein Film von Petra Morsbach 

Einladung zu 

 

Der Schneesturm. Spielfilm (2014) nach einer Erzählung Adalbert Stifters von Petra Morsbach in Zusammenarbeit mit Benjamin Moritz Gronau

 Donnerstag, 3. Dezember

Kulturforum im Sudetendeutschen Haus, Hochstr. 8

Beginn: 19 Uhr

 

Mit Prof. Dr. Hans Maier und der Regisseurin und Autorin Dr. Petra Morsbach 

 

Im Herbst 1866 verbringt der Schriftsteller Adalbert Stifter einige Wochen im Bayerischen Wald, wie immer zu Gast auf dem Rosenberger Gut unterm Dreisesselberg. Als die Nachricht eintrifft, zu Hause in Linz sei seine Frau erkrankt, will er abreisen. Doch ein Schneesturm macht die Wege unpassierbar. Der nervöse, kranke Mann ist tagelang in seinem Domizil eingeschlossen. Gebannt und zunehmend geängstigt starrt er ins Flockengewirbel, hört den Wind im Dachstuhl dröhnen, friert, kann nichts essen, hat Alpträume. Gequält von körperlichem Schmerz und Erinnerungen an Verfehlung und Versagen entwirft er seine Erzählung Der fromme Spruch: die Geschichte eines adligen Geschwisterpaars in einer behaglich geordneten Welt. Aber auch diese hochmoralischen Figuren sehnen sich nach Liebe, ohne es zu wissen. Wenn am Ende Stifter, scheinbar gerettet, auf zittrigen Beinen zu Tal stolpert, haben sie das letzte Wort.

 

Adalbert Stifter (1805–1868) beschrieb den Schneesturm 1867 in seiner autobiographischen Erzählung Aus dem Bairischen Walde, und nicht umsonst ist die Schilderung des Sturms deren Herzstück. Doch die Erzählung enthält mehr: eine schöne Würdigung dieser anmutig strengen Gegend; eine rührende Fabel ehelicher Besorgnis; und ein psychologisches Geheimnis.

 

Denn der historische Sturm war ein kräftiges, doch kein epochales Schneetreiben. Stifter selbst hatte die Gattin nach Linz geschickt, um seine Ruhe zu haben. In Linz aber gab es Cholerafälle, und es zog ihn durchaus nicht so stark dorthin, wie er behauptet. Er zögerte die Abreise sogar hinaus und verwirrte die Daten, um das zu verbergen. In gewisser Hinsicht ist der Schneebericht eine hinreißend gestaltete Rechtfertigung seines Fernbleibens durch höhere Gewalt.

 

Stifter war damals 61 Jahre alt, krank und verstört. Der Film erweitert den Schneesturm-Bericht nach zwei Seiten, zum Realen und Idealen: auf der einen Seite durch die Erinnerungen, Ängste und Alpträume, die seine Beklemmung erklären mögen. Auf der anderen Seite durch eine Erzählung, die er in diesen Tagen entworfen haben kann: Der fromme Spruch, eine zarte Tragikomödie in bizarr förmlicher Sprache. Noch in dieser Zerrüttung schreibt der Dichter seine ebenmäßige, fragil majestätische Prosa. Und bis zuletzt bleibt er empfänglich für die Schönheit der Natur. Sie scheint in seinen Träumen auf und wird verzaubert erlebt, als einmal der Sturm ruht.

 

Petra Morsbachs Film wurde bisher in vier Programmkinos, einigen Literaturzirkeln und der Freien Akademie der Künste Hamburg insgesamt über 20 Mal gezeigt.

 

Nach dem Film führt Prof. Dr. Hans Maier ein Gespräch mit der Regisseurin und Autorin Dr. Petra Morsbach.

 

 

Filmbesetzung:

Adalbert Stifter: Christoph Maltz; Juliane Stifter: Melli Sasic; Waldgänger: Werner Rösch; Waldmädchen: Amira Zeitouni; Amalie Stifter: Noura Zeitouni

 

Buch, Regie, Produktion: Petra Morsbach

Kamera: Michael Wolf, Moritz Gronau

 


Sie wollen den Adalbert Stifter Newsletter abbestellen oder Ihre Kontaktdaten bearbeiten? Bitte hier klicken

Adalbert Stifter Verein e.V. - Hochstr. 8 - 81669 München

 


Radio Prag 16.11.15:
Gesamtwert der Kronen im Umlauf steigt über 500 Milliarden Kronen

Der Gesamtwert der Kronen-Banknoten und Münzen, die in Tschechien im Umlauf sind, hat Ende vergangener Woche zum ersten Mal die Marke von 500 Milliarden Kronen (18,5 Milliarden Euro) überschritten. Dies gab die Tschechische Nationalbank (ČNB) am Montag bekannt. Die Gesamtzahl von Banknoten und Münzen im Bargeldumlauf liegt bei über zwei Milliarden Stück. Langfristig sind der 1000-Kronen-Schein und die 1-Krone-Münze die häufigsten Zahlungsmittel. Obwohl sich die bargeldlosen Zahlungen immer mehr entwickelten, sei der Wert der Gelder im Umlauf dadurch bisher nicht wesentlich beeinflusst worden. Die Jahresproduktion der Geldscheine steige in Folge der ökonomischen Wiederbelebung und eines größeren Bedarfs an Geld, teilte die Zentralbank mit.

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Pressemitteilung des Bundes der Vertriebenen


Dauerhafte Lösung für „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ nötig 

Zur durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Prof. Monika Grütters MdB,
bekannt­gegebenen Information, dass Prof. Dr. Winfrid Halder sein neues Amt als Direktor der Bundesstiftung
 „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ nicht antreten werde, erklärt BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius MdB: 

Professor Halders Entscheidung, sein neues Amt als Direktor der „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ (SFVV)
 aus persönlichen Gründen nun doch nicht antreten zu wollen, ist bedauerlich, aber zu respektieren. 

Die weiteren Gremien der Stiftung, insbesondere der neu gewählte Stiftungsrat, müssen nun ihre Arbeit schnellstmöglich aufnehmen.
 Es gilt, eine dauerhafte Lösung dieser für die Fortsetzung der Stiftungs­arbeit so wichtigen Personalfrage zu finden.
Wie in der Vergangenheit wird sich der BdV mit seinen sechs Stiftungsratsmitgliedern dabei konstruktiv einbringen. 

Staatsministerin Prof. Monika Grütters MdB, die Stiftungsrats­vor­sitzende der SFVV, hat für die Zeit bis zur Besetzung der Stelle
eine gute Übergangslösung gefunden: Uwe Neumärker, der Direktor der „Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas“,
soll vorübergehend die Geschäfte der SFVV leiten. Dabei kann er auf das Mitarbeiter-Team der SFVV zurückgreifen,
welches auch bisher die Arbeit fortgeführt hat. 

Für den BdV bleibt es entscheidend, dass die Arbeit im Sinne des Stiftungskonzeptes fortgeführt und die
 Dauerausstellung im Berliner Deutschlandhaus möglichst fristgerecht eröffnet wird.


Die Pressemitteilungen des Bundes der Vertriebenen sind zur Information, zur redaktionellen Verwertung
bzw. zur Veröffentlichung bestimmt. Weitere Auskünfte erteilt die Pressestelle.

 BdV-Logo ohne Balken 2015 - 250

BdV – Bund der Vertriebenen

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Pressekontakt: Marc-Pawel Halatsch 

Pressestelle Berlin

Haus der Bundespressekonferenz

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Radio Prag vom 24.10.2015
Tschechische Kreise sollen mehr Geld erhalten

Die 13 tschechischen Kreise sollen mehr Geld erhalten. Dafür stimmte am Freitag eine Mehrheit im Abgeordnetenhaus. Die entsprechende Gesetzesnovelle muss noch im Senat behandelt werden, in der ersten Kammer des Parlaments gilt eine Zustimmung aber als sicher. Insgesamt 3,5 Milliarden Kronen (130 Millionen Euro) würden die Kreise zusätzlich erhalten aus den Einnahmen des Staates bei der Mehrwertsteuer. Dass mehr für die Regionen abgezweigt werden soll, begründete Premier Bohuslav Sobotka mit einer Entscheidung der früheren konservativen Koalition, den Anteil für die Regionen zu senken. Man gebe also den Kreisen nur zurück, was diesen gehöre, so der Sozialdemokrat. Einen Antrag der Opposition, auch die Gemeinden finanziell besser zu stellen, lehnte das Abgeordnetenhaus jedoch ab.

Radio Prag vom 19.10.2015
Ökologen und Wissenschaftler kritisieren Regierung wegen Fortsetzung des Braunkohleabbaus

Die Entscheidung der Regierung, den Braunkohleabbau in der Grube Bílina im Kreis Ústí nad Labem / Aussig fortzusetzen, wird von Ökologen und Gesundheitsexperten kritisiert. Es sei notwendig, sich dessen bewusst zu werden, dass sich die Luftverschmutzung aus den 1970er und 1980er Jahren auf die Gesundheit der Bewohner Nordböhmens auswirkte. Auch wenn sich die Situation in den letzten Jahren verbesserte, werden die Auswirkungen auf weitere Generationen übertragen. Das sagte der Genetiker und Vorsitzende der Umweltkommission der Tschechischen Republik, Radim Šrám. Für den Kreis Ústí nad Labem sollte seinen Worten zufolge ein Plan für die Modernisierung der Produktion zusammengestellt werden, aber nicht mit dem Ausbau der Braunkohleförderung. Der Braunkohleabbau könne zudem die dortigen Heilquellen beschädigen, so Šrám. Der Berater der Bürgerinitiative Zelený kruh, Daniel Vondrouš, meint, dass die Regierung das Konzept der tschechischen Energieproduktion modernisieren müsste. Auch der Analytiker von Glopolis, Vojtěch Kotecký, hält die Entscheidung, den Kohleabbau auszubauen, nicht für richtig. Die Braunkohleförderung habe 300 Quadratkilometer Landschaft unterhalb des Erzgebirges verschlungen und man solle nicht mehr Landschaft opfern, so der Experte.

 

Radio Prag vom 19.10.2015
Aufhebung der Begrenzungen zur Kohleförderung ruft für widersprüchliche Reaktionen hervor

Die Entscheidung der Regierung, den Braunkohleabbau in der Grube Bílina fortzusetzen, weckte der Presseagentur ČTK zufolge widersprüchliche Reaktionen. Staatspräsident Miloš Zeman, Gewerkschaftsboss Josef Středula und der sozialdemokratische Abgeordnete vom Kreis Ústí nad Labem / Aussig, Jaroslav Foldyna, unterstützten eindeutig den Beschluss des Kabinetts. Die Christdemokraten billigten die Aufhebung der Begrenzungen zur Kohleförderung nur unter bestimmten Bedingungen. Gegen die Aufhebung der Begrenzungen sprachen sich der Abgeordnete der Oppositionspartei Top 09, Michal Kučera, der Vizechef der Top 09, Miroslav Kalousek oder der Senator der Grünen, Václav Láska, aus.

Radio Prag vom 19.10.2015
Regierung entscheidet über Fortsetzung des Braunkohleabbaus in der Grube Bílina

Die Regierung hat am Montag beschlossen, den Braunkohleabbau in der Grube Bílina in Nordböhmen fortzusetzen. Bei der Grube ČSA werden die Begrenzungen zum Braunkohleabbau nicht aufgehoben. Die künftigen Regierungen können jedoch über diese Grube neu entscheiden. Den Informationen der Presseagentur ČTK zufolge billigte das Kabinett schließlich die Variante, die Umweltminister Richard Brabec (Partei Ano) vorlegte.

Das Mitte-Links-Kabinett unter Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) hat am Montag erstmals im Zug getagt. Wie die Presseagentur ČTK meldete, wurden die Minister und Ministerinnen in Ústí nad Labem / Aussig von Demonstranten empfangen. Die Bergarbeiter demonstrierten für die Aufhebung der Begrenzungen zur Kohleförderung, die Ökologen und Bewohner der Gemeinden in der Umgebung von Litvínov dagegen.

 

Radio Prag vom 18.10.2015
Ärzte, Wissenschaftler, NGOs und Bürgerinitiativen haben sich in einem offenen Brief an Premier Bohuslav Sobotka gegen die Fortsetzung des Braunkohleabbaus in Nordböhmen ausgesprochen. Sollten die bisherigen Förderlimits in der Bílina-Grube im Kreis Ústí nad Labem / Aussig an der Elbe aufgehoben werden, hätte dies gravierende Einflüsse auf die Gesundheit und Lebensqualität der Anwohner. Aus dem Brief, der Sobotka am Freitag übermittelt wurde, zitierte am Sonntag die Nachrichtenagentur ČTK. Gewarnt wird darin auch vor den Kosten für die öffentlichen Kassen. Die tschechische Regierung wird voraussichtlich am Montag während eines Ortstermins in Ustí über die Zukunft der Grube entscheiden. Beide Vorschläge des Industrieministers sehen eine Erweiterung der bisherigen Limits vor.

Ein Drittel der Menschen in Armenghettos lebt im Kreis Ústí n. L.

Im nordböhmischen Kreis Ústí / Aussig leben im republikweiten Vergleich die meisten Menschen in ghettoartigen Armensiedlungen.
Wie aus einem Bericht von Menschenrechtsminister Jiří Dienstbier (Sozialdemokraten) hervorgeht, wohnen in den dortigen 89 Armenvierteln bis zu 38.500 Menschen, in ganz Tschechien sind es 115.000 Menschen in etwa 600 Siedlungen.
Mit den Informationen des Menschenrechtsministers wird sich am Montag das tschechische Regierungskabinett während seiner Sitzung in Ústí nad Labem / Aussig an der Elbe beschäftigen.
Auf die rapide Zunahme der Armenviertel, die im Tschechischen als „ausgeschlossene Örtlichkeiten“ (vyloučené lokality) bezeichnet werden
 und häufig von Roma bewohnt werden, hat in der vergangenen Woche das Arbeitsministerium hingewiesen.

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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Landsleute,


Seite 1 der Sudetendeutschen Zeitung:

Ortfried Kotzian, langjähriger Leiter des Hauses des Deutschen Ostens (HDO) in München, ist der neue Vorstandsvorsitzende der Sudetendeutschen Stiftung.

mundArt-Projekt:

Mit dem Projekt „mundArt“ knüpft die Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien (LV) an einen ihrer wichtigsten Arbeitsschwerpunkte an: die Pflege der deutschen Sprache. 

Diese, und weitere Artikel, die seit dem letzten Infobrief erschienen sind lesen Sie wie immer unter
    
www.sudeten-by.de 

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Most
 

 
 

Impressum

Sudetendeutsche Landsmannschaft Landesgruppe Bayern e.V. Hochstr.8, 81669 München
Amtsgericht München - Registergericht : VR 4469
Vorsitzender: Steffen Hörtler
Telefon: 08948000346
Telefax: 08948000396
E-Mail: Geschaeftsstelle@sudeten-by.de
Bürozeiten: Mi : 9.00 – 18.00 Uhr
Do : 9.00 – 18.00 Uhr

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Radio Prag meldete:

Ausbau der Autobahn D11 in Richtung Polen könnte 2016 beginnen

Der Ausbau der Autobahn D11 in Ostböhmen soll weiter vorangetrieben werden. Im idealen Fall soll bereits im kommenden Jahr mit dem Bau eines Abschnitts der Streckenführung zwischen Hradec Králové / Königgrätz und Jaroměř / Königinhof begonnen werden, sagte Verkehrsminister Dan Ťok am Donnerstag bei einem Besuch in Hradec Králové. Immer vorausgesetzt, dass man bis dahin alle Grundstücke sowie die erforderlichen Baubewilligungen bekommt, so der Minister. Die Autobahn D11 führt momentan von Prag bis Hradec Králové, wo dieser Tage das letzte Teilstück mit 2,5 Kilometern Länge beendet wird. Mit dem Ausbau der Autobahn in Richtung Jaroměř und weiter bis zur Grenze mit Polen soll eine weitere wichtige Transitverbindung zwischen den beiden Nachbarstaaten entstehen.

