Gedenkstätte für die Vertriebenen

aus dem Bezirk Aussig an der Elbe - Ústí nad Labem.

† Wir gedenken unserer Verstorbenen †

die in Böhmen geboren, auf Anordnung  der tschechischen Regierung nach dem 2. Weltkrieg ihres Besitzes
beraubt, vertrieben und fern der Heimat  beerdigt wurden.

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Diese Seiten dienen als Ersatz, für die vielen verlorenen Friedhöfe in unserer Heimat,
stammen aus dem Aussiger Boten und wurden von K. H. Kralowetz erstellt.  

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Gräber und Gedenktafel auf dem Friedhof von Aussig-Schreckenstein

Gräber auf dem Friedhof von Tissa 2009

Gräber auf dem Friedhof von Gartitz 2005

 Zu den Opfern  des alliierten Bombenangriffes  vom 17. bis 19. April 1945.
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Wir gedenken auch der Nachkriegsopfer vor 70 Jahren
Massaker an Deutschen: entmenschlicht und ermordet 

In seiner Brünner Rede vom 12. Mai 1945 erklärte Edvard Beneš: „Das deutsche Volk hat in diesem Krieg aufgehört,
menschlich zu sein, menschlich erträglich zu sein, und erscheint uns nur noch als ein einziges großes menschliches Ungeheuer …
Wir haben uns gesagt, dass wir das deutsche Problem in der Republik völlig liquidieren müssen.“

Nicht wenige nahmen den Präsidenten wörtlich, wie die Nachkriegsmassaker an böhmischen und mährischen  Deutschen zeigten:
 
t
Prag – Bořislavka,
9. Mai 1945: 42 Tote.
t
Rowensko bei Turnau (Rovensko pod Troskami),
10. Mai 1945: 365 Tote.
t
Landskron (Lanškroun),
17.-21. Mai 1945: um die 100 Todesopfer.
t
Brünner Todesmarsch,
30.-31. Mai 1945: wahrscheinlich etwa 5200 Tote.
t
Postelberg (Postoloprty) und Saaz (Žatec),
31. Mai – 15. Juni 1945: Rund 2000 Tote.
t
Totzau (Tocov),
5. Juni 1945: 32 Ermordete.
t
Podersam (Podbořany),
7. Juni 1945: 68 Ermordete.
t
Komotau (Chomutov),
9. Juni 1945: Insgesamt etwa 140 Todesopfer.
t
Duppau (Doupov),
5. Juni 1945: 31 Ermordete.
t
Prerau (Přerov),
18.-19. Juni: 265 Ermordete.
t
Weckelsdorf (Teplice nad Metují),
30. Juni 1945: Ermordung von 23 Menschen.
t
Aussig an der Elbe (Ùstí nad Labem),
31. Juli 1945: Etwa 80 – 100 Ermordete.
t
Taus (Domažlice):
Etwa 200 Ermordete
t
Ostrau („Hanke-Lager“):
231 Deutsche ermordet. 

Quelle: LandesEcho, Prag 21.5.2015/Nr. 5

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Die Zahl wird klein und immer kleiner von jener leidgeprüften Schar,

die aus der Heimat ward vertrieben, wo einstmals ihr Zuhause war.

Mit jedem, den wir so betrauern, den man der Erde übergab,

sinkt im Geleit der lieben Toten auch ein Stück Heimat mit ins Grab.

Helmut Hoffmann, ThaIfelderstraße 2, 96264 Altenkunstadt

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