 

Sudetendeutscher Pressedienst (SdP)
Österreich

Wien/München, am   7.Oktober 2015
 

Langjähriger Präsident der Landesversammlung der Deutschen Walter Piwerka  verstorben 

Volksgruppensprecher Bernd Posselt: „Walter Piwerka war kein bequemer Mann. Das konnte er nach einem wechselvollen Leben, wie es ihm widerfuhr, auch nicht sein. Er erfuhr zwei totalitäre Systeme mit der kollektiven Entrechtung unserer und seiner Volksgruppe, wurde zwar nicht nach Deutschland vertrieben, erlitt aber die sogenannte Innere Vertreibung in die tschechischen Kernregionen Böhmens und Diskriminierungen. Zu den Höhepunkten seines immer auch politischen Lebens gehörten seine Mitwirkung an Aktivitäten der deutschen Restvolksgruppe in der kommunistischen, die Gründung des Verbandes der Deutschen und der Landesversammlung in Böhmen, Mähren und Schlesien in der nachkommunistischen Zeit, die Mitgliedschaft im ersten demokratisch gewählten tschechischen Parlament, wo er einiges für die in der Heimat verbliebenen Landsleute erreichen konnte, sein Besuch beim inzwischen ebenfalls verstorbenen sudetendeutschen Präsidenten des Europäischen Parlamentes, Egon Klepsch, den ich vermitteln durfte, sowie die Ära, in der er gemeinsam mit dem damaligen Bundesvorsitzenden der Ackermann-Gemeinde, Walter Rzepka, ein sehr produktives Unterforum des Deutsch-Tschechischen Gesprächsforums leitete. Er wird uns als eine unermüdlich arbeitende, markante Persönlichkeit unserer Volksgruppe in den schwierigsten Phasen ihrer Geschichte im Gedächtnis bleiben.“

Walter Piwerka kam am 9. August 1931 in Krummau in ärmlichen Verhältnissen zur Welt. Ende 1945 stand er mit seiner Mutter alleine da. Sein Vater war im Krieg gefallen und sein älterer Bruder in Jugoslawien in Kriegsgefangenschaft. Schließlich bekam er eine Lehrstelle als Elektriker bei einer einst deutschen Firma. Als er vergeblich versuchte auszusiedeln, begann die Schikane: Er sollte als Hilfsarbeiter in die Landwirtschaft. Daraufhin zog er nach Westböhmen, wo es mehr Deutsche gab, und arbeitete fortan im Schacht.

1968 holte ihn der Chefredakteur der „Prager Volkszeitung“ in die Redaktion. Mit dem Aufbau eines Föderalstaates kam es ebenfalls 1968 zur Wiedereinführung des Tschechischen Nationalrats, und Piwerka wurde Delegierter des Bezirks Falken­au. Danach half er beim Aufbau des Kulturverbandes der Bürger deutscher Nationalität. Doch auch unter diesen Deutschen arbeiteten einige mit der KP-Führung zusammen. Er und andere Mitstreiter mußten als „antisozialistische Elemente“ gehen. Seine Posten im Parlament und bei der „Prager Volkszeitung“ wurde er ebenfalls los.

Erst nach der Samtenen Revolution konnte er sich wieder für die deutsche Minderheit engagieren. Mit Gleichgesinnten baute Piwerka den Verband der Deutschen in der Tschechoslowakei (VdD) auf, aus dem 1992 die Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien hervorgehen sollte. Unter Mühen setzte sich die Landesversammlung während seiner Amtszeit erfolgreich für deutsche Schulen ein. „Heute meint man, das sei alles vom Himmel gefallen. Doch das hatten wir hart erkämpft“, sagte Piwerka kurz vor seinem Tod.

Ebenso mühsam gestaltete sich die Gründung einer deutschen Zeitung. Nach der gescheiterten „Deutschen Zeitung“, die im Sommer 1990 erschienen war, entstand 1991 mit finanzieller Unterstützung der tschechischen Regierung die „Prager Zeitung“. Das Blatt sollte ein Medium für die deutsche Minderheit sein.            Stefan Meier/nh

 Quelle: Sudetendetusche Zeitung/München, Folge 39, 25. September 2015 

Piwerka-Bild kann angefordert werden 

Bebilderte Berichte finden Sie auch im Internet unter http://www.hausderheimat.at

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Newsletter des Adalbert Stifter Vereins
Praktikumsplatz beim Adalbert Stifter Verein in München

 

 

Praktikum beim Adalbert Stifter Verein

Der Adalbert Stifter Verein (www.stifterverein.de) in München ist eine von der Bundesregierung institutionell geförderte Einrichtung. Seine Aufgabe ist die Erforschung der deutschsprachigen Kultur und Literatur Böhmens, Mährens und Sudetenschlesiens einschließlich ihrer Wechselwirkung mit der tschechischen Kultur und Literatur sowie die Förderung des deutsch-tschechischen Kulturaustauschs. 

Der Verein konzipiert Ausstellungen, veranstaltet wissenschaftliche Vorträge, Kolloquien, Autoren­lesungen und –begegnungen sowie Studienreisen, gibt Publikationen heraus und unterhält eine Bibliothek.

 

 

Mögliche Aufgaben während des Praktikums:

-      Mitarbeit bei Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Adalbert Stifter Vereins (Erstellung von Einladungen, Pressemitteilungen, Zusammenstellung von Terminen für das Quartals- und das Halbjahresprogramm, Mitwirkung bei der Pflege der Website),

-      Mitarbeit bei der Vorbereitung und Durchführung einzelner Abendveranstaltungen (Lesungen, Vorträge, Böhmischer Salon)

-      Mitwirkung beim Aufbau von Ausstellungen, eventuell auch an anderen Orten

-      Recherchearbeiten

-      Kleine Textkorrekturarbeiten

-      Unterstützung bei der Bibliotheksarbeit

 

Anforderungen:

-      Gute MS-Office-Kenntnisse

-      Gute Tschechisch-Kenntnisse

-      Kommunikationsfreude

-      Zuverlässigkeit und eigenverantwortliches Handeln

-      Flexibilität (Bereitschaft zur Anwesenheit bei Abendveranstaltungen, eventuell auch zur Mitwirkung bei externen Veranstaltungen)

-      Interesse an Kultur und deutsch-tschechischen Beziehungen

 

Arbeitszeit

etwa 18 Stunden pro Woche

 

Zeitraum

baldmöglichst (spätestens zum 1. November) bis 18. Dezember 2015.

 

Vergütung

Die Vergütung für den Zeitraum des Praktikums beträgt 50 €/ Woche.

 

 

Hilfestellung bei der Suche nach einer Unterkunft in München kann leider nicht gewährt werden.

 

 

Bewerbungen bitte an:

Adalbert Stifter Verein

Hochstr. 8

81669 München

 

Tel: 089 622 716 30

eMail: Sekretariat[a]stifterverein.de

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir bitten um Ihre Aufmerksamkeit für:

Sonntag, 6. September, 10:15 Uhr ZDF:

„Peter Hahne – Deutschland 2015“ mit

Bernd Posselt, Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe

und Präsident der Paneuropa-Union Deutschland.

Themen: Bewährungsprobe Zuwanderung - Vertriebene, Migranten, Flüchtlinge
 
 

Sudetendeutsche Kulturpreise 2016 -
Die "Oscars" der Sudetendeutschen: Nominieren Sie jetzt!


Im Rahmen des Sudetendeutschen Tages 2016 werden wieder Kulturpreise in den
 Kategorien Literatur, Musik, Bildende Kunst und Architektur, Darstellende und Ausübende Kunst, Wissenschaft und Volkstumspflege vergeben.

Kennen Sie Persönlichkeiten sudetendeutscher Herkunft, deren Leistungen in den genannten Bereichen besonders gewürdigt werden sollten?
 Dann schlagen Sie sie bitte für die Sudetendeutschen Kulturpreise vor!

Das Team der Bundesgeschäftsstelle
http://www.sudeten.de/cms/?Die_Sudetendeutsche_Landsmannschaft:Bundesgesch%E4ftsstelle_Mitarbeiter
dankt für Ihr Interesse und wünscht Ihnen ein schönes Wochenende.

Mit freundlichen Grüßen

Hildegard Schuster

Sudetendeutsche Landsmannschaft Bundesverband e.V.

Presse / Öffentlichkeitsarbeit / Heimatpolitik

Tel.: 089 / 48 00 03 54

Mobil: 0171 / 20 49 747

www.sudeten.de

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Sudetendeutscher Pressedienst (SdP)

Österreich
Wien /
Geiß-Nidda,  1. September 2015

Hus-Fakultät der Karlsuniversität in Prag zeichnet Rudolf Grulich aus

Die Hus-Fakultät, eine der drei Theologischen Fakultäten der Prager Karlsuniversität, hat Professor Dr. Rudolf Grulich, den Leiter des Instituts für Kirchengeschichte von Böhmen-Mähren-Schlesien in Nidda,  die Patriarch-Kovář-Medaille verliehen. Die 1920 entstandene Tschechoslowakische Kirche, die Mitglied des Ökumenischen Rats der Kirchen und der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa ist, lehnte sich bei der Gründung an die Tradition der Slawenapostel Cyrill und Method und an den Reformator Jan Hus an, nennt sich aber erst seit 1971 Tschechoslowakische Hussitische Kirche. Sie ist eine Kirche mit Bischöfen in Prag, Pilsen, Königgrätz, Brünn, Olmütz und Pressburg. An der Spitze steht ein Patriarch. František Kovář leitete die Kirche von 1946 bis 1961. 

Professor Jan B. Lášek würdigte als Dekan der Fakultät bei der Überreichung der Medaille und der in Latein verfassten Urkunde die Verdienste von Professor Grulich für die Kirche in Tschechien und nannte ihn „einen echten Pontifex, einen Brückenbauer im wahrsten Sinne des Wortes“. Als Mitherausgeber der von der Hussitischen Fakultät herausgegebenen Reihe Deus et gentes (Gott und die Völker) habe Grulich in Vorträgen und bei den Konferenzen der Fakultät im Kaisersaal der Karlsuniversität verschiedene Aspekte des Themenbereiches „Kirche und Volkstum“ sachkundig behandelt  und darüber hinaus deutschen und tschechischen Studenten die gemeinsame Geschichte der böhmischen Länder nahegebracht. Sein Buch Sudetendeutsche Katholiken als Opfer des Nationalsozialismus, das von der Hus-Fakultät in der Reihe Pontes Pragenses (Prager Brücken) auch in tschechischer Übersetzung erschien, habe für Tschechen und Deutsche viel zur Wahrheitsfindung der Geschichte beider Völker im 20. Jahrhundert beigetragen. 

Grulich dankte für die Ehrung, die im Jubiläumsjahr des böhmischen Reformators Jan Hus erfolgte. Er müsse aber  auch für die Freundschaft und die Kollegialität mit den Professoren und Dozenten der Fakultät in Prag besonders danken.  „Auf  den Symposien der Fakultät über Nation und Religion in den böhmischen Ländern sind keine heißen Eisen ausgeklammert worden,  sondern  konnten Katholiken und Protestanten, Orthodoxe und Hussiten, Juden und Freidenker aus ganz Europa als Referenten in vorbildlich objektiver Weise  die Bedeutung der Religion für die Völker und den Aufbau Europas darlegen.“
Angelika Steinhauer

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Sehr geehrte Damen und Herren,  

wir bitte um Ihre Aufmerksamkeit für:

 

Fernsehtipp: 

Heute, Dienstag, den 1.9. um 21.45 Uhr (22.00 Uhr?), ARD Report München:

70 Jahre Vertreibung – unter anderem ein Bericht über den  Komotauer Todesmarsch

 

Veranstaltungen der Sudetendeutschen Heimatpflegerin im Sudetendeutschen Haus in München:

 

Einladung zum Vortrag  von Prof. Dr. Erich Zettl (Konstanz)

am Dienstag, 8. September , 19:00 Uhr 

Ignaz Sichelbarth (1708-1780), Missionar, Maler und Mandarin am chinesischen Kaiserhof

Der Vortrag schildert das filmreife Leben eines Neudeker Jesuiten, der mit seiner Malkunst große Erfolge in China feierte.  

Ausstellung bis zum 25. September: 

Zerstörte jüdische Denkmäler in Nordböhmen 1938-1989

von Společnost pro obnovu památek Úštěcka o.s. /

Gesellschaft für Denkmalrenovierung der Region von Úštěk / Auscha  

Mit freundlichen Grüßen und Dank im Voraus für Ihr Interesse

 

Hildegard Schuster

Sudetendeutsche Landsmannschaft Bundesverband e.V.

Presse / Öffentlichkeitsarbeit / Heimatpolitik

Tel.: 089 / 48 00 03 54

Mobil: 0171 / 20 49 747

www.sudeten.de

 

Sudetendeutscher Pressedienst (SdP)

Österreich
Wien, am  31. August 2015
 

BIK-Veranstaltungsvorschau September 2015 

Wissenschaftliche Tagung:

"Die Rolle der tschechoslowakischen Nachrichtendienste in Österreich während des Kalten Krieges, III"

Preßburg / Bratislava. Mittwoch, 30. September bis Freitag, 2. Oktober 2015 

 Mit einem Workshop des Clusters Geschichte der Ludwig Boltzmann Gesellschaft.

Anmeldungen bitte an: Mag. Philipp Lesiak (Ludwig Bolzmann-Institut für Kriegsforschung) philipp.lesiak@bik.ac.at   

Buchvorstellungen in Deutschland: 

Stefan Karner - Mark Kramer - Peter Ruggenthaler - Manfred Wilke u. a. (Hg.),
 Der Kreml und die deutsche Wiedervereinigung 1990. Interne sowjetische Analysen.
 

Montag, 7. September 2015, 19:00 Uhr  

Österreichische Botschaft Berlin, Stauffenbergstraße 1, 10785 Berlin 

Begrüßung: Botschafter Dr. Nikolaus Marschik 

Buchvorstellung und Diskussion mit Prof. Horst Teltschik, Prof. Dr. Horst Möller und den Herausgebern Stefan Karner, Peter Ruggenthaler und Manfred Wilke. 

Anmeldung: berlin-ob@bmeia.gv.at (Tel.: +49/30/20287-161) 

Dienstag, 8. September 2015, 19:00 Uhr  

Besuchszentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Straße 119, 13355 Berlin 

Begrüßung: Dir. Prof. Dr. Axel Klausmeier

Buchvorstellung und Diskussion mit Min. a. D. Markus Meckel und den Herausgebern Stefan Karner, Peter Ruggenthaler und Manfred Wilke. 

Mittwoch, 9. September 2015, 19:00 Uhr  

Bürgerkomitee Leipzig, Dittrichring 24, 04109 Leipzig 

Buchvorstellung und Diskussion mit Prof. Dr. Günther Heydemann, HAIT Dresden, und den Herausgebern Stefan Karner, Peter Ruggenthaler und Manfred Wilke. 

Donnerstag, 10. September 2015, 19:00 Uhr  

Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Willy-Brandt-Allee 14, 53113 Bonn 

Begrüßung: Präs. Prof. Dr. Hans Walter Hütter

Buchvorstellung und Diskussion mit Wolfgang Bergsdorf, ehem. Mitarbeiter von Helmut Kohl, Prof. Dr. Hanns Jürgen Küsters und den Herausgebern Stefan Karner, Peter Ruggenthaler und Manfred Wilke.

Anmeldung: Frau Straßberger  

Bei allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei. Nähere Informationen auf www.bik.ac.at 

Bebilderte Berichte finden Sie auch im Internet unter http://www.hausderheimat.at

 

 

 

Sudetendeutscher Pressedienst (SdP)                                 

Redaktion, Herausgeber, Medieninhaber:                                                Telefon: 01/ 718 59 19

Sudetendeutsche Landsmannschaft in Österreich (SLÖ)                     Fax: 01/ 718 59 23

Bundespressereferat: A-1030 Wien, Steingasse 25                               E-Mail: pressedienst@sudeten.at

ZVR-Zahl: 366278162                                                                                   www.sudeten.at

 

 

Newsletter des Adalbert Stifter Vereins
Nr. XXXVI

 

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Spolek Němců a přátel německé kultury „Kulturverband” a

Spolek Adalberta Stiftera

Vás zvou na  výstavu

Der Verband der Deutschen und der Freunde der deutschen Kultur und der Adalbert Stifter Verein

laden ein zur Ausstellung

 

Portréty z Čech a Moravy

Porträts aus Böhmen und Mähren


 

 

 

Jaromír Boháč, Johann Böhm, Hellmut Bornemann, Oskar Böse, Toman Brod, František Černý, Barbara Coudenhove-Kalergi, Bohumil Doležal, Helena Faberová, Hugo Fritsch, Jiří Gruša, Widmar Hader, Peter Härtling, Gudrun Heißig, Johanna von Herzogenberg, Milan Horáček, Hellmuth Karasek, Ferdinand Kinsky, Tomáš Kosta, Jan Křen, Kurt Krolop, Franz Peter Künzel, Peter Kurzeck, Markus Lüpertz, Max Mannheimer, Franz Olbert, Anton Otte, Marianne Pasetti, Walter Piverka, Vilém Prečan, Petr Příhoda, František Radkovský, Lída Rakušanová, Peter Rath, Günter Reichert, Rosina Reim, Erwin Scholz, Eduard Schreiber, Lore Schretzenmayr, Haro Senft, Olga Sippl, Josef Škrábek, Ivan Steiger, Oldřich Stránský, Horst Teltschik, Ilse Tielsch, Petr Uhl, Bedřich Utitz, Věra Vohlídalová, Alena Wagnerová, Angelus Waldstein, Fritz Wittmann, Barbara von Wulffen, Zdeněk Zvolský

 

54 portrétů fotografky Petry Flath z Mnichova ukazují a vyzdvihují ty, kdo spoluvytvářeli a formulovali uplynulých dvacet let česko-německých vztahů – politiky i umělce, sudetské Němce i Čechy, ty, kdo v zemi zůstali, i ty, kdo byli vyhnáni či emigrovali.

 

 


 

Die 54 Porträts der Fotografin Petra Flath aus München zeigen und würdigen Personen, welche die vergangenen zwanzig Jahre der deutsch-tschechischen Beziehungen geprägt und mitgestaltet haben: Politiker wie Kunstler, Sudetendeutsche wie Tschechen, im Land Verbliebene ebenso wie Vertriebene und Exilanten.

 

 

KDY/WANN?   Čtvrtek, 20. srpna 2015, 18 hodin

                               Donnerstag, 20. August 2015, 18 Uhr

KDE/WO?   Dům národnostních menšin / Haus der Minderheiten, Vocelova 602/3, Praha 2

OTEVÍRACÍ DOBA?     vždy přistupná

ÖFFNUNGSZEITEN?   jederzeit zugänglich

DO/BIS?                           
20. září  / 20. September 2015

 

Sudetendeutscher Pressedienst (SdP)

Österreich

 

Wien, am  31. August 2015 

BIK-Veranstaltungsvorschau September 2015 

Wissenschaftliche Tagung:

"Die Rolle der tschechoslowakischen Nachrichtendienste in Österreich während des Kalten Krieges, III"

Preßburg/Bratislava. Mittwoch, 30. September bis Freitag, 2. Oktober 2015 

 Mit einem Workshop des Clusters Geschichte der Ludwig Boltzmann Gesellschaft.

Anmeldungen bitte an: Mag. Philipp Lesiak (Ludwig Bolzmann-Institut für Kriegsforschung) philipp.lesiak@bik.ac.at   

Buchvorstellungen in Deutschland: 

Stefan Karner - Mark Kramer - Peter Ruggenthaler - Manfred Wilke u. a. (Hg.), Der Kreml und die deutsche Wiedervereinigung 1990. Interne sowjetische Analysen.  

Montag, 7. September 2015, 19:00 Uhr  

Österreichische Botschaft Berlin, Stauffenbergstraße 1, 10785 Berlin 

Begrüßung: Botschafter Dr. Nikolaus Marschik 

Buchvorstellung und Diskussion mit Prof. Horst Teltschik, Prof. Dr. Horst Möller und den Herausgebern Stefan Karner, Peter Ruggenthaler und Manfred Wilke. 

Anmeldung: berlin-ob@bmeia.gv.at (Tel.: +49/30/20287-161) 

Dienstag, 8. September 2015, 19:00 Uhr  

Besuchszentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Straße 119, 13355 Berlin 

Begrüßung: Dir. Prof. Dr. Axel Klausmeier

Buchvorstellung und Diskussion mit Min. a. D. Markus Meckel und den Herausgebern Stefan Karner, Peter Ruggenthaler und Manfred Wilke. 

Mittwoch, 9. September 2015, 19:00 Uhr  

Bürgerkomitee Leipzig, Dittrichring 24, 04109 Leipzig 

Buchvorstellung und Diskussion mit Prof. Dr. Günther Heydemann, HAIT Dresden, und den Herausgebern Stefan Karner, Peter Ruggenthaler und Manfred Wilke. 

Donnerstag, 10. September 2015, 19:00 Uhr  

Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Willy-Brandt-Allee 14, 53113 Bonn 

Begrüßung: Präs. Prof. Dr. Hans Walter Hütter

Buchvorstellung und Diskussion mit Wolfgang Bergsdorf, ehem. Mitarbeiter von Helmut Kohl, Prof. Dr. Hanns Jürgen Küsters und den Herausgebern Stefan Karner, Peter Ruggenthaler und Manfred Wilke.

Anmeldung: Frau Straßberger  

Bei allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei. Nähere Informationen auf www.bik.ac.at.

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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Landsleute,

Der Landeskulturreferent Dr. Christian Weber stellt unter

"Sudetendeutsche Persönlichkeiten"

Johann Gregor Mendel vor.
 

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Mit freundlichen Grüßen
 

Thomas Most
 

 

 
 

 
 

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Sudetendeutsche Landsmannschaft Landesgruppe Bayern e.V. Hochstr.8, 81669 München
Amtsgericht München - Registergericht : VR 4469
Vorsitzender: Steffen Hörtler
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Do : 9.00 – 18.00 Uhr

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Ein Sonnenstrahl sein für alle – zum Gedenken an Mutter Maria Annuntiata Chotek

Am 8. August vor 125 Jahren wurde Komtesse Ada Chotek, die spätere Mutter Maria Annuntiata Chotek und Gründerin der Kongregation der Schwestern von der Heiligsten Eucharistie der Diözese Leitmeritz, in Großpriesen/Nordböhmen auf dem herrschaftlichen Sitz ihrer Familie geboren. Ada war eine Verwandte der 1914 in Sarajevo ermordeten Sophie Chotek, der Frau des österreichischen Thronfolgers.

Der Ugroßvater Adas, Graf Carl Chotek von Chotkowa und Wognin, hatte 1840 das Gut in Großpriesen erworben und in der Folgezeit noch Anbauten vorgenommen. Als jüngste von drei Kindern wuchs die kleine Komtesse dort unbeschwert auf. Nach ihrer Schulzeit bei den Sacre-Coeur-Schwestern in Riedenburg schien Ada ein weiterhin sorgloses Leben entgegenzustehen, zeitgleich hatte sie in ihrer Jugend den Entschluss gefasst: „Ich will heilig werden!  Immer mehr nach Vollkommenheit zu streben, an mir zu arbeiten, besser und reiner zu werden!“.

Dunkle Wolken zogen jedoch in der Chotek’schen Familie auf, als Nini, Adas ältere Schwester nach einer Blinddarmoperation plötzlich starb. Die Ironie des Schicksals wollte es wohl so, dass der Vater der Komtessen Nini den Eintritt bei den Sacre-Coeur-Schwestern kurz zuvor verboten hatte. Stattdessen sollte sie zusammen mit Ada bei der Verwaltung der Güter helfen. Dieser schicksalshafte Tod der Schwester, mit dem der Vater nur schwer fertig wurde, ebnete für Ada dagegen den Weg in ein frommes Leben, das ganz der Liebe zum Heiland- und zum Nächsten gelten sollte. Ada genügte es aber nicht, „nur“ in eine klösterliche Gemeinschaft einzutreten. Sie wollte Gründerin eines eigenen Werkes sein. Auch die Zusammenarbeit mit  einem ihrer engsten Vertrauten, dem pensionierte Priester und Erzdechant Anton Kubath, weckte in ihr die Motivation zur pastoralen Arbeit. In der Folge gründete Ada die marianische Kinder- und Jungfrauenkongregation und führte die Ministranten sowie den Tarcisius-Bund.

Innerlich bereits auf einen Klosterberuf fixiert, holte Ada bei verschiedenen Vertrauten Ratschläge und Empfehlungen bezüglich ihrer Bestimmung ein, so auch bei Pater Lang und beim Bischof der Diözese Leitmeritz, Dr. Josef Groß. Daneben nahm sie an Exerzitien teil, wie auch im Dezember 1921 mit Gräfin Kinsky-Hartig, die Ada in der Folgezeit oft als ihre „Seelenmutter“ bezeichnete. 1922 legte die 32jährige Komtesse ihr Gelübde der Jungfräulichkeit ab. Es war eine Zeit, in der sie nach Zeichen, ja nach Sternen wie bei der Berufung der heiligen drei Könige, suchte. Sterne, die ihr den Weg weisen würden, den sie gehen musste, um ganz dem Herrn zu dienen. Ihr innigster Wunsch war es, in einem Klosterleben dieser Berufung nachzugehen, doch Pater Lang sah schon früh in ihr viel mehr: Ada sollte selbst ein apostolisches Werk für Böhmen gründen.

Nach einer Absage zum Eintritt in das Kloster in Steyl erhielt Ada den Hinweis auf das Anbetungskloster in Hall bei Innsbruck, das den „Töchtern des Herzens Jesu“ gehörte. Hier bat Ada erneut um Aufnahme und erhielt mit der Zusage auch die Aufforderung, die endgültige Entscheidung mit der Familie vorzubereiten und anschließend bekannt zu geben. Als ob sich das Schicksal zugunsten Adas fügen würde, erhielt sie von Vater und Mutter letzten Endes die Erlaubnis für den Klosterberuf, nicht zuletzt auch deshalb, da der Vater den Tod von Nini immer noch nicht überwunden hatte. Da der Weggang aber für die Eltern Adas eine lebensbedrohende Katastrophe bedeutet hätte, sollte Ada in der Heimat bleiben und stattdessen selbst ein Kloster gründen. Die zwei Bedingungen von Bischof Dr. Josef Groß waren erfüllt, denn die Zustimmung der Eltern war vorhanden, ebenso hatte Adas Vater ihr ein Haus sowie einen vorgezogenen Teil des Erbes zugesichert.

In ihrem weiteren Leben sollte Pater Karl Maria Andlau S.J. ein wichtiger Berater für Ada werden. Im Buch Antwort der Liebe sieht Rudolf Grulich in Andlau sogar „fast einen Mitbegründer der Kongregation, da er mit aufopfernder Liebe das Werk förderte, der Gründerin mit dem reichen Schatz seiner Erfahrungen zur Seite stand und manche Schwierigkeiten überwinden half.“

Grundlegend für das gegründete Eucharistische Sühnewerk war wohl die Caritas, der Dienst am Nächsten, den Ada Chotek besonders gut verstand und der ihr sehr wichtig war. Darunter fielen die Betreuung von Kranken- und Armenhäusern sowie von körperlich behinderten Kindern, aber auch Erholungs- und Ferienheime für Kinder und Mütter, später auch als „Chotek’sche Fürsorgestätten“ bekannt. „Durch das Beispiel aufopfernder Liebestätigkeit, vereint mit anhaltendem Sühnegebet, hoffte sie, dass die Vereinigung des Eucharistischen Sühnewerkes mit Gottes Hilfe einen guten und versöhnenden Einfluss auf die der Religion meist entfremdeten und feindlich gesinnten Herzen der Arbeiterbevölkerung ausüben würde. So sollte das Volk allmählich Gott und der Religion wieder nähergebracht werden.“

Der nächste Schritt geistlicher Gemeinschaft war die Anfertigung der ersten Ordenskleider, die blaugrau sein sollten nach dem Wunsch der Gründerin. Unterdessen waren auch die Arbeiten am Mutterhaus abgeschlossen im Teil des Chotek’schen Schlosses, den Ada von ihrem Vater zugesprochen bekommen hatte. Am Christkönigsfest 1933 konnte es eingeweiht werden. Mit dem Bezug des Mutterhauses in Großpriesen zeichnete sich die Familie Chotek einmal mehr als eine Patronatsherrschaft im echten Sinn des Wortes über die Leute des Ortes aus.

War die kleine Schwesterngemeinschaft schon bald sichtbar gewachsen und hatte ihren Weg gefunden, trachtete Bischof Dr. Anton Weber, der Nachfolger des verstorbenen Bischof Groß, danach, die kirchliche Bestätigung des Werkes durch den Heiligen Stuhl einzuholen. Dazu einigte man sich zunächst auf einen Namen: „Kongregation der Schwestern von der Heiligsten Eucharistie“ und entwarf ausführliche Konstitutionen. Am 30. Juni 1937 erfolgte die Anerkennung durch Rom und der 21. November 1937 wurde für die feierliche Errichtung gewählt. Dabei wurde auch die Leitung der Kongregation offiziell bestimmt, Generaloberin wurde Ada Chotek, die nun den Namen Mutter Maria Annuntiata trug. Noch vor der offiziellen Anerkennung der Kongregation hatte sich die Gemeinschaft schon ausgebreitet. Es entstanden außerdem in der Folgezeit Filialen im nordböhmischen Bodenbach an der Elbe, in Schwaden („Marienburg“) und zwei Niederlassungen in Böhmisch-Leipa und Niemes sowie in Dolna Krupa in der Slowakei, die später noch nach Bucany bzw. Tyrnau verlegt wurde.

Mit dem Münchner Abkommen gelangte Großpriesen und die meisten Filialen zum Deutschen Reich, was größtenteils freudig begrüßt wurde. Später sollten auf die Euphorie Verfolgungen durch die Nationalsozialisten folgen. Auch die „Chotek’schen Fürsorgestätten“ wurden in diesem Zuge aufgelöst, das Haus der Schwestern in Schwaden wurde beschlagnahmt. Körperlich ohnehin geschwächt durch ein Unterleibskrebsleiden taten die „Aktionen“ der Nationalsozialisten ihr übriges dazu, dass sich der Gesundheitszustand von Mutter Maria Annuntiata zusehends verschlechterte, obgleich sie mit einer enormen Energie gegen die Krankheit ankämpfte und sogar noch im Rollstuhl an Wallfahrten teilnahm. Am 14. August 1939 verstarb Mutter Maria Annuntiata Chotek im Kreise ihrer Mitschwestern und wurde am 17. August unter großer Anteilnahme in der Chotek’schen Familiengruft in Waltirsche beigesetzt.

1946 wurden die Schwestern nach Salzburg ausgesiedelt und konnten nach langem Suchen und Umbauen das neue Mutterhaus in Salzburg-Hernau beziehen. Im Jahre 1987 erfolgte die Überführung Mutter Annuntiatas auf den Friedhof von Leitmeritz. „Ein Sonnenstrahl für alle sein“, das war Mutter Annuntiatas sehnlichster Wunsch, dem sie mit Hingabe nacheiferte – und es gelang ihr auch:

Dass nämlich diese Gemeinschaft in Österreich noch heute besteht, alle Hindernisse überstanden hat und sich nach der Vertreibung unermüdlich um eine neue Wirkungsstätte bemüht hat, spricht ganz für den Geist ihrer Gründerin– und für ihr selbsterklärtes Prinzip- und Losungswort, das sie zeitlebens immer antrieb und nach dem sie lebte:

„Heute  - nicht morgen soll angefangen werden!“

Wenn Sie mehr über das Leben und Werk von Mutter Maria Annuntiata Chotek und vor allem über den geschichtlichen Hintergrund ihrer Zeit erfahren möchten, so sei Ihnen das Buch

Grulich, Rudolf, Antwort der Liebe. Leben und Werk von Mutter Maria Annuntiata Chotek (Für Kirche und Volksgruppe; 9), Königstein 1997

empfohlen, das Sie im Haus Königstein-Institut für Kirchengeschichte von Böhmen-Mähren-Schlesien

Zum Sportfeld 14
63667 Geiß-Nidda

haus-koenigstein.nidda@t-online.de
Tel.: 06043/9885224
beziehen können.

 
Julia Nagel
 

Radio Prag am 5.8.2015
Nach 70 Jahren: Familieneigentum von Sudetendeutschen entdeckt

Historiker haben im nordböhmischen Libouchec wertvolle Habseligkeiten entdeckt, die Sudetendeutsche während der Vertreibung vor 70 Jahren zurückgelassen haben. Wie Leiter des Stadtmuseums im benachbarten Ustí nad Labem / Aussig am Mittwoch mitteilte, versteckte eine deutsche Familie damals 100 Päckchen auf dem Dachboden ihrer Villa. Dabei handelt es sich um Alltagsgegenstände wie Damenhüte, Einmachgläser und Schulhefte, aber auch Zeitungen aus der Kriegszeit und eine Ausgabe von Hitlers Schrift „Mein Kampf“. Als wertvollstes Fundstück gilt bislang ein Landschaftsgemälde des Malers Josef Stegl (1895-1966) aus Děčin / Tetschen. Auf die Spur des Verstecks brachte die Historiker der Sohn der Vertriebenenfamilie, Rudolf Schlattner. Er sagte gegenüber Journalisten, die Familie habe geglaubt, nach einiger Zeit in das Haus zurückkehren zu können. Die Hinterlassenschaften der Sudetendeutschen, zu denen auch die Besitztümer weiterer Familien gehören, sollen nun in einer Ausstellung gezeigt werden.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

 

zur Ausstellungseröffnung mit unserem Sprecher Bernd Posselt laden wir Sie herzlich ein. 

 

Die AusstellungZerstörte jüdische Denkmäler in Nordböhmen 1938 – 1989“ wurde von der Gesellschaft für Denkmalrenovierung der Region von Úštěk / Auscha in Zusammenarbeit mit der Philosophischen Fakultät der Jan–Evangelista-Purkyně-Universität in Ústí nad Labem / Aussig, der Philosophischen Fakultät der Karlsuniverität, dem Nationalen Denkmalschutzamt, der Nationalbibliothek, dem Jüdischen Museum in Praha / Prag, der Jüdischen Gemeinde in Praha / Prag und Teplice / Teplitz-Schönau, der Gesellschaft Matana o.s., dem Verein für die Auschauer Synagoge und den Friedhof, dem Regionalen Museum in Chomutov / Komotau, dem Regionalen Museum in Teplice / Teplitz-Schönau und weiteren Partnern konzipiert.

 

Veranstalter wie Ausstellungsmacher freuen sich auf Ihr Kommen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hildegard Schuster

Sudetendeutsche Landsmannschaft Bundesverband e.V.

Presse / Öffentlichkeitsarbeit / Heimatpolitik

Tel.: 089 / 48 00 03 54

Mobil: 0171 / 20 49 747

www.sudeten.de

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Pressemitteilung des Bundes der Vertriebenen


Deutsche Heimatvertriebene sind Opfer
Ethnische Säuberungen waren, sind und bleiben Unrecht 

Zum 70. Jahrestag der Potsdamer Konferenz (17. Juli bis 2. August 1945) erklärt BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius MdB:  

Die protokollierten Beschlüsse der Potsdamer Konferenz sind keinerlei Rechtfertigung für ethnische Säuberungen, Morde und vergleichbare Verbrechen an der deutschen Zivilbevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg in Polen, der Tschechoslowakei und Ungarn. 

Schon Monate vor der Potsdamer Konferenz waren die Vertreibung der deutschen Zivilbevölkerung aus diesen Gebieten sowie ethnische Säuberungen im vollen Gange. Auch während und nach dieser Konferenz gingen Vertreibungen und Pogrome weiter. Noch während der Konferenz kam es zum Massaker von Aussig (31. Juli 1945). Wir gedenken ebenso der Opfer des Brünner Todesmarsches, der Erschießungen in Saaz und aller anderer Verbrechen gegen die Menschlichkeit in dieser Zeit.  

Art. XIII der Potsdamer Protokolle war nichts mehr als der untaugliche Versuch einer Legitimierung des Vertreibungsverbrechens, das bereits  lange vor der Konferenz im Gange war. Zu einer „geordneten und humanen Umsiedlung“, von der in dieser Protokollnotiz gesprochen wird, kam es gar nicht. Übergriffe, Mord, Hass, Vergeltung, Konfiska­tionen, Zwangsarbeit, Straflager und Verurteilungen blieben an der Tagesordnung. Die deutsche Zivilbevölkerung aus den Gebieten der Vertreiberstaaten wurde Opfer stalinistischer Machtpolitik, um einen von der Sowjetunion kontrollierten Herrschaftsraum in Mittel-, Ost­mittel und Südosteuropa zu schaffen und Stalins Herrschaft in den angrenzenden Gebieten zu verstärken.  

70 Jahre danach haben die deutschen Heimatvertriebenen die Folgen des Zweiten Weltkriegs vergeltungs- und rachefrei angenommen. Sie danken den Menschen in ihren ehemaligen Heimatgebieten, die das verbrecherische Geschehen von damals zunehmend anerkennen.  

Mögen der 70. Jahrestag der Konferenz von Potsdam vor dem Hinter­grund der Massaker von Aussig, von Prerau, der Erschießungen ­­­­in Saaz, des Blutgerichtes in Landskron, des Brünner Todesmarsches und aller vergleichbarer Verbrechen zu der Erkenntnis führen, dass Kriege und Vertreibungen immer unmenschlich und deren Opfer eben alle Opfer sind.


Die Pressemitteilungen des Bundes der Vertriebenen sind zur Information, zur redaktionellen Verwertung bzw. zur Veröffentlichung bestimmt. Weitere Auskünfte erteilt die Pressestelle. 

BdV-Logo ohne Balken 2015 - 250

BdV – Bund der Vertriebenen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pressekontakt: Marc-Pawel Halatsch
 
Pressestelle Berlin
Haus der BundespressekonferenzSchiffbauerdamm 40, Raum 4204

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Fax: +49 (0)228 81007 52

Unterstützen Sie die Anliegen des Bundes der Vertriebenen durch eine Spende an die gemeinnützige Stiftung der deutschen Heimatvertriebenen ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN, Spendenkonto Deutsche Bank, Kontonummer 3 17 17 17, Bankleitzahl 380 700 24, IBAN DE76 3807 0024 0317 1717 00, BIC DEUTDEDB380. Informationen zum ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN finden Sie unter www.z-g-v.de 

Mit freundlichen Grüßen

 

Radio Prag 1.8.2015
Aus Aussig bis zur Atombombe: die Chemikerin Lilli Hornig

In einigen Tagen jährt sich der Atombombenabwurf auf Hiroshima zum 70. Mal.
 Wissenschaftler forschten ab 1942 in den USA in einem Geheimprojekt zu der schrecklichen Waffe.
 Praktisch nicht bekannt ist, dass dem Forscherteam auch eine jüdisch-deutschböhmische Chemikerin angehörte:
Lilli Hornig, geboren in Ústí nad Labem / Aussig.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

 

mit Vizepremier Dr. Pavel Bělobrádek hat erstmals ein führendes Mitglied der tschechischen

Regierung offiziell das Sudetendeutsche Haus in München besucht.

 

Mit der Sudetendeutsche Zeitung informieren wir ausführlich über diesen Besuch.

Bitte lesen Sie hier: http://www.sudeten.de/sudpresse/up/30-01-Titelseite_lores.pdf

Und: http://www.sudeten.de/sudpresse/up/30-02-Aktuell_Meinung_lores.pdf

 

Mit freundlichen Grüßen und Dank für Ihr Interesse

 

Sudetendeutsche Landsmannschaft Bundesverband e.V.
Hildegard Schuster

Presse / Öffentlichkeitsarbeit / Heimatpolitik

Tel.: 089 / 48 00 03 54

Mobil: 0171 / 20 49 747

www.sudeten.de


Radio Prag meldete am 20. 7. 15:
Regierung will mit Gemeinden gegen Leerstand vorgehen

Die Regierung will die Gemeinden beim Abriss leerstehender und verfallener Gebäude unterstützen. Wie Premier Bohuslav Sobotka am Montag während seines Besuchs in Ústí nad Labem / Aussig an der Elbe in Nordböhmen sagte, könne die Zerstörung solcher Objekte zur Lösung der Probleme in sozialen Brennpunkten beitragen. Das Ministerium für Regionalentwicklung ist derzeit auf der Suche nach staatlichen Mitteln für die Maßnahmen. Laut Sobotka muss der flächendeckende Abriss der beschädigten Gebäude vom Staat und den Gemeinden finanziert werden. Falls die Abrissgelände später revitalisiert und dort neue Sozialwohnungen geschaffen werden, seien auch Zuwendungen von Seiten der Europäischen Union denkbar. Der Kreis Ústí nad Labem schätzt die Kosten für den Abriss der betroffenen Gebäude auf 250 Millionen Kronen (9,23 Millionen Euro). Zao

Bericht am 19. 7. 2015 vom Radio Prag.
Ehrung der sudetendeutschen Opfer durch Vizepremier Bělobrádek erntet Lob und Kritik in Tschechien

Er habe die deutschen Vertreibungsopfer in München vor allem als Parteichef der Christdemokraten und als Christ geehrt.
Der tschechische Vizepremier Pavel Bělobrádek führte es am Sonntag gegenüber der Presseagentur ČTK an.
 Er hat am Freitag erstes Mitglied einer tschechischen Regierung das Sudetendeutsche Haus in München besucht und bei dieser Gelegenheit einen Kranz zu Ehren der sudetendeutschen Vertreibungsopfer niedergelegt. Seine Tat hat unterschiedliche Reaktionen unter den Politikern Tschechiens hervorgerufen. Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) schätzte die Geste Bělobrádeks, er verwies aber auch auf historischen Kontext der Vertreibung. Solche Versöhnungsgesten trägen zur Verbesserung der gegenseiteigen Beziehungen bei und gehörten in das sich vereinigende Europa des beginnenden 21. Jahrhunderts, führte der Regierungschef in einer Presseerklärung an. Wenn der Opfer der wilden Vertreibung gedacht werde, müsse aber auch die Bedeutung der Kausalität in den deutsch-tschechischen Beziehungen hervorgehoben werden. Es sei das nationalsozialistische Deutschland gewesen, das die demokratische Tschechoslowakei zerschlagen und den Zweiten Weltkrieg entfesselt habe. Die traurigen Ereignisse vom Frühling und Sommer 1945 seien eine Folge Münchens, des Weltkriegs, der Unterdrückung und der Unfreiheit gewesen, so Sobotka.

Die Ehrung der sudetendeutschen Opfer durch Vizepremier Bělobrádek wurde von der kommunistischen Partei kritisiert. Die Partei Top 09 sprach dagegen Lob dem christdemokratischen Politiker für dessen Versöhnungsgeste aus.

 

 
 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Landsleute,

Der tschechische Vizepremier Bělobrádek besucht das Sudetendeutsche Haus in München

lesen Sie die Artikel über den Besuch bei: www.sudeten-by.de 

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Most  
 

 
 

Impressum

Sudetendeutsche Landsmannschaft Landesgruppe Bayern e.V. Hochstr.8, 81669 München
Amtsgericht München - Registergericht : VR 4469
Vorsitzender: Steffen Hörtler
Telefon: 08948000346
Telefax: 08948000396
E-Mail: Geschaeftsstelle@sudeten-by.de
Bürozeiten: Mi : 9.00 – 18.00 Uhr
Do : 9.00 – 18.00 Uhr

 

Tag der Heimat 2015
(© Bund der Vertriebenen) 

Tag der Heimat des Bundes der Vertriebenen in der Berliner Urania

Am 29. August 2015 werden sich Heimatvertriebene und Flüchtlinge, Aussiedler und Spätaussiedler, Angehörige der Erlebnisgeneration, aber auch viele Vertreter der Bekenntnisgeneration erneut im Hum­boldt-Saal der Berliner Urania einfinden, um unter dem diesjährigen Leitwort „Vertreibungen sind Unrecht – gestern wie heute“ gemeinsam die Auftakt­veranstaltung zum Tag der Heimat des Bundes der Vertrie­benen zu begehen. 

Die Festrede wird in diesem Jahr der Niedersächsische Minister­präsident Stephan Weil MdL halten, dessen Landesregierung ihre Patenschaft über Schlesien und die Landsmannschaft Schlesien sehr ernst nimmt und die Anliegen der Vertriebenen, Flüchtlinge und Aussiedler konsequent in ihre Arbeit einbezieht. 

Mit der Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen werden die Ministerpräsidenten Horst Seehofer MdL, Volker Bouffier MdL und Stanislaw Tillich MdL stellvertretend für ihre jeweiligen Bundesländer Bayern, Hessen und Sachsen ausgezeichnet. Noch vor der Bundes­regierung haben sie mit ihren landeseigenen Gedenktagen dokumen­tiert, dass in ihren Ländern die Bewahrung und Aufarbeitung der Geschichte auch der deutschen Heimatvertriebenen und Flüchtlinge eine gesamt­gesellschaftliche Aufgabe ist. Ministerpräsident See­hofer wird bei der Festveranstaltung anwesend sein, die Ehrenplakette auch im Namen der beiden anderen Geehrten annehmen und ein Dankes­wort sprechen. 

Nach seiner Amtsübernahme im vergangenen November wird BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius MdB nun zum ersten Mal beim zentralen Tag der Heimat zu den Anwesenden sprechen und diese wichtige  Ver­anstaltungs­reihe somit eröffnen. Für das Geistliche Wort und Geden­ken zeichnet der Beauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für Fragen der Spät­aus­siedler und der Heimat­vertriebenen, Kirchenpräsident i.R. Helge Klas­sohn, verantwortlich. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von den Potsdamer Turm­bläsern. Nach der Veranstaltung sind sämtliche Anwesenden ein­geladen, an der Kranzniederlegung auf dem Berliner Theodor-Heuss-Platz an der „Ewigen Flamme“ teilzunehmen. 

In diesem Jahr ist am 20. Juni erstmals der von der Bundesregierung eingerichtete nationale Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung begangen worden. Der Tag der Heimat hingegen besteht als zentrale Verbandsveranstaltung bereits seit 1950. Seit nunmehr 65 Jahren erinnert der BdV öffentlichkeitswirksam nach außen wie innen an das Leid und die Opfer, an die materiellen und die ideellen Ver­luste der deutschen Heimatvertriebenen, Flüchtlinge, Aussiedler und Spät­aussiedler. So soll es auch in Zukunft bleiben. 

Wenn Sie Interesse haben, am Tag der Heimat 2015 in der Urania Berlin teilzunehmen, melden Sie sich mit Namen, Adresse, Telefonnummer und ggf. E-Mail-Adresse bei der BdV-Bundesgeschäftsstelle in Bonn. Ihr Ansprechpartner dort ist Heribert Lintermann. Die Kontaktdaten lauten:

Bund der Vertriebenen

Vereinigte Landsmannschaften

und Landesverbände e.V.

Godesberger Allee 72-74

53175 Bonn

Tel.: 0228/81007-32

Fax: 0228/81007-52

E-Mail: heribert.lintermann@bdvbund.de 


Texte und Fotos aus dem Newsletter des Bundes der Vertriebenen dienen zur Information und zur redaktionellen Verwertung bzw. zur Veröffentlichung. Bitte beachten Sie bei Fotos die Urhebernennung. Sollten Sie weitere Fotomotive wünschen oder Rückfragen zum Text haben, sprechen Sie uns unter den genannten Kontaktdaten an.
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Newsletter des Adalbert Stifter Vereins
Nr. XXIII/2015 - Vorträge zu Jan Hus und Hus-Portal

 

 

Das Collegium Carolinum, das Tschechische Zentrum München und der Kulturreferent für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein
laden anlässlich der Fertigstellung eines Internet-Portals zu Jan Hus herzlich zu einem Vortragsabend ein:


Jan Hus: † 6. Juli 1415. Ein Rückblick nach 600 Jahren


Donnerstag, 16. Juli 2015, 18.30 Uhr

Kulturforum im Sudetendeutschen Haus, Hochstr. 8, München 

 

Im Rahmen des Vortragsabends befassen sich Historiker aus Deutschland, Tschechien und Russland mit der Rolle von Jan Hus und den Hussiten im tschechischen, russischen und deutschen historischen Bewusstsein. 600 Jahre nach dem gewaltsamen Tod von Hus lassen sich hier vielfältige Kontinuitäten und Veränderungen feststellen. Anlass der Veranstaltung ist die Fertigstellung des neuen Internet-Portals "Jan Hus † 6. Juli 1415", das einführende Essays, retrodigitalisierte Fachliteratur, eine Bibliografie zur Hus-Forschung und weitere Online-Materialien enthält. Das Portal wurde vom Collegium Carolinum, Forschungsinstitut für die Geschichte Tschechiens und der Slowakei, im Rahmen des Projekts OstDok/ViFaOst konzipiert und in Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek erstellt.

 

Beteiligt am Vortragabend sind Prof. Dr. Michail Bojcov (Moskau), Dr. Hubertus Seibert (München), Dr. Jan Randák (Prag) und Arpine Maniero (München).Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung "Jan Hus im Jahre 1415 und 600 Jahre danach", die vom Hussitenmuseum in Tábor konzipiert wurde und noch bis zum 24. Juli 2015 vom Kulturreferenten für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein sowie dem Tschechischen Zentrum München im Sudetendeutschen Haus gezeigt wird.

 

Flyer zur Ausstellung und den Begleitveranstaltungen

 

 

Lesung am Dienstag, 7. Juli, 18 Uhr

Kulturreferent Dr. Wolf-Dieter Hamperl und Heimatpflegerin Dr. Zuzana Finger, laden Sie ein ins Sudetendeutsche Haus

 

Es liest und diskutiert mit Ihnen Prof. Dr. Karlheinz Filipp über historisch-politische Hintergründe unserer Volksgruppe.
 Prof. Filipp ist in Nordböhmen geboren und Autor des Buches „Misericordia Bohemiae – Große Geschichte und kleine Leute.“
 

 Pilsen-Fahrt am 30.08. – 02.09.2015

Dr. Zuzana Finger, Heimatpflegerin der Sudetendeutschen lädt ein zur Mehrtagesfahrt
Pilsen und das westliche Böhmen
Eine Reise in die europäische Kulturhauptstadt 2015 mit Ausflügen in die Welt der einheimischen Deutschen 30.08. – 02.09.2015

Zu den Reisezielen zählen Kloster Kladrau, Loreto in Haid, Kirchen in Bischofteinitz, Reithalle in Heiligen,
 der untergegangene Ort Wischkowitz  und Museen in Pilsen.
Ein wichtiger Bestandteil der Reise ist die Begegnung mit Menschen,
die die Spuren der jahrhundertelangen deutschen Kulturgeschichte pflegen.

Preis und Leistungen:
275 € pro Person im Doppelzimmer, 30 € Einzelzimmerzuschlag
darin enthalten sind: 3 Übernachtungen mit Halbpension im Hotel Victoria***
Fahrt im Reisebus mit Komfortbestuhlung, Klima, Küche, WC

wissenschaftliche Reiseleitung durch Dr. Zuzana Finger
Das Kurzprogramm finden Sie hier:
 
http://www.sudetendeutsche-heimatpflege.de/?download=2015_Kurzprogramm_Pilsenreise.pdf

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Goldenes Priesterjubiläum von Domdekan Prälat Karl Rühringer

Utl.: Feierliches Hochamt im Dom zu St. Stephan am 28. Juni 2015 

Im gefüllten Wiener Stephansdom – waren alle gekommen – die Familie des Jubilars, seine Studentenverbindung K.Ö.St.V.Aargau, seine südmährischen Landsleute und viele Mitbrüder, die seine Wege kreuzten und Prälat Rühringer schätzen lernten! Weihbischof Helmut Krätzl würdigte den Jubilar auf seinem bisherigen Lebensweg und seinen vielfältigen Tätigkeiten mit großer Dankbarkeit. Bei der anschließenden Agape im Hof des Erzbischöflichen Palais würdigte auch Kardinal Christoph Schönborn „Karolus“ – wie er Rühringer nennt – besonders wegen seiner friedfertigen Art. 

Karl Rühringer (* 28. Jänner 1940 in Groß Tajax, Südmähren) ist Domdekan zu St. Stephan und war von 2001 bis 2011 Bischofsvikar des Vikariates Wien Stadt.

Nach der Vertreibung seiner Familie aus der Tschechoslowakei wohnte er ab 1945 in Bernhardsthal. Er trat 1951 in das Knabenseminar Hollabrunn ein und maturierte 1959 am Bundesgymnasium Hollabrunn. Danach wechselte er in das Wiener Priesterseminar und studierte Theologie an der Universität Wien. Am 29. Juni 1965 wurde er im Wiener Stephansdom zum Priester geweiht.

Danach war er Kaplan in der Pfarre Großjedlersdorf in Wien und Substitut-Militärpfarrer in der Van-Swieten-Kaserne. 1972 wurde er Domkurat in St. Stephan und Zeremoniär des damaligen Weihbischofs Jakob Weinbacher († 1985). 1981 war er ein Jahr lang Kaplan im Wiener Stephansdom. Von 1982 bis 1994 war er Kirchenrektor des Instituts Sacré Cœur in Pressbaum. 1994 wurde er Pfarrer von St. Nikolaus in Wien-Inzersdorf.

Am 7. Juni 2001 wurde er von Kardinal Christoph Schönborn zum Bischofsvikar des Vikariates Wien-Stadt ernannt, seine Amtszeit wurde 2006 um weitere fünf Jahre verlängert. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Bischofsvikar ist Rühringer Kanoniker des Domkapitels St. Stephan sowie Domkapitular zu St. Stephan.

Seit 2005 leitet er die Lange Nacht der Kirchen in Wien. Seit dem 1. September 2007 ist Rühringer Domdekan des Wiener Metropolitan- und Domkapitels. Seit dem 1. September 2011, an dem Rühringers Amtszeit als Bischofsvikar endete, ist dies die einzige Tätigkeit, die Rühringer noch aktiv ausübt.

Namens der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Österreich (SLÖ) gratulierten auch Bundesobmann Gerhard Zeihsel und die Obmänner des Südmärischen Kulturverbandes Dkfm. Hans Günter Grech und Ing. Reiner Elsinger persönlich und dankten dem Heimatpriester für die geistliche Begleitung bei vielen Veranstaltungen der Vertriebenen.

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Radio Prag meldete am 27.062015:
Polizisten fassen in Südmähren und Nordböhmen 32 Flüchtlinge

Die Polizei hat seit der Nacht auf Samstag in Südmähren zwei Gruppen von Flüchtlingen gefasst. 21 Migranten aus Syrien reisten mit Bussen aus Österreich nach Deutschland. Die Polizisten fassten die Syrier bei Buskontrollen in Mikulov / Nikolsburg. Die Flüchtlinge hatten keine Dokumente bei sich. Dies teilte eine Sprecherin der Polizei im Kreis Südmähren am Samstag mit.

Elf mutmaßlich illegale Migranten aus dem Irak, Syrien, der Türkei, Afghanistan und Palästina wurden zudem am Samstag von der Fremdenpolizei im Kreis Ústí nad Labem / Aussig gefasst. Nur einer der Migranten hatte Dokumente bei sich. Sein dänischer Reisepass war jedoch falsch.

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Pressemitteilung des Bundes der Vertriebenen


Erika Steinbach wird BdV-Ehrenpräsidentin

BdV-Bundesversammlung würdigt Steinbachs Verdienste 

Auf der heutigen Bundesversammlung des Bundes der Vertriebenen in Berlin haben die Delegierten einstimmig einem Antrag zugestimmt, der langjährigen Verbandspräsidentin Erika Steinbach MdB (1998 bis 2014) die Ehren­präsi­den­tschaft zu verleihen. Hierzu erklärt BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius MdB:  

Mit Nachdruck und Erfolg hat Erika Steinbach über viele Jahre hinweg wichtige Anliegen der deutschen Heimatvertriebenen, Flüchtlinge, Aussiedler und Spät­aus­siedler aufgenommen und durchgesetzt. Wenn wir etwa morgen zum ersten Mal einen bundesweiten Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung begehen werden, ist dies auch ein Ergebnis ihres Engagements. Durch ihre Verbandsführung hat sie den BdV in die Mitte der Gesellschaft geführt und zukunftsfest gemacht. 

Die besondere Würdigung von Erika Steinbachs Verdiensten mit der BdV-Ehrenpräsidentschaft freut mich sehr. Ich gratuliere ihr herzlich und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.  

Den ein­geschlagenen Weg wird der BdV weiter beschreiten und aktu­elle sowie zukünftige Herausforderungen mit unverändert großem Ein­satz annehmen.

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Pressemitteilung des Bundes der Vertriebenen


Studie offenbart gesamtgesellschaftlichen Erinnerungsbedarf an Flucht und Vertreibung

Brückenbau der Heimatvertriebenen zeigt Wirkung 

Zur von der „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöh­nung“ (SFVV) ver­öffent­lichten, repräsentativen Allensbach-Studie zur Wahrneh­mung von Flucht, Vertreibung und Versöhnung in Deutsch­land, Polen und der Tschechischen Republik, zur Wahrnehmung der SFVV sowie des am 20. Juni 2015 erstmals stattfindenden bundes­weiten Gedenktages an die Opfer von Flucht und Vertreibung erklärt BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius MdB:

Die gestern von der „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ veröf­fent­lichte Studie zeigt eindrucksvoll, dass sich immer mehr Menschen – nicht nur hierzulande, sondern auch in Polen und der Tschechischen Republik – für das Thema Flucht und Vertreibung interessieren, den grenzüberschreitenden Austausch als positiv empfinden und eine immer besser gelingende Verständigung erleben. Dies ist maßgeblich auf das Wirken des BdV und seiner Gliederungen zurückzuführen, das seit langem auch auf den Brückenbau in die Heimat­gebiete und zu deren heutigen Bewohnern ausgerichtet ist. 

Deutlich wird aus der Umfrage ebenfalls, dass die vom BdV mit getra­gene Stiftungskonzeption aus dem Jahr 2012 genau jene Themen für die in Berlin einzu­richtende Dauer­ausstellung umfasst, die in der Bevöl­kerung gewünscht werden: als Schwer­punkt Flucht, Vertrei­bung und Integration der Deutschen und als Kontexte die Verbrechen der Natio­nal­sozialisten sowie die vielen anderen ethnisch motivierten Vertrei­bungen in Europa und der Welt bis heute. Über seine sechs Stiftungs­rats­mitglieder wird der BdV daher den Aufbau der Dauerausstellung im Sinne des vorliegenden Konzeptes weiterhin begleiten. Wenn die Umfrageergebnisse dazu führen, dass auch das Schicksal der von Deportation und Zwangsarbeit betrof­fenen Menschen in der Dauer­ausstellung berücksichtigt wird, ist dies aus­drück­lich zu begrüßen. 

Klar geht aus der Studie hervor, dass ein gesamtgesellschaftlicher Be­darf besteht, das Thema Flucht und Vertreibung der Deutschen fest im historischen Gedächtnis unserer Nation zu verankern. Mit dem am 20. Juni 2015 bevorstehenden, ersten bundesweiten Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung, der auch auf eine Initiative des BdV zurück­ geht, kommen wir diesem Ziel näher. Es ist gut, dass die deut­schen Heimatvertriebenen damit eine unmiss­verständliche Absage an jede Kollektivschuld erleben und die Zusage erfahren, dass ihr erlittenes Schicksal – genau wie das Schicksal eines jeden von Flucht und Vertreibung betroffenen Menschen – Unrecht ist.


Die Pressemitteilungen des Bundes der Vertriebenen sind zur Information, zur redaktionellen Verwertung bzw. zur Veröffentlichung bestimmt. Weitere Auskünfte erteilt die Pressestelle. 

BdV-Logo ohne Balken 2015 - 250

BdV – Bund der Vertriebenen

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Bundesgeschäftsstelle Bonn
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Sudetendeutscher Pressedienst (SdP) Österreich
Wien/Bonn, am 15. Juni 2015

Gedenkstunde für die Opfer von Flucht und Vertreibung Das Engagement unserer Stiftung trägt Früchte Zur Gedenkstunde für die Opfer von Flucht und Vertreibung am 20. Juni 2015 in Berlin erklärt die Vorsitzende der Stiftung ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN, Erika Steinbach MdB:
Am 20. Juni 2015 begeht die Bundesregierung erstmals den Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung. Das ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN begrüßt dieses deutliche Zeichen der Anteilnahme und der Solidarität mit den Vertriebenen. Damit ist ein weiteres Anliegen unserer vor 15 Jahren gegründeten Stiftung ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN Realität geworden. Die Geschichte von Flucht, Vertreibung und Deportation ist Teil unserer gesamtdeutschen Geschichte. Sie gehört zum historischen Bestand unserer Nation. Deutschland hat mit der Vertreibung eines großen Teils seiner Bevölkerung und vieler deutscher Volksgruppen aus zahlreichen Nachbarländern ein traumatisches Verbrechen gigantischen Ausmaßes mit fast 15 Millionen betroffenen zu verkraften. Heute, 70 Jahre nach dem Kriegsende in Mittel-Europa am 8. Mai 1945, wird dieses Erleben durch diesen Gedenktag aus der Sprachlosigkeit endlich in das gemeinsame, kollektive Gedächtnis der gesamten Nation aufgenommen. Die erlebten Verletzungen der Vertreibungen bedürfen einer langfristigen, über Generationen angelegten Aufarbeitung. Grundlage dieser Aufarbeitung ist die Wahrheit. Alle Seiten müssen sich gegenseitig alles eingestehen um gemeinsam in eine gute Zukunft gehen zu können. In den letzten Jahren sind auf diesem Gebiet wichtige Schritte durch unsere Nachbar- und früheren Heimatländer gegangen worden. Die deutschen Heimatvertriebenen nehmen durch ihr eigenes Schicksal besonderen Anteil an den Vertreibungen anderer. Sei es im Krieg die Vertreibung von Deutschen und anderen Europäern durch Deutsche, sei es die Deportation von Deutschen und anderen Völkern durch die Sowjetunion – wie der Balten, der Krim-Tartaren, der Wolga-Deutschen, der Polen und Koreaner - oder die Vertreibungen, die heute in den Bürgerkriegsländern erfolgten und erfolgen. Bosnien, Irak, Syrien und viele Sub-SaharaStaaten sind zu grausamen Beispielen geworden, dass das Verbrechen von Flucht und Vertreibung immer noch gängiges Mittel verbrecherischer, oftmals genozidal motivierter Politik ist. Wir begrüßen die Anteilnahme der Bundesregierung ausdrücklich und freuen uns, dass mit dem offiziellen Gedenktag die Sensibilität gegenüber dem Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen und damit auch gegenüber dem Schicksal der Vertriebenen der Welt deutlich erhöht wird. Das ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN fordert die Bundesregierung und die Regierungen dieser Welt auf, das Verbrechen der Vertreibung als Mittel der Politik zu ächten, aktuellen Vertreibungen klar entgegen zu treten und vergangene Vertreibungen aufzuarbeiten, Beschönigungen und Vertuschungen der Verbrechen als erneute Demütigung der Opfer zu begreifen und dem entgegen zu wirken.
„Viele Heimatvertriebene kritisieren diese Entscheidung der Deutschen Bundesregierung keinen eigenständigen Gedenktag für die 14 Millionen Vertriebenen beschlossen zu haben, sondern sich für ein Anhängsel an den bestehenden Weltflüchtlingstag entschlossen zu haben“, stellt Gerhard Zeihsel der Bundesobmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Österreich (SLÖ) und Vizepräsident der SL-Bundesversammlung fest!“
Zentrum gegen Vertreibungen - Stiftung der deutschen Heimatvertriebenen Organisationsbüro Godesberger Allee 72-74, 53175 Bonn, Tel. 0049 (0)228 / 81 00 730, Fax 0049 (0)228 / 81 00 752, WWW.Z-G-V.DE INFO@Z-G-V.DE
Bebilderte Berichte finden Sie auch im Internet unter http://www.hausderheimat.at
Sudetendeutscher Pressedienst (SdP) Telefon: 01/ 718 59 19 Redaktion, Herausgeber, Medieninhaber: Fax: 01/ 718 59 23 Sudetendeutsche Landsmannschaft in Österreich (SLÖ) E-Mail: pressedienst@sudeten.at Bundespressereferat: A-1030 Wien, Steingasse 25 www.sudeten.de

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Ein Bericht von Radio Prag, vom 15.6.2015:
Regierung beschließt Weihnachtsbonus für Rentner

Die tschechischen Rentner erhalten in Zukunft einen Bonus zum Jahresende. Wie Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) am Montag über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte, hat das Kabinett die jährliche Sonderzahlung in Höhe von 600 Kronen (22 Euro) abgesegnet. Zum ersten Mal sollen die Rentner den Bonus bereits in diesem Dezember bekommen, die Mittel von insgesamt 1,73 Milliarden Kronen (63,3 Millionen Euro) wird vermutlich das Arbeits- und Sozialministerium bereitstellen. Nach einem Vorschlag von Ressortchefin Michaela Marksová (Sozialdemokraten) sollten die Renten ursprünglich um 1,8 Prozent (7,50 Euro) steigen. Stattdessen hat sich das Kabinett nun auf die Sonderzahlung festgelegt. Zum ersten Januar 2016 erfolgt lediglich die gesetzliche Rentenanpassung um 0,8 Prozent (ca. 3,60 Euro). Das Abgeordnetenhaus muss dem Renten-Bonus noch zustimmen.

Ein Bericht von Radio Prag, vom 14.6.2015:
Premier Sobotka: Autobahn nach Dresden wird bis Ende 2016 fertiggestellt

Die Lücke in der Autobahnverbindung zwischen Prag und Sachsen soll wie geplant im nächsten Jahr geschlossen werden. Das hat Premierminister Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) am Samstagabend bei einem Besuch der Bauarbeiten in der Nähe von Litoměřice / Leitmeritz bekräftigt. Auch der massive Erdrutsch von 500 Kubikmetern nach schweren Regenfällen 2013 werde die Eröffnung im Dezember 2016 nicht verzögern, so Sobotka. Die Autobahn D8 soll Prag mit Dresden und Berlin verbinden. Nach 20-jähriger Bauzeit fehlt noch ein 13 Kilometer langes Teilstück im Böhmischen Mittelgebirge.

Ein Bericht von Radio Prag, vom 12.6.2015:
Sobotka verspricht Tillich Einhaltung von Umweltvorschriften beim Elbausbau

Premier Bohuslav Sobotka hat dem sächsischen Ministerpräsident Stanislav Tillich beim geplanten Ausbau der Elbe die Einhaltung der europäischen Umweltnormen zugesichert. Tillich erklärte, nach einer Umweltverträglichkeitsprüfung zu den tschechischen Planungen Stellung beziehen zu wollen. Während des Besuchs von Sobotka in Sachsen standen am Freitag außerdem die geplante Hochgeschwindigkeitsverbindung der Bahn zwischen Prag, Dresden und Berlin auf dem Programm. Verhandelt wurde zudem über die Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Polizei, Wissenschaft und Forschung.
Sobotka und Tillich trafen sich am Vormittag zunächst im „Zentrum der deutsch-tschechischen Polizei- und Zollzusammenarbeit“ in Petrovice.
 Während einer Elbeschifffahrt stieß auch der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, zu dem Arbeitstreffen.
Sobotka besuchte außerdem das deutsch-tschechische Gymnasium in Pirna sowie ein Wirtschaftskonferenz in Dresden. Begleitet wurde Sobotka während seines Besuchs von Verkehrsminister Dan Ťok.

Ein Bericht von Radio Prag, vom 30.5.2015:
„Wallfahrt der Versöhnung“ erinnert an Brünner Todesmarsch

Genau 70 Jahre nach der blutigen Vertreibung der deutschen Mitbürger stellt sich die mährische Stadt Brno / Brünn der eigenen Vergangenheit.
Mit einem Gedenkmarsch wird an diesem Samstag an die Tausenden Opfer des so genannten Brünner Todesmarschs vom Mai 1945 erinnert.
Neu ist, dass die Stadt erstmals offiziell zur „Wallfahrt der Versöhnung“ einlädt, die Bürgerinitiativen seit neun Jahren veranstalten.
 „Es ist eine einzigartige Gelegenheit zu zeigen, dass Brünn vor seiner eigenen Geschichte nicht die Augen verschließt“, teilte der liberale Bürgermeister Petr Vokřál mit. Mehr als 20 000 deutschsprachige Bürger waren über rund 60 Kilometer in Richtung Wien getrieben worden.
Die Rache für die Schrecken der sechsjährigen Nazi-Besatzung traf vor allem Frauen, Kinder und Alte. Unterschiedliche Schätzungen gehen von mindestens 2000 und bis zu 5200 Toten aus. Die jetzige Gedenkwanderung folgt dem Leidensweg in umgekehrter Richtung.
Dass der Stadtrat mit einem „Jahr der Versöhnung“ und einer Erklärung des Bedauerns auf Überlebende und Nachfahren zugeht,
stößt indes auch auf harsche Kritik. Man müsse „diese Kollaborateure verprügeln“, meinte der hochrangige Sozialdemokrat Zdeněk Škromach.
 Und der Hauptmann des Kreises Südmähren, Michal Hašek, sagte: „Wer hat sich für (...) Abtransport und Ermordung der Juden und Roma aus Brünn entschuldigt?“

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Ein Bericht von Radio Prag, vom 26.5.2015:
Das Außenministerium der Tschechischen Republik – ein roter Teppich führt in den Konferenzsaal. Es tagt die Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien – er ist einer der beiden Verbände der deutschen Minderheit. Dass der Minderheit der Teppich ausgerollt worden wäre, das hätte es zu kommunistischen Zeiten nicht gegeben. Doch die Lage ist heute gänzlich anders. Martin Dzingel, der Präsident der Landesversammlung, eröffnet das Wort.
 Er betont, dass die deutsch-tschechischen Beziehungen so gut sind wie noch nie zuvor:

„Die deutsch-tschechischen Beziehungen sind deswegen gut, weil es um das Geschäft, also um die wirtschaftliche Ebene sehr gut
bestellt ist zwischen der Bundesrepublik und der Tschechischen Republik – aber auch weil die zwischenmenschlichen Beziehungen einfach problemlos sind.
Wenn man sich im Zentrum von Prag umschaut, sind dort sehr, sehr viele deutsche Touristen. Und tschechische Touristen fahren wiederum nach Berlin,
 nach Düsseldorf oder nach Bayern. Zudem haben wir ja die längste Grenze sowohl mit der Bundesrepublik als auch mit Österreich.
 Nach der politischen Wende von 1989 haben sich die tschechisch-deutschen Beziehungen ausgesprochen positiv entwickelt,
und daraus hat sich die Ebene einer Freundschaft entwickelt.
Insofern werden die Beziehungen als die besten denn je bezeichnet.“

Tomáš Lindner (Foto: Archiv der Karlsuniversität in Prag)
Tomáš Lindner (Foto: Archiv der Karlsuniversität in Prag)

Bei der Tagung der Landesversammlung geht es um die Sichtbarkeit und Wahrnehmung der deutschen Minderheit in Tschechien. Die Frage ist: Wie wird diese öffentlich wahrgenommen? Sind ihre Spuren irgendwo zu sehen? Einer, der eine Antwort weiß, ist Tomáš Lindner. Der Journalist der tschechischen Wochenzeitung „Respekt“ sagt, im tschechischen Erzgebirge könne man noch fündig werden:

„Es ist zusammen mit einigen Ortschaften im Norden des Landes vielleicht der letzte Teil Tschechiens, wo man noch auf die deutsche Minderheit trifft.
Man sieht zum Beispiel ältere Frauen auf der Straße, die Deutsch miteinander reden, man geht die Straße entlang, und jemand sagt ‚Grüß Gott‘.“

Tomáš Lindner ist selbst im Erzgebirge aufgewachsen, seine Großeltern waren Deutsche, Tschechisch lernte er dann in der Schule.
Zurzeit arbeitet er an einem Buch über die letzten verbliebenen Deutschen im Erzgebirge. Aber warum sind dort nach dem Zweiten Weltkrieg und der Vertreibung so viele Deutsche geblieben?

Handschuhfabrik in Abertham
Handschuhfabrik in Abertham


 „Diejenigen, die geblieben sind, lassen sich in drei Gruppen teilen: Eine davon waren Deutsche, die aus anderen Regionen Böhmens in diese Gegend ziehen mussten, um dort in den Uranminen zu arbeiten. Die zweite Gruppe waren Experten und Fachkräfte, die in den Fabriken bleiben mussten, sonst hätten diese Betriebe geschlossen werden müssen. Im Städtchen Abertham gab es zum Beispiel eine große Fabrik, die in den 1920er und 1930er Jahren Handschuhe in die ganze Welt exportierte. Ohne die deutschen Fachkräfte wäre das Unternehmen pleite gegangen. Die dritte Gruppe waren dann die sogenannten ‚Vergessenen‘. Das waren einfach Menschen, die schon ihre Koffer gepackt hatten und auf den Transport nach Bayern warteten, aber dann kam die Nachricht, dass Deutschland keine Vertriebenen mehr aufnimmt - und diese Leute kehrten in ihre Ortschaften zurück. Dort siedelten sie sich entweder in ihren ursprünglichen Häusern wieder an, oder sie gingen, falls die Häuser schon besetzt waren, in andere Häuser, die leer standen.“

Zdeněk Lakatoš (Foto: ČT24)
Zdeněk Lakatoš
(Foto: ČT24)


 Abertamy / Abertham liegt im Kreis Karlovy Vary / Karlsbad, und dort ist die deutsche Minderheit ziemlich präsent,
so Zdeněk Lakatoš,
 der Bürgermeister der Stadt:

„Bei uns gibt es einen Verein. Er besteht nicht ausschließlich aus Angehörigen der deutschen Minderheit, aber die meisten Mitglieder sind deutschstämmig. Im Rahmen des Projekts ‚Museen‘ pflegt der Verein vor allem Traditionen. Zum Beispiel wird die Tradition der Handschuhproduktion erneuert und unterstützt. Das ist das größte Projekt des Vereins. Ansonsten organisiert er Fahrten nach Deutschland wie zuletzt zum Beispiel in den Bundestag, und er kümmert sich um die deutsche Gemeinschaft im Erzgebirge.“

Zitherduo Richard Šulko mit seinem Sohn (Foto: Archiv des Bundes der Deutschen - Landschaft Egerland)
Zitherduo Richard Šulko mit seinem Sohn (Foto: Archiv des Bundes der Deutschen - Landschaft Egerland)

Auch im Egerland wird die deutsche Kultur gepflegt. Richard Šulko, Vorsitzender des Bundes der Deutschen – Landschaft Egerland, kümmert sich darum höchstpersönlich. Deutsches Kulturgut zu bewahren und wiederzubeleben liegt ihm am Herzen.

„Wir haben eine Volkstanzgruppe, ein Zitherduo, wir haben deutsch-tschechische Heiligenmessen, Wallfahrten, Trachtenpflege, Jugendbegegnung – alles Mögliche. Aber die wichtigste Arbeit ist unsere Mundart, das heißt wir singen Lieder, geben Bücher und Tonträger heraus, gestalten unsere Homepage und haben ein Mitteilungsblatt, das jeden Monat erscheint.“

Egerländer Volkstänze (Foto: YouTube)
Egerländer Volkstänze
(Foto: YouTube)


 Um die Egerländer Mundart zu pflegen, verfasst Richard Šulko auch Gedichte und Artikel selbst. Außerdem sind ihm die Egerländer Volkstänze und Trachten ein großes Anliegen.

Deutsch zu sprechen hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg über die Generationen so ziemlich verloren. Bei welcher Generation wieviel Deutsch erhalten geblieben ist, weiß Tomáš Lindner:

„Man kann einen Generationswandel erkennen. Die Großmütter, die 80 Jahre oder älter sind, unterhalten sich meist Deutsch miteinander. Dann gibt es die mittlere Generation: Frauen, Männer von etwa 40, 50 Jahren sind zweisprachig, sie sprechen Deutsch und Tschechisch. Einige davon, die in Mischehen aufgewachsen sind, sprechen Deutsch aber nur noch schwach. Von der jüngsten Generation, die also vielleicht 30 Jahre und jünger ist, sind nur noch ziemlich wenige mit der deutschen Sprache aufgewachsen.“

Jana Nosková (Foto: Archiv von Jana Nosková)
Jana Nosková (Foto: Archiv von Jana Nosková)

Auf der anderen Seite bringen heutzutage viele Tschechen in den Grenzgegenden ihre Kinder beispielsweise hinüber nach Sachsen, damit diese dort einen Kindergarten besuchen können und zweisprachig aufwachsen. Dies ist eine Investition in die Zukunft der Kinder, denn Deutschland ist politisch und wirtschaftlich der wichtigste Partner Tschechiens in Europa.

Doch wie sieht die Zukunft für die deutsche Minderheit aus? Was muss passieren, damit sie in Tschechien nicht untergeht und sich vollständig assimiliert? Wie könnte sie mit der tschechischen Majorität umgehen? Ethnologin Jana Nosková:

„Die Majorität müsste eigentlich erzogen werden, damit sie lernt, wie man mit den Minderheiten umgeht. Das ist für mich die Zukunft der deutschen Minderheit. Wenn sie es schafft, die Majorität zu erziehen - es ist vielleicht nicht das passendste Wort, aber trotzdem –, dann wäre dies aus meiner Sicht ein Segen für die Minderheit. Wenn das klappen würde, dann könnte die Minderheit sicher auch noch mehrere hundert Jahre weiterbestehen.“

Die deutsche Minderheit muss die tschechische Majorität erziehen – da stellt sich aber die Frage, wie das denn gehen soll? Jana Nosková:

Konferenz der Landesversammlung (Foto: Archiv der Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien)
Konferenz der Landesversammlung
(Foto: Archiv der Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien)


 „Das ist wirklich eine Menge Arbeit. Und ich würde sagen, die Minderheit muss irgendwie präsent sein. Sie muss sich halt präsentieren. Man muss vielleicht zuerst das Interesse der Majorität wecken, aber das ist wirklich schwierig. Auf lokaler Ebene funktioniert das meiner Meinung nach, natürlich nicht in jeder Gemeinde, aber zumindest in einigen. Aber auf der höheren Ebene, gesamtstaatlich, ist das schwieriger.“

Sich präsentieren, damit die deutsche Minderheit in Tschechien bestehen kann, das ist eines der Ziele der Landesversammlung. Am wichtigsten sind hierbei die sogenannten Begegnungszentren, von denen insgesamt 15 an unterschiedlichen Orten des Landes bestehen. Dort pflegen nicht nur die Deutschen ihre Traditionen und Bräuche, sondern auch Tschechen nehmen teil an kulturellen Veranstaltungen, Seminaren und Sprachkursen. Bei einem neuen Projekt werden Jugendgruppen in den Begegnungszentren aufgebaut. Auch junge Tschechen sollen für die deutsche Kultur interessiert werden, denn häufig kommen sie aus Familien, die selbst irgendwo im Stammbaum auch deutsche Vorfahren haben.

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Radio Prag vom 22- 5. 2015:
Der Vorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Bernd Posselt,
 
hat in einem Interview mit dem Tschechischen Rundfunk für die Versöhnung zwischen Tschechen und Deutschen plädiert.
 Die Sudetendeutschen kommen am Wochenende in Augsburg zu ihrem Pfingsttreffen zusammen.
Die Landsmannschaft hat aus ihrer Satzung im März jene Passagen gestrichen, in denen sie
die „Wiedergewinnung der Heimat“ und die Rückgabe oder Entschädigung von konfisziertem früheren Eigentum gefordert hatte.
Gegen den Beschluss formierte sich danach ein Widerstand innerhalb der Landsmannschaft.
Man erwartet dazu nun eine heftige Debatte beim Pfingsttreffen. Posselt sagte dazu am Freitag gegenüber dem Tschechischen Rundfunk,
 er strebe nach der Änderung der Satzungen seit fünfzehn Jahren. Die Begriffe wie „Wiedergewinnung der Heimat“,
die Rückgabe und die Entschädigung entstammten den 1950er Jahren und gehörten nicht in die heutige Zeit.
 Die Generation der Zeitzeugen werde durch jüngere Generationen abgelöst, die die Vertreibung nicht mehr erlebt hätten.
 Heute müsse man eine Sprache sprechen, die 70 Jahre nach der Vertreibung verständlich sei, so Posselt.

Radio Prag vom 20. 5. 2015:
Stadt Brünn drückt Bedauern über Brünner Todesmarsch von 1945 aus.

Die Stadt Brno / Brünn bedauert die Zwangsaussiedlung ihrer ehemaligen deutschen Mitbürger nach dem Zweiten Weltkrieg.
Während des sogenannten Brünner Todesmarsches wurden 1945 über 20.000 deutschsprachige Einwohner aus der südmährischen Stadt nach Österreich getrieben,
dabei kamen etwa 2000 Menschen ums Leben. Wie es in einer Deklaration für Versöhnung und gemeinsame Zukunft heißt,
 die der Brünner Stadtrat am Dienstag verabschiedet hat, bedauere die Stadt aufrichtig die Ereignisse vom 30. Mai 1945 und der nachfolgenden Tage,
an denen tausende Menschen auf Grundlage des Kollektivschuldprinzips und wegen ihrer Sprache genötigt wurden, zu Fuß ihre Stadt zu verlassen.

Wie Oberbürgermeister Petr Vokřál der Agentur ČTK sagte, mache man sich bewusst, zu welch menschlichen Tragödien und kulturellen Verlusten es damals gekommen sei.
 Er bitte um Vergebung für das frühere Unrecht, das die Zukunft nicht belasten dürfe. Kommunisten und Sozialdemokraten kritisierten die Erklärung.
Der südmährische Kreishauptmann Michal Hašek sagte, Politiker sollten die Vergangenheit nicht bewerten.

Wann fällt dies dem Stadtrat von Aussig / Ústi auch einmal ein?

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Vor 100 Jahren wurden bis zu 1,5 Millionen Armenier im Osmanischen Reich umgebracht.
Die
Bundesregierung will der Toten gedenken, aber das Wort Völkermord vermeiden -
um Präsident Erdogan nicht zu verärgern?

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Unser Heimatfreund Dipl. Ing. Vladimír Horák
sandte uns den nachfolgenden Link vom Geläut des Dubitzer Kirchlein
http://www.youtube.com/watch?v=GR9n9ieM07o

Sudetendeutscher Pressedienst (SdP)

Österreich
Wien, am 26. März 2015
 

Meinungen zur SL-Satzungsdiskussion in Deutschland

Utl.: Eine Frage der Ehre 

Victor Gollancz, ein britischer Publizist und Philantrop, stellte in Bezug auf die Vertreibungen der deutschen Bevölkerung aus dem Sudetenland, aus Schlesien,
Ostpreußen, dem Wartheland und anderen vorherigen Hoheitsgebieten des Deutschen Reiches voller Erschütterung folgendes fest: (Zitat)

 „Sofern das Gewissen der Menschheit jemals wieder empfindsam werden

sollte, werden diese Vertreibungen als die unsterbliche Schande all derer im

Gedächtnis bleiben, die sie veranlasst oder sich damit abgefunden haben!

Die Deutschen wurden vertrieben,

aber nicht einfach mit einem Mangel an Rücksichtnahme,

sondern mit dem denkbar höchsten Maß von Brutalität !“

Warum wurden die Unschuldigen bestraft?

Warum das Opfer?

Warum all dieser Schmerz?

Was bleibt nach 70 Jahren von dem Schwur der Opfer der tschechischen und polnischen Vertreiber, niemals die Enteignung, Entrechtung und Ermordung als gegeben hinzunehmen,
sondern zu ächten und darum zu kämpfen, daß dieses Verbrechen durch den Staat, der sie aufnahm gemäß Völkerrecht rückgängig gemacht wird,
wenn Schlüsselworte aus der Satzung gestrichen werden und diese damit dem Sinn nach entstellt wird?

Wie werden die Nachfolger der tschechischen Verantwortlichen dieses größten und schwersten Verstoßes gegen das Völker – und Menschenrecht es verstehen,
wenn das Recht auf Rückgabe der Heimat und des Eigentums sowie Wiedergutmachung durch die Vertretung der Opfer einseitig für Gegenstandslos erklärt wird?

Welches fatale Signal wird da in alle Welt gesendet? Zumal all diese während und nach dem 2. Weltkrieg verletzten Rechte genauestens durch international schon
vor dem 1. Weltkrieg gültige Verträge wie z.B. die Haager Landkriegsordnung geregelt sind. Wir dürfen doch zum Schutz all dieser Menschenrechte diese nicht aushebeln,
 nur um dem Wahn einer zweifelhaften politischen Korrektheit zu dienen! 

Deutschland wurde für seine Rolle im 2. Weltkrieg hinreichend bestraft, es wurde zwischen den Mächten aufgeteilt und über alle Maßen geplündert von den Allierten.
Alle beteiligten haben ihren Teil der Schuld am Verlauf des 2. Weltkrieges zu verantworten. Es wurde nicht nur Krieg gegen Hitler geführt,
sondern hauptsächlich gegen die deutsche Bevölkerung. Britische, amerikanische, russische, tschechische und französische Soldaten ebenso wie auch
deutsche Soldaten wurden von ihren Anführern aus Macht – und Besitzgier sowie übersteigertem Geltungsbedürfnis zu Mördern gemacht.

Als dann in Jalta und Potsdam über die deutsche Bevölkerung debattiert wurde, sahen Kriegsverbrecher wie Beneš ihre Zeit gekommen.

Sie setzten die von den Alliierten angesprochenen Umsiedlungen eigenmächtig und brutal in die Tat um. 

Beneš verwendete in seiner Rede mit Absicht das Wort „liquidieren“, seine Landsleute wussten, was zu tun ist, um die seit Jahrhunderten
im Land lebenden Deutschen zu entfernen. Menschen, die sich stets durch Fleiß und emsige Arbeit auszeichneten
und schon im 11. Jahrhundert durch König Sobeslav ein definitives Bleiberecht erhielten! 

Nun frage ich mit Nachdruck alle Verantwortlichen und deren Nachfolger, ob es wirklich das richtige Zeichen ist,
Kriegsverbrecher
aus ihrer Verantwortung zu entlassen?

 Niemand würde es wagen, mit den Opfern des Holocaust so zu verfahren.

Warum denn dann mit den deutschen Opfern der Vertreibung? 

Sind es denn Schlesier, Sudetendeutsche, Ostpreußen und alle anderen deutschen Vertreibungsopfer nicht wert, dass ihre Ehre und Würde wiederhergestellt wird?
Sie haben es nicht verdient, zu Opfern zweiter Klasse gemacht zu werden!
Die Ehre und Würde jedes einzelnen Opfers ist die Mühe wert!

Einen Verzicht auf die Heimat wird es niemals geben!
Gemäß der 1979 von Wehner, Brandt und Ollenhauer formulierten Worte
„Verzicht ist Verrat !“...

 ...empfinde ich es nunmehr jetzt erst recht als unsere Pflicht, die tschechische Regierung mit Nachdruck an die Umsetzung der in der
Charta der Vereinten
Nationen und in der Menschenrechtserklärung der EU verankerten Grundsätze zu erinnern und deren Ratifizierung zu fordern! 

Die Entfernung der die Sudetendeutschen betreffend Beneš-Dekrete und aller damit in Zusammenhang stehenden
Gesetze aus der Verfassung der tschechischen Republik ist mehr denn je das Gebot der Zeit! 

Für einen Staat, in dessen Verfassung rassistische Gesetze verankert sind, ist kein Platz in der Europäischen Union,
 das sollte den Politikern in Prag bewußt gemacht werden!
 

Ingo Kerber, D – Schwarzenberg/Erzgebirge

 

 

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Eine Anfrage von Dipl. Ing. Valdimír Horák

vladimir.horak@gmx.net

Hallo Heimatfreude,
im Tal der Leinischen Hölle steht schon nahezu einhundert Jahre eine Gedenktafel.
Niemand weiß hier mehr, wer Rudolf war. Ist er im Weltkrieg gefallen?
Mitteilungen, bitte, an die obige Adresse!

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Wir gedenken auch der Bombenopfer von Aussig, vor 70 Jahren!
Bitte hier antippen!

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Sudetendeutscher Pressedienst (SdP)

Österreich
Wien/München, am 4. Feber 2015
 

Dokumentation der Ereignisse von 1945

Utl.: Bayerische Staatsministerin Emilia Müller betont die Wichtigkeit die jüngere Generation zu informieren 

Vor 70 Jahren, am Ende des Zweiten Weltkriegs, begann der Leidensweg von Millionen deutscher Heimatvertriebener, die 1945 und in den Jahren danach Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation wurden. Sie mussten Gewalt und grausame Willkürakte erleiden und haben nicht zuletzt auch ihre Heimat verloren. Viele von ihnen fanden auf der Flucht und bei der Vertreibung den Tod.

 

Dazu erklärt die Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, Emilia Müller: „Wir gedenken der Opfer. Wir erinnern an ihr schweres Schicksal und ihr Leid. Diese schrecklichen Geschehnisse sind für uns auch Auftrag und Mahnung, Vertreibung zu ächten – Vertreibung war, ist und bleibt Unrecht. Geschichte und Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen müssen lebendig im Bewusstsein bleiben – gerade auch bei der jüngeren Generation.“

Die Erinnerungen und Materialien zu Flucht, Vertreibung und Deportation 1945/1946 werden im Arbeitskreis „Kultur, Geschichte, Schicksal und Leistung deutscher Heimatvertriebener, Flüchtlinge und Spätaussiedler“ gesammelt. Der Arbeitskreis wurde 2012 gegründet, Vertreter der Landsmannschaften stellen dabei Materialien zusammen, um die Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler über diese Thematik zu informieren und die Behandlung von Flucht, Vertreibung und Deportation am Ende des 2. Weltkriegs im Unterricht aller Schularten anzuregen. Die Ergebnisse werden durch das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung im Internet veröffentlicht (www.historisches-forum-bayern.de; Rubrik: „Historisch-politische Themen – Flucht, Vertreibung, Spätaussiedler: Materialien für den Unterricht“). Die Materialsammlung wird laufend erweitert. Sozialministerin Müller: „Ich danke den Heimatvertriebenen und Spätaussiedlern für das große Engagement, mit dem sie im Arbeitskreis mitwirken und ihr Schicksal darstellen.“

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Wien, am 27. Jänner 2015
 

DER   TOD   VON   DRESDEN   VOR   70   JAHREN  

Die infernalische Vernichtung einer Kulturmetropole und international völkerrechtlich

geschützten Lazarettstadt kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs am 13./15. Feber 1945,
 wurde zum Fanal diabolischen Vernichtungswillens – und zur dauerhaft erkennbaren Völkerrechtsverhöhnung der Sieger.

Seither wird an der fiktiven Verkleinerung des unermesslichen Frevels gearbeitet.
Zum Höhepunkt dieser Bemühungen wurde 2004 eine Historikerkommission eingesetzt,
die 2009 das Opfer verachtende Ergebnis von „maximal“ 25.000 zu Tode gekommenen
Menschen verkündete. Die vor wenigen Jahren gezeigte, erschreckend wiedergegebene
zweiteilige Fernsehverfilmung über den Untergang Dresdens, die der maßlosen Vernichtungsorgie gerecht zu werden versuchte,
konnte die seinerseitige Gegebenheit nur in Ansätzen verdeutlichen, hat aber dennoch eine große Betroffenheit ausgelöst.

Die erlebte Wirklichkeit spielte sich jedoch sehr viel erbarmungsloser ab: 

Der erste von vier Vernichtungsschlägen mit der verheerenden Wirkung, der sich rasch entwickelnden Großbrände,
 hatte bereits den Großteil von 15 qkm Innenstadtgebiet in ein Höllenszenario verwandelt, das nur in den Randzonen Rettungsmöglichkeit bieten konnte.
Dass aber nach zwei Stunden der genau gleiche Terroreinsatz wiederholt wurde, überstieg jedes geistige Fassungsvermögen und
war nur mit bestialischer Menschenvernichtung zu erklären. Die Feuermasse über der Stadt hielt diese zweite Angriffswelle,
wieder mit Feuersturmstrategie, nicht davon ab, die Vernichtung zu potenzieren und forderte die

weiteren massenhaften Opfer
, die in den Kellern erstickten, verbrannten und,
wenn sie das Freie erreichen konnten, den Sprengbomben und Tieffliegern schutzlos ausgesetzt waren.
(Laut Historikerbericht gab es keinen Tieffliegerbeschuss, entgegen dem auf S.71
beigefügten amerikanischen Bericht: „Die ‚A’ Gruppen (Jagdflugzeuge) gingen auf eine
niedrige Höhe, um von dort aus Bodenziele mit automatischen Waffen zu beschießen“.
(Übersetzung Dr. M. Ludwigs). Fehlten den Historikern die speziellen Sprachkenntnisse?
Das Vernichtungswerk zu vollenden folgten jetzt noch zwei weitere Terrorangriffe der amerikanischen Bomberflotte.
Insgesamt wurden nach Alliierten-Angaben über 2000 Langstreckenbomber eingesetzt, die 3600 to Sprengbomben und 650.000 Brandbomben abwarfen.
Dies ist der Tiefpunkt einer verbrecherischen Luftkriegführung, wie sie in Churchills
Kriegskabinett
bereits am 15. Mai 1940 neben Zieleinsätzen als mögliches Flächen
bombardement
einzukalkulieren beschlossen und tags darauf mit Flugeinsätzen überdem Ruhrgebiet begonnen wurde
 (die erste deutsche Reaktion erfolgte am 15. Sept.
1940, ein Vierteljahr später). 

Nachgeborenen, einschließlich Historikern, ist es unmöglich, das Ausmaß der Dresdner Vernichtungsorgie zu ermessen oder ihnen vermitteln zu können.

Im Jahre 2004 meinte man, die Debatte darüber durch Einberufung der Historikerkommission beenden zu können.
Über noch aufgefundene dokumentarische Belege wurde nun die damit wissenschaftlich belegbare Zahl von 18 000 Toten plus
später aktenkundig gemachten 2000 Kellertoten plus einem Unsicherheitsfaktor von angenommenen 5000 Opfern im Februar 2009
 die  „maximale“ Opferzahl von 25 000 verkündet, was seitdem medial verbreitet wird.

Dabei wird der ehrenrettende Zusatz vermieden
: … „ohne die nicht mehr nachweisbaren Opfer.“
Das ging der Wissenschaft wohl schon zu weit und entspricht einer beklagenswerten anpassenden Geschichtsbetrachtung unserer Tage. 

Auf Alliierter Seite spricht man von ca. 130.000, am Genfer Internationalen Roten Kreuz von275 000 Opfern.
Die Vernichtungsenergie in der mit Ostflüchtigen überfüllten, unverteidigten Zivilstadt
mit einer an Materialschmelzen erkennbaren Feuersturmerhitzung bis 2000 Grad lässt nach mehr als einem
halben Jahrhundert des höllischen Geschehens eine gültige maximale Opferzahlangabe nicht mehr zu.
                                                                                                              

Die begründete Schätzung im Chaos der Tatzeit schwankt zwischen 200 000 und 250 000. Der Diplomat und Autor Sir Harold George Nicolson,
 Parlamentarischer Privatsekretär des Informationsministers in Churchills Kriegskabinett urteilt im Observer am 5.5.1963 über den Dresden-Einsatz: 

                       „The greatest single Holocaust by war“! 

E. E. Korkisch, ehem. Kruzianer/Kreuzchorschüler, Augenzeuge, 85354 Freising, Vimystr. 4

 

Bild mit Blick vom Rathausturm über die Ruinen der Innenstadt nach Westen kann angefordert werden. 

"Dresden 1945": Zeitreise in eine zerstörte Stadt | MDR.DE: 

http://www.mdr.de/sachsen/asisi-panorama-dresden100.html 

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Sehr geehrte Damen und Herren,  

drei Veranstaltungen verdienen Ihre Aufmerksamkeit:

 

Freitag, 6. Februar 2015, 19.00 Uhr

Haus des Deutschen Ostens (HDO)

Am Lilienberg 5, 81669 München

 

Einladung zum Gesangsabend

 

Opernarien: Ein Gesangsabend mit Jakub Pustina und jungen Talenten aus Werken von Smetana, Janacek u. a.

Ausführliche Informationen:
http://munich.czechcentres.cz/programm/detail/26-opernarien-musikalischer-abend-mit-james-desola/

 

 

Das Konzert, das von dem Tschechischen Zentrum München in Zusammenarbeit mit dem Haus des deutschen Ostens und der Heimatpflegerin der Sudetendeutschen veranstaltet wird, stellt außer Jakub Pustina auch die Teilnehmer der ersten Münchner Runde des Wettbewerbs vor.

 

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird unter ccmunich@czech.cz gebeten.

 

 

Samstag, 21. März von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Sudetendeutsches Haus

81669 München, Hochstraße 8

 

Einladung zur Teilnahme am Böhmisch-Mährischen Ostermarkt

mit einem Vorführ- oder Verkaufsstand im Sudetendeutschen Haus.

 

Heimatpflegerin Dr. Zuzana Finger lädt sudetendeutsche Landsleute ein, die handwerkliche und kulinarische böhmisch-mährische Osterbräuche pflegen, ihre Handwerkskunst im Sudetendeutschen Haus zu präsentieren.

 

Bitte übermitteln Sie Ihre Anmeldung mit Angabe der Heimatlandschaft, Handwerkskunst und die Zahl der benötigten Standtische bis zum 27. Februar 2015 an das Sekretariat der Heimatpflege:
 schmalcz@sudeten.de

 

 

 

Pfingstsamstag, 23. Mai und Pfingstsonntag, 24. Mai 2015

Der Sudetendeutsche Tag - dabei sein und mitmachen

www.sudetendeutscher-tag.de
 

 

Präsentieren Sie Ihr Angebot beim Sudetendeutschen Tag! Der richtige Mix macht's: Mit kulinarischen Spezialitäten, traditionellem Kunsthandwerk, zahlreichen Informationen, aktuellen Projekten und Ausstellungen erleben Sie die Geschichte und Kultur Böhmens, Mährens und Sudetenschlesiens.

 

Wollen Sie den Sudetendeutschen Tag durch Ihr Engagement bereichern? Dann schreiben Sie uns über Ihr Vorhaben an
info@sudetendeutscher-tag.de.

 

Wir danken für Ihr Interesse und wünschen Ihnen ein schönes Wochenende.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hildegard Schuster

Presse / Öffentlichkeitsarbeit / Heimatpolitik

Sudetendeutsche Landsmannschaft Bundesverband e.V.

Hochstraße 8

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Heute ist in Aussig ein Buch über Professor Dr. Franz Josef Umlauft erschienen.
Der Titel heißt Bildalbum vom Leben des Aussiger Archivars Franz Josef Umlauft.
Die hunderte Fotos stammen von seiner Verlassenschaft, die im Aussiger Stadtarchiv aufbewahrt sind,
einschließlich der Bilder nach dem Jahr 1945, die von seiner Familie aus Deutschland erworben wurden.
Einen Bericht über das Buch möchten wir noch für das Februar-Heft des AB vorbereiten.
Das Buch kostet 250 Kronen und ist im Infozentrum der Stadt erhältlich. Die Texte zu den Bildern sind leider nur in Tschechisch.
Falls sich jemand findet, der eine deutsche Übersetzung beschaffen möchte, sind die  Autoren bereit, jede mögliche Zusammenarbeit zu leisten.

Vladimír Horák
<vladimir.horak@gmx.net>





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Liebe Leserinnen und Leser, vor wenigen Tagen ist die Ausgabe 3|2014 der Europäischen Kulturzeitschrift Sudetenland –
Vierteljahresschrift für Literatur und Kunst
SUDETENLAND erschienen.

 

Sie ist ab sofort erhältlich bei:

 

Helmut Preußler Verlag
Dagmarstraße 8
90482 Nürnberg
+49 911 95478-0
preussler-verlag[at]t-online.de

 

Lesen Sie die Beiträge über Oskar Kokoschka aus der Feder von Hans Jürgen Gartner, Agnes Tieze, Monika Grütters, Walter Serner,
Brigitte Steinert und Ursula Haas, lesen Sie Lyrik und Prosa von Gerti Brabetz, Richard Wall, Ursula Haas, Gerhard Riedel und Susanne Habel, Helga Unger,
Erich Pawlu und Gerald Güntner, lernen Sie die Geschichte des Kunstforums Ostdeutsche Galerie in Regensburg kennen, steigen Sie mit Arthur Schnabl und
Milan Augustin ein in die Diskussion über den Begriff "Sudetenland", lesen Sie die Übertragungen tschechischer Texte der Mitglieder des Forums jüngerer
Übersetzer und erinnern Sie sich mit Botschafter a.D. Hermann Huber, Otfrid Pustejovsky, Günter Reichert, Helena Kanyar-Becker und Walter Piverka an die Samtene Revolution vor 25 Jahren.

 

Für nur 6,50 € zuzüglich Versandkosten.

 

Das Jahresabonnement kostet 25,00 € inkl. Versandkosten in Deutschland, im Ausland zusätzlich 6,00 €, per Luftpost 12,00 €.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

erfahren Sie jetzt das Neueste über die Sudetendeutschen:
 

Donnerstag, 4. Dezember 2014
Eröffnung der Bayerischen Repräsentanz in Prag
Ministerpräsident Seehofer dankt den Sudetendeutschen
Ministerpräsident Seehofer, Schirmherr der Sudetendeutschen Volksgruppe, eröffnete die Repräsentanz des Freistaates Bayern in Prag. In seiner Eröffnungsrede dankte er den Sudetendeutschen und ihrem Sprecher Bernd Posselt für die konstruktive Begleitung dieses Annäherungsprozesses.
Volksgruppensprecher Bernd Posselt betonte, dass es dank der mutigen Politik Horst Seehofers gelungen sei, die Annäherung soweit voranzutreiben, dass nun ganz Bayern an der Moldau vertreten sei.

Einen ausführlichen Bericht erhalten Sie hier:
://www.bayern.de/eroeffnung-der-bayerischen-repraesentanz-in-prag/

Mittwoch, 10. Dezember 2014, 18.00 Uhr
Ausstellungseröffnung "Deutsch-Tschechisches Fotoalbum"
Im Sudetendeutschen Haus in München mit
Dr. Ondřej Černý, Direktor des Tschechischen Zentrums München und
Bernd Posselt, Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe.

Eine Ausstellung der Heimatpflegerin der Sudetendeutschen, Dr. Zuzana Finger
http://www.sudetendeutsche-heimatpflege.de/

Programmhinweise: Sudetendeutsches im Fernsehen

Sonntag, 7. Dezember 2014
SR, 7:15 bis 7:30 Uhr
Schätze der Welt – Erbe der Menschheit. Krumau, Tschechien – Juwel an der Moldau:
http://www.swr.de/schaetze-der-welt/-/id=5355190/2us2y2/index.html

Mittwoch, 10. Dezember 2014
NDR, 15:15 bis 16.00 Uhr
Weihnachten in Ostpreußen:
http://www.ndr.de/fernsehen/epg/import/Weihnachten-in-Ostpreussen,sendung313752.html

Montag, 15. Dezember 2014
NDR,15:15 bis bis16:00 Uhr
Weihnachten im Riesengebirge:
http://www.ndr.de/fernsehen/epg/import/Weihnachten-im-Riesengebirge,sendung314252.html

Wir danken Ihnen für Ihr Interesse und wünschen Ihnen ein schönes Adventswochenende.

 

Mit freundlichen Grüßen

Hildegard Schuster

Presse / Öffentlichkeitsarbeit / Heimatpolitik

Sudetendeutsche Landsmannschaft Bundesverband e.V.

Hochstraße 8

81669 München

Tel.: 089 / 48 00 03 54

Mobil: 0171 / 20 49 747

www.sudeten.de

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Sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden Sie zum Böhmisch-mährisch-schlesischen Adventsmarkt

im Sudetendeutschen Haus in München herzlich ein.

Samstag, 29. November, 14.00 Uhr
Mit heimatlichen Kunsthandwerk und kulinarischen Spezialitäten werden sudetendeutsche Adventstraditionen lebendig.

Um 19.00 Uhr spielt die Harfenistin Marika Cecilia Riedl klassische, romantische und impressionistische Stücke. Begleitet wird sie von Dr. Hatto Zeidler mit Texten und Rezitationen.

Das Programm für den Sudetendeutschen Advent im Sudetendeutschen Haus bietet noch viel mehr. Bitte lesen Sie:
http://www.sudeten.de/cms/?download=14_SL_Adventsflyer.pdf

Über weitere Veranstaltungen der Sudetendeutschen Heimatpflege informieren wir hier:
 
http://www.sudetendeutsche-heimatpflege.de/
 

Weitere Terminvorschau:
Donnerstag, 11. Dezember, 19.00 Uhr
Adventskonzert des HDO im Sudetendeutschen Haus
Das Concertino München mit Florian Sonnleitner und Jürgen Besig (Violine), Jürgen Weber (Viola), Peter Wöpke und Hanno Simons (Violoncello) und Heinrich Braun (Kontrabass) spielt Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Antonín Dvořák und eine Uraufführung von Sir Dafydd Bullock nach der Erzählung „Bergkristall“ von Adalbert Stifter. Lesung: Heinz Schmidtpeter.
Um Anmeldung unter Tel. 089-44 99 93-0 oder an poststelle(at)hdo.bayern.de wird gebeten.

Die Veranstalter freuen sich auf zahlreiche Teilnehmer.

 

Mit freundlichen Grüßen

Hildegard Schuster

Presse / Öffentlichkeitsarbeit / Heimatpolitik

Sudetendeutsche Landsmannschaft Bundesverband e.V.

Hochstraße 8

81669 München

Tel.: 089 / 48 00 03 54

Mobil: 0171 / 20 49 747

www.sudeten.de

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Was geschieht mit unseren Gräbern in der Heimat?
Diesen Link nur antippen

Sudetendeutscher Pressedienst (SdP)

Redaktion, Herausgeber, Medieninhaber:

Sudetendeutsche Landsmannschaft in Österreich (SLÖ)

Bundespressereferat: A-1030 Wien, Steingasse 25

Telefon: 01/ 718 59 19 * Fax: 01/ 718 59 23

E-Mail: pressedienst@sudeten.at

www.sudeten.at

ZVR-Zahl: 366278162 

Dokument zum Münchener Abkommen 1938

Utl.: Bericht von Lord Runciman an britische Regierung über seine Mission im Sudetenland….

„Ich habe jedoch viel Sympathie für die Sache der Sudetendeutschen. Es ist ein schweres Los, von einem fremden Volk regiert zu werden, und ich kann den Eindruck nicht loswerden, dass die tschechoslowakische Herrschaft im Sudetenland während der letzten zwanzig Jahre zwar nicht tyrannisch und bestimmt nicht terroristisch, aber doch gekennzeichnet war durch Taktlosigkeiten, fehlendes Verständnis, kleinliche Unduldsamkeit und Benachteiligung, bis der Punkt erreicht war, bei dem der Unwille der deutschen Bevölkerung unvermeidlich revolutionäre Bahnen einschlug. Die Sudetendeutschen hatten auch das Gefühl, dass die tschechoslowakische Regierung ihnen in der Vergangenheit viele Versprechen gegeben hatte, dass aber daraufhin nur wenig oder gar nichts erfolgt war. Diese Erfahrung hatte zu einer Haltung unverhüllten Mißtrauens in die führenden tschechischen Staatsmänner geführt.

Zu diesen hauptsächlichen Beschwerden kamen örtliche Ärgernisse hinzu. Tschechische Beamte und Polizisten, die wenig oder gar kein Deutsch sprachen, wurden in großer Zahl in rein deutsche Gebiete versetzt; die Ansiedlung tschechischer landwirtschaftlicher Siedler inmitten der deutschen Bevölkerung auf Ländereien, die auf Grund der Bodenreform an sie übertragen wurden, wurde gefördert, für die Kinder dieser tschechischen Eindringlinge wurden in großem Maßstab Schulen gebaut; es herrscht allgemein die Überzeugung, dass bei der Zuteilung von Staatsaufträgen tschechische vor deutschen Firmen bevorzugt wurden und dass der Staat Tschechen bereitwilliger Arbeit und Unterstützung zuwies, als Deutschen. Ich glaube, dass diese Klagen in der Hauptsache berechtigt sind. Selbst zu so später Zeit, wie es die Zeit meiner Mission war, konnte ich seitens der tschechoslowakischen Regierung keine Bereitschaft feststellen, diese Klagen durch einigermaßen angemessene Maßnahmen zu beheben. 

Zur Zeit meiner Ankunft wünschten die gemäßigteren sudetendeutschen Führer noch eine Regelung innerhalb der Grenzen des tschechoslowakischen Staates. Es war ihnen klar, was ein Krieg im Sudetenland, das selbst das Hauptschlachtfeld sein würde, zu bedeuten hätte.…

Ich tat mein bestes, um diese Lösung zu fördern – bis zu einem gewissen Punkt nicht ohne Erfolg, aber … ich fühlte, dass jede derartige Regelung auf Zeit abgestellt und nicht endgültig sein würde.… 

Es ist mir selbsterweislich geworden, dass diesen Grenzgebeiten zwischen der Tschechoslowakei und Deutschland, in denen die sudetendeutsche Bevölkerung eine beträchtliche Mehrheit hat, sofort das volle Selbstbestimmungsrecht gewährt werden müsste. Wenn einige Gebietsabtretungen unvermeidlich sind – und ich glaube, sie sind es – dann wäre es das Beste, dies unverzüglich und ohne Verzögerungstaktik zu tun. Die Fortsetzung des Zustandes der Ungewißheit bringt wirkliche Gefahren mit sich, sogar die Gefahr eines Bürgerkrieges. Infolgedessen liegt für eine Politik sofortigen und gründlichen Handelns aller Grund vor. Jede Art Volksbefragung oder Volksabstimmung hinsichtlich dieser überwiegend deutschen Gebiete wäre meines Erachtens eine reine Formalität. Die überwiegende Mehrheit ihrer Einwohner wünscht die Verschmelzung mit Deutschland. Der mit der Abhaltung einer Volksabstimmung unvermeidlicherweise verbundene Aufschub würde nur dazu dienen, die Bevölkerung noch mehr zu erregen, und das könnte höchst gefährliche Folgen haben. Ich bin deshalb der Ansicht, dass diese Grenzgebiete unverzüglich von der Tschechoslowakei auf Deutschland übertragen werden sollten, und ferner dass Sofortmaßnahmen für ihre friedliche Abtretung einschließlich von Sicherungsmaßnahmen für die Bevölkerung abgemacht werden sollten.“

Quelle: Dokumentensammlung zur Sudetenfrage, Diplom-Volkswirt Fritz Peter Habel 

Informieren Sie sich im Internet unter:
 
http://hausderheimat.npage.de/ 

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Ostern 1946
Erinnerung an die Leidenszeit im Lager Schöbritz.
Ein Bericht aus dem Aussiger Boten 1953

Wieder nähert sich Ostern, das Fest der Auferstehung des Herrn, aber auch des Erwachens der Natur aus langem Winterschlaf. Wohl wechselt das Kalenderdatum dieser Festtage alljährlich, doch in unserem Elbetal mit seinem wärmeren Klima standen die Ostertage doch immer mehr oder weniger schon im Zeichen des Frühlings.
Nun begehen wir dieses Fest schon das siebte Mal in der neuen Heimat, doch immer wieder muss ich an jenen Ostersonntag 1946 zurückdenken, den letzten in der alten Heimat. Nach achtmonatlicher ,,Internierung;" im berüchtigten Lager Lerchenfeld und etwa vierwöchiger Kuliarbeit bei den Aufräumungsarbeiten in der Kleinen Wallstraße, traf in unserer Notwohnung in der Johannisgasse der Befehl des tschechischen Nationalausschusses ein, nun Karfreitag vormittags 8 Uhr mit 30 kg Gepäck im Lager Schöbritz zur Ausweisung gestellt zu sein.
Wohl war dieser Befehl zum zwangsweisen Verlassen der Heimat für uns alle ein Schicksalsschlag, doch er brachte uns zugleich die Erlösung aus den unwürdigen und unsicheren Verhältnissen, unter denen wir Sudetendeutsche seit den Maitagen 1945 leben mussten. Wir nahmen Abschied von den zunächst noch zurückgehaltenen Freunden als auch von den Gräbern unserer Toten. Noch einmal suchten wir die Klosterkirche zu stillem Gebet auf und dann am Elbeufer sahen wir noch einmal hin zum alten Schreckenstein und in die vom Frühlingsraunen erfüllte Elbtallandschaft, die wir so oft zu jeder Jahreszeit durchwandert hatten. Ostern fiel 1946 in die zweite Aprilhälfte; so hatte die Heimat bereits ihr schönstes Blütenkleid angelegt.
Karfreitagmorgen zogen wir mit unserer geringen Habe die einstige Feststraße unserer Elbestadt hinaus gegen Schöbritz. Immer mehr Schicksalsgefährten reiten sich in die Karawane ein, bis wir das Tor des Lagers durchschritten hatten; damit war die freie Verbindung mit der lieben Heimat eigentlich abgebrochen. Nach der Kontrolle, bei der den meisten von uns das wenige Gepäck noch mehr „erleichtert" wurde, erfolgte die Einweisung in die Baracken. Dort gelangte man allmählich erst wieder zu ruhiger Besinnung. Unter den Lagerinsassen fanden sich viele Freunde und Bekannte, die seitens der tschechischen Machthaber ebenfalls zur Ausweisung befohlen waren.
Karsamstag kamen wiederum sehr viele Schicksalsgefährten hiezu, so dass an diesem Tage mehr als tausend Sudetendeutsche in dem von Stacheldraht eingesäumten und von schwer bewaffneten Posten bewachten Lager gewesen sein mögen. Der Ostertag stand bevor und unter uns wurde der Wunsch laut, es möchte für uns ein Gottesdienst abgehalten werden. Fast wider Erwarten wurde uns diese Bitte erfüllt.
Ostersonntag 1946. Strahlende Morgensonne glänzte über der Heimat, als sich wohl alle Lagerinsassen auf einem freien Platz versammelten. Dort stand unter einem mächtigen Blüten übergossenen Apfelbaum ein weiß gedeckter Tisch, geziert mit einem Kreuz und zwei Kerzen. Eigenartig feierliche Stimmung erfasste uns: wir blickten über die grauen Holzbaracken hinweg in die weite Landschaft. Die wundervolle Kulisse zu diesem eigenartigen Geschehen bildeten die grünenden Hänge des Strisowitzer Berges, des Haubergmassivs und des Johnsdorfer Rückens: weit draußen war der Blick begrenzt vom dunklen Hang des Erzgebirges. Diesen weiten Kessel aber überspannte ein blauer wolkenloser Himmel und machte ihn so zum gewaltigen Dome der Heimat, in dem wir nun dem Beginne des heiligen Opfers harrten.
Es war wohl 9 Uhr. als der Seelsorger der benachbarten Gartitzer Kirche, unser Pfarrer Erich Goldammer im schlichten Messgewand, begleitet von einem Theologen, an den einfachen Altartisch trat um für uns das letzte Messopfer in der Heimat darzubringen. Wohl erst zaghaft, doch immer stärker
erklangen unsere vertrauten deutschen Kirchenlieder und dazwischen übersetzte der Theologe die lateinischen Gebete des Priesters in die deutsche Sprache. Doch als das wohlbekannte Lied „Heilig, heilig ist der Herr" aus Schuberts deutscher Messe angestimmt wird, da scholl ein vielhundertstimmiger Chor gegen den Himmel und es war, als möchte ein jeder der singenden Menschen sein herbes Leid, zugleich aber auch seine bange Hoffnung in dieses einfache Lied kleiden. Unvergesslich bleibt uns der tiefe Eindruck dieses Gesanges. Und in diesen Lobgesang des Schöpfers mischte sich aus dem Blütenbaum hinterm Altartisch das Jubilieren der frühlingsfrohen Vogelschar.
Der Gottesdienst ging zu Ende. Nun wandte sich der Priester zu uns, um uns mit wenigen, aber tief bewegten Worten Gottes Segen und seine herzlichen Wünsche, mit auf den Weg in das Land der vielen Dome und Kirchen zu geben. Mehr zu sprechen war Pfarrer Goldammer verboten, doch für uns bedeuteten diese wenigen Worte gleichsam eine frohe Osterbotschaft, konnten wir doch daraus entnehmen, dass unser Transport nach Bayern geleitet würde, was einen Lichtblick in all dem Leid bedeutete. Tief beeindruckt kehrten wir wieder in unsere Baracken zurück, um dem Abtransport entgegen zu sehen.
Wenige Tage später, am 25. April 1946, war es dann so weit. In den Abendstunden wurden wir auf Lastkraftwagen verladen und durch die vertrauten Gassen der Heimatstadt zum ,,ATE"-Bahnhof gefahren. Und als wollte das Schicksal uns den Abschied von der lieben Heimat erleichtern, war es dunkle Nacht, als sich unser Transportzug in Richtung Eger und damit nach Bayern in Bewegung setzte. Damit war die uns gewordene Osterbotschaft in Erfüllung gegangen, das tiefe Erlebnis des letzten österlichen Gottesdienstes auf Heimatboden aber bleibt mir und wohl allen Beteiligten zeitlebens unvergesslich.
Ka. AB 5/3
Bei diesem Transport war auch meine Familie dabei.
K.H. Kralowetz

